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Leselupe.de > Science Fiction
Fragmente und Reste
Eingestellt am 17. 05. 2002 08:51


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Bernd
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Der Planet zeigte sich von seiner gef├Ąhrlichen Seite. Er spiegelte den Raumfahrern sch├Âne Frauen vor, in die sie sich verliebten, da diese nicht nur sch├Ân, sondern auch klug waren. Nach der Landung wurde das Raumschiff vom Planeten verspeist. Der Planet zog es in seinen Magen und zersetzte es. Nie hat jemand die Ursache des Verschwindens der Raumschiffe in diesem Gebiet kl├Ąren k├Ânnen.

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Im Raum gibt es eine weitere Falle. N├Ąhert man sich ihr, so wird man von der Umgebung isoliert und in die Einzelteile, Atome und Elementarteilchen zerlegt. Um die Raumschiffe aus der Galaxis anzulocken, spiegelt die Falle den Wissenschaftlern die M├Âglichkeit zur Entdeckung neuer Naturgesetze vor.

---

Auf diesem Planeten leben vernunftbegabte Pflanzen. Sie nahmen bereits Kontakt auf zu vielen Zivilisationen. Aber dann begann sich die Klasse Mammalia zu entwickeln. In dieser entstanden nach z├Ąhem Ringen mit den Gewalten der Natur die Affen und sp├Ąter die Menschen. Diese bauten aus den B├Ąumen H├╝tten und w├Ąrmten sich am Holzfeuer im Winter. Sie sammelten Fr├╝chte und die M├Ąnner schenkten ihren Frauen Blumen. Bald verstanden es die Menschen, Salate zu z├╝chten und Kohl zu kochen.

---

Die Expedition untersuchte den Aufbau der Sterne. Dem Leiter, Chris.T.I.Ane gefiel besonders Algol im Sternbild Perseus. Um zu der wundersch├Ânen Doppelsternkonfiguration zu gelangen, verbrauchte er den gesamten Treibstoff seines Raumschiffes. Gl├╝cklicherweise fand er eine Treibstoffstation im vierten Quadranten, welche die Verejer, seltsame Wesen mit zwei K├Âpfen und 16 symmetrisch angeordneten H├Ąnden, f├╝r Schiffbr├╝chige bereitgestellt hatten.

---

La├č mich allein in der Milchstra├če wohnen,
Susi ging heim zu den Sternen heut nacht,
wie hat sie gestern noch lieblich gelacht,
heute sind ├╝brig nur ihre Photonen.

---

Eines Tages landete ein Raumschiff auf der Erde im Durcheinander einer Baustelle. Wegen der starken tektonischen Schwankungen, welche die Instrumente der Sonde registrierten, mu├čten die Ank├Âmmlinge wieder starten. So kam es auch diesmal nicht zum Kontakt fremder Zivilisationen mit der Menschheit.

(Reste aus dem KOMA - Sonderheft 24(2113), S.28ff. CETI-Verlag Venus und Merkur, der Text wurde rekonstruiert mit dem schnellen mainframe - Computer SKR SM64000)

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Ein Meteorit hatte den linken Steuerraum des Photonenraumschiffes zerst├Ârt. Jahrmillionen vergingen, ehe es schlie├člich im Meteoriteng├╝rtel zwischen Mars und Jupiter von Forschern der jungen irdischen Zivilisation entdeckt wurde. Leider gelang bisher die Dechiffrierung der auf den Magnetsteinen gefundenen Signale nicht.


(Aus: A. Beta: "Die Zivilisationen der Untergruppe B3", Diss. 11977, Sirius, Gagarin-Poliversit├Ąt, S. 55)

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" Die Landung verlief normal. Wir fanden kein Leben auf diesem Planeten, einer Steinw├╝ste im Raum. Nur einige l├Ąngst verlassene Automatenstationen standen herum. Der Kommandant versuchte, herauszufinden, ob diese von den Landerern stammten. Aber es waren nur uralte Forschungsstationen, deren Produktion in der Zwischenzeit ausgelaufen war. Die kleine, leicht verbeulte R├Âhre aus unbekanntem Material neben dem Eingang der verlassenen Hauptstation beachtete niemand."

(KOMA - Sonderheft 24(2113)12, S.34ff.,
CETI - Verlag, Venus und Merkur)

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" Das Wasser des Planeten verdunstete immer rascher. Um das ├ťberleben der Bev├Âlkerung zu sichern, wurden an den Polen gro├če Eisw├╝rfel gestapelt und ├╝ber den gesamten Planeten ein Netz von Kan├Ąlen errichtet. Diese wurden unmittelbar darauf aus strategischen Gr├╝nden getarnt. Ein Astronom des Vierten Planeten beobachtete durch sein Fernrohr den Bau der Kan├Ąle auf dem Nachbarplaneten. Sp├Ąter traten die Zivilisationen beider Himmelsk├Ârper in enge, gutnachbarliche Beziehungen und tauschten Botschafter aus."

(Aus: A.Beta : "Die Zivilisationen der Untergruppe B3", Diss., 11977, Sirius, Gagarin - Poliversit├Ąt, S. 50)

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"Ein Raumanker hatte der Belastung nicht standgehalten und war gerissen. Die fr├╝her m├╝hevoll aufrechterhaltene euklidische Struktur verlor seit dieser Zeit immer mehr an Bedeutung."

(Aus : J. Baldwin, E.V. Mach, V.A.Lo: "Die Relativit├Ąt der Ordnung", Bannmeierverlag,
Frankfurt, Dresden, Ceres, 2002, 3. Aufl. 2045, S.234)

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"There was a big monster eating all men on earth.
Some hunters came and shot him down."

Journal of Spiritists, 5,12(1997, Reprint 2097), S.7


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dan
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hi bernd!

sehr unterhaltsam - leider nur bruchst├╝cke.
sind das sachen, die nicht (mehr) in eine geschichte gepasst haben, oder einfach nur blitzeinf├Ąlle? (davon hab ich auch viele, kann aber die wenigsten kombinieren und was sinnvolles draus formen)


gr├╝├če dan
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Bernd
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Lieber Dan,

es sind tats├Ąchlich nur Bruchst├╝cke.

Ich hatte mal eine Mappe, darin hatte ich Kopien von Zitaten verschiedener Werke, die in der DDR aber nicht erschienen waren.

Diese hatten etwa den gleichen Umfang und die gleiche Form, wenn auch einen anderen Inhalt.

Diese fragmentarische Form hat mir gefallen.

Das wurde sp├Ąter best├Ąrkt, als ich die B├╝cher von Vonnegut las, in denen ebenfalls fragmentarische Ausschnitte und Inhaltsangaben zu finden sind. (z.B in „Fr├╝hst├╝ck f├╝r starke M├Ąnner“ oder auch in „Schlachthof f├╝nf oder der Kinderkreuzzug“ - mit zahlreichen Zitaten des fiktiven Schriftstellers Kilgoure Trout.)

Ich betrachte es als eigenst├Ąndige Kulturform.

(Man k├Ânnte es noch erweitern um Tagebuchnotizen, oder um Eintr├Ąge, die Sch├╝ler beim Abschreiben des Tafelbildes anfertigten. Oder so.)

Die Fragmente sind kleine Schnipsel aus verschiedensten Informationsquellen. (Die ich nat├╝rlich auch erfunden habe, die Quellenangaben sind zwar vollst├Ąndig, aber fiktiv.)

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dan
Wird mal Schriftsteller
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hallo!

hast du 'otherland' von tad williams gelesen? vor dem beginn jedes kapitels kommt eine kurzmitteilung aus den 'fiktiven' nachrichten, was so in der welt geschieht. da verh├Ąlt es sich also ├Ąhnlich


ciao dan
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flammarion
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oh,

wie schade, da├č das nur fragmente sind. jedes einzelne w├Ąre wert, eine geschichte oder gar einen roman herzugeben. ganz lieb gr├╝├čt
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Old Icke

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Bernd
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Ja, es gibt viel mehr nicht geschriebene Romane, als geschriebene. die Fragmente sind die Spitze eines der Eisberge.

'otherland' von Tad Williams kenne ich leider nicht.

Viele Gr├╝├če von Bernd
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Bernd
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Erdfahrer

W├Ąhrend der Regen fiel, kam es zu einem Stromausfall.
Im Dunkeln wurden die Aliens von Ameisen gebissen.
Es juckte so schlimm, dass sie sich nicht zum Raumschiff zur├╝ckfanden. Das Raumschiff l├Âste daraufhin die Selbstzerst├Ârungssequenz aus.
Am n├Ąchsten Morgen gingen sie ├╝ber eine Lichtung.
Da war ein Apfelbaum.
"Ihr k├Ânnt davon essen!", sagte der Analysator.
Sie a├čen und tranken von einer in der N├Ąhe wallenden Quelle.
An einem Baum flatterte ein Wissensband. "Holt es herunter!", sagte der Analysator. Doch es gelang nicht.
Als der Ank├Âmmling hochklettern wollte, geriet der Baum ins Rutschen.
Die beiden Erdfahrer kamen gerade noch mit dem Leben davon.

"Du bist ja ganz nackt!", rief die junge Erdfahrerin.

Und so gingen sie ├╝ber die Erde.

Der Kommunikator aber fauchte: "Warum habt ihr nicht gewartet? Der Analysator hat eine Disfunktion. Er hat Euch verf├╝hrt, den Wacklichen Baum zu besteigen. Und jetzt m├╝sst ihr hierbleiben. Doch Ihr werdet fruchtbar sein, so also seid unbesorgt. Doch d├╝rft ihr mich nur selten einschalten, meine Energie geht zu Neige ..."
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