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Leselupe.de > Feste Formen
Fragen - Sonett
Eingestellt am 02. 09. 2010 19:53


Autor
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Walther
Routinierter Autor
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Fragen


Du fragst: Was haben wir denn hinterlassen?
Es ist nicht viel, hast recht, wir wurden Staub.
Dazu sind wir noch blind gewesen, taub
Und wussten nicht viel mehr als zu verprassen.

Du meinst, sie w├╝rden uns daf├╝r wohl hassen.
Man k├Ânnte sie verstehen, mit Verlaub!
Es war nicht weniger als Zukunftsraub!
Wir lebten nach dem Motto: Hoch die Tassen!

Wie sag ichÔÇÖs meinen Kindern, fragst du dich.
Ich glaube, du musst ihnen nicht viel sagen.
Sie werden es bezahlen, f├╝rchterlich,

Und sich auch f├╝r die Nichtgebornen plagen.
Sie werden sich nur fragen: Warum ich?
Doch weil du fort bist, h├Ârst du nicht ihr Klagen.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 02. 09. 2010 19:53
Version vom 02. 09. 2010 21:22

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Lieber Walter,

ein inhaltlich sehr wahres und auch sprachlich gelungenes Gedicht!

Einzig die letzte Zeile

quote:
Und du h├Ârst, weil du fort bist, nicht ihr Klagen.

w├╝rde ich auf

quote:
Doch weil du fort bist, h├Ârst du nicht ihr Klagen.

├Ąndern, weil das besser zum Jambus passt. ("h├Ârst" lese ich in beiden Varianten betont.)

Ausserdem will ich noch bemerken, dass wir immer noch nach dem Motto "Hoch die Tassen" leben.... Die Zeitenwahl k├Ânnte man also eventuell noch mal zu ├╝berdenken.

lG

Herbert
__________________
┬ę herberth - all rights reserved

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Walther
Routinierter Autor
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Lb. Herbert,

in der Tat sind wir immer noch mitten in der Party, die mehr und mehr einer r├Âmischen Saturnalie gleicht. Das Schicksal des R├Âmischen Reiches ist bekannt.

Deinen Hinweis habe ich dankend bereits oben umgesetzt. Politisch Lied ist garstig Lied: Hoffentlich ist das meine nicht zu garstig.

Lieben Dank und Gru├č W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Janosch
???
Registriert: Feb 2005

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ich habs gar nicht politisch gelesen und finds trotzdem gelungen.
gru├č janosch

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Bernd
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Interessant mag sein, dass es zugleich Epistel und Sonett ist. Zumindest erscheint es mir so.

An wen richtet sich das Werk (vom Standpunkt des Erz├Ąhlers)?
Es ist ein Unsicherer, ein Fragender, aber zugleich ein Angeklagter, denn das Werk richtet auch, indem es Konsequenzen zeigt. Das Gedicht geht von einer fraktalen, selbst├Ąhnlichen und sich ver├Ąndernden Welt aus (Vergleich mit Rom). Es schimpft und sagt: Wir brauchen L├Âsungen!" - gibt aber keine.

Die Welt ist offen und chaotisch.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Walther
Routinierter Autor
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Lb. Bernd,

in der Tat ist dies Sonett zugleich Sonett und Epistel. Das Gleiche gilt ├╝brigens f├╝r dieses Fr├╝hwerk des Autors: Hier klicken

Mit meiner eher skeptischen Weltsicht, besonders, was selbst erworbene Erkenntnisse anlangt, erscheint mir mehr als ein Hinweis auf m├Âgliche Antworten f├╝r Lebensfragen seitens meines LyrIchs nicht statthaft. Die Anregung der Gedanken des Lesers ist sozusagen Weg und Ziel.

Dein Eintrag zeigt an, da├č bei Dir dieses Konzept funktioniert zu haben scheint. Denn in der Tat ist die Welt "chaotisch", wenn man die Definition des Chaos gem. derer des Thermodynamischen Gesetzes fa├čt.

Danke und Gr├╝├če W.

PS.: Auch mein Sp├Ątwerk Hier klicken erf├╝llt Deine Beschreibung. Das riecht nach Methode, ahne ich.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Bernd
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Ich fasse das Chaos noch etwas weiter, wobei das thermodynamische Gesetz mit drin enthalten ist. Es beinhaltet gegenseitige Beeinflussung und RR├╝ckkopplungen bzw. Gegenkopplungen, Inseln der Stabilit├Ąt und Instabilit├Ątsbereiche, spontan sich entwickelnde Regelm├Ą├čigkeiten und Formen, auch weitab vom Gleichgewichtszustand, also kein rein zuf├Ąlliges, sondern ein fraktales Chaos.

├ťber Episteln hatte ich gerade erst gelesen, deshalb fiel es mir auf. Ich kannte "Fredmanns Episteln an diese und jene, aber haupts├Ąchlich an Ulla Winblad" von Bellmann (seit vielen Jahren), wusste aber nicht, was Episteln eigentlich sind. Deshalb freute ich mich ├╝ber Dein Beispiel.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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