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Leselupe.de > Science Fiction
Francis liebt Cindy (SF-KG)
Eingestellt am 29. 05. 2005 20:41


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ritch
Wird mal Schriftsteller
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Francis liebt Cindy
©2005 R. „ritch“ Funke – Arbeitstitel: „C-462198 – stumme Insel des Glücks“ Beta III (20.06.2005)

Mechotron.
„Verehrte Reisende, geschätzte Kunden“, erklang die Stimme des Kapitäns aus den Bordlautsprechern, „bitte legen Sie die Sicherheitsgurte an. Unser Schiff wird in wenigen Minuten in die Atmosphäre eintauchen. Mechotron Inc. wünscht Ihnen einen angenehmen Aufenthalt.“
Francis schaute aus dem Kabinenfenster, doch konnte den Anblick des blauen Planeten nicht genießen. Neben ihm saß eine bezaubernde Frau – Cindy – seine Cindy. Seine Gefühlswelt glich einer Achterbahn. Er griff nach ihrer Hand. Sie lächelte, wie sie es immer tat, wenn er sie berührte. Francis begann an der Richtigkeit seines Vorhabens zu zweifeln ...

***
Zuvor.
Breathless-21 war ein staubtrockener Wüstenplanet. Der Sauerstoffgehalt hätte in den Tälern höchstens Extrembergsteigern ein kurzes Überleben gesichert. Die Durchschnittstemperatur schwankte zwischen minus und plus fünfundsiebzig Grad. In den Nächten brannte der Himmel in den Farben schwefliger Nordlichter und die dünne Ionosphäre war wehrlos gegen das tägliche Strahlungsbombardement der nahen Sonnen.
Breathless-21 war Francis’ Auftrag, eine Lebensaufgabe für einen Humanoiden - eine feindliche Welt, in der er unter einer Bleiglaskuppel lebte, um den Planeten zu terraformen. Frachter landeten im Stundentakt und montierten CO2- und Ozon-Fabriken, um die Atmosphäre zu verdichten. Über die Pole zogen die Strahlen der Reflexionen riesiger Spiegel, die aus der Umlaufbahn den Permafrost zum Schmelzen brachten. Francis protokollierte den Zuwachs der Atmosphärendichte und schaute auf die Anzeigen der Seismographen, die niemals stillstanden. „Achtzig Jahre“, hatte Francis’ Chef gesagt, „dann gehört der tote Stein uns und bietet Platz für Milliarden Siedler.“
Francis, der Terraformer, war ehrgeiziger – er wollte dieses Ziel noch zu Lebzeiten erreichen.
Doch irgendwann verschwand sein Interesse an den nächtlichen Naturschauspielen und die Einsamkeit holte ihn ein. Die Wüste war still – kein Laut drang an sein Ohr. Und kein Wesen wäre bereit gewesen, seine Einsamkeit zu teilen. So blätterte er in den Produktionskatalogen der Mechotron Inc. Sie versprachen die perfekte Partnerin – Haut-, Augen-, Haarfarbe, Gewicht, Größe, Maße und Intelligenz nach persönlichen Wünschen.
Eines Tages hatte die Stille jenen Punkt erreicht, da Francis ein Model mit der Bezeichnung ‚Cindy’ bestellte ...

Cindy wurde zusammen mit einem Austauschmodul für die geo-thermische Erfassung geliefert. Sie war eine Box mit der Frachtnummer C-462198. Francis brachte das Paket in den Kontrollraum und ließ es dort stehen. Das Paket an sich, so dachte er, verspricht vielleicht mehr Spannung als der Inhalt. Dennoch studierte er jede Nacht die Bedienungsanleitung. „Ein C-Typ braucht keine Nahrung und auch keine Energiezufuhr – ihr Herz ist das Wunder der kalten Fusion. Model Cindy erfüllt alle Wünsche, ob im Haushalt, bei anspruchsvoller Kommunikation oder als Begleiterin für Geschäftsmeetings. Wir offerieren eine lebenslange Garantiezeit auf all unsere Produkte.“
Eine Haushaltshilfe brauchte Francis nicht und eine Vorzeigebegleiterin schon gar nicht. Aber Kommunikation brauchte er – vielleicht dringender als jeder andere Mensch. Er entschied sich, das Paket zu entblättern.

Cindy war der Traum einer Frau. Makelloses Äußeres, abgestimmt auf die individuellen Vorlieben zahlungskräftiger Kunden. Sie öffnete ihre grasgrünen Augen und schmunzelte ohne Scham, als er ihr einen Overall reichte, um ihre Blöße zu bekleiden. Sie sagte weder ‚Hallo’ noch ‚Wie geht es dir’, sondern lächelte Francis nur an – bezaubernd schön – ohne Worte. Francis überprüfte die Bedienungsanleitung und suchte nach einem Hinweis, um ihre verbale Kommunikation zu aktivieren – vergeblich – nicht der geringste Laut entwich ihren wohlgeformten Lippen.
Eine Farce, dachte er, sie haben mir ein Wesen geschickt, das nicht sprechen kann – für eine Welt, in der es keine Geräusche gibt.
Im Haushalt war Cindy nicht zu gebrauchen. Sie verschüttete den Morgenkaffee - und lächelte dabei. Mit Maschinen und Computern kam sie auch nicht klar. Das Linkische schien ihr einprogrammiert. Sie machte alles kaputt, wie ein Kind, das nichts dafür kann. Dabei schaute sie Francis mit dem Blick eines Wesens an, dem man nicht böse sein konnte. Eine Form des technischen Autismus, vermutete Francis. Nachts saß sie neben ihm und beobachtete die seismographischen Kurven. Ihre Augen schienen wie gebannt an den Ausschlägen zu kleben. Francis bemerkte ihr seltsames Interesse für analytische Geophysik. Er sprach mit ihr, doch sie antwortete nicht – sie lächelte nur, bezaubernd schön. Dann stand sie auf und ging zur Atmosphärenschleuse.
Cindy gab den Öffnungscode ein und schritt in die geo-thermische Hölle der Außenwelt, ohne Schutzanzug. Sie lief barfuss über den frostigen Boden und atmete ein pures CO2-Schwefelgemisch. Francis schlug gegen die Mehrfachverglasung und rief ihr zu – doch Cindy hörte ihn nicht. Die Sonnen tauchten hinter dem Horizont auf, das Eis verdampfte und die Oberfläche begann zu brennen. Cindy streckte die Handflächen aus und schien jene Wärme und Strahlung zu genießen, die jeden Humanoiden innerhalb weniger Minuten töten würde. Sie zwinkerte und winkte Francis zu: Komm, flüsterte ihre Geste in seinen Geist. Francis sprang geradezu in den Schutzanzug und stürmte zur Schleuse in die Außenwelt. Als er Cindy erreichte, deutete sie mit dem Finger auf ihr Ohr. Sie wollte ihm etwas mitteilen aus einer anderen Welt der Wahrnehmung. Geräusche aus dem Inneren der Erde – oder aus ihrem eigenen Inneren. Sie fasste ihn bei den Händen und begann zu tanzen – sie tanzten, bis die Sonnen untergingen. Als die Temperatur den Nullpunkt erreichte und die nahen Fabriken tonnenweise Sauerstoff in die Atmosphäre pumpten, nahm Francis den Schutzhelm ab, um Cindys Geräusche zu hören. Er hielt den Atem an und bedeckte die Augen mit den Händen. Sein Brustkorb schwoll an und das Blut begann zu kochen. Es schmerzte ihn, doch dann vernahm er den Gesang der Wüste. Die Empfindung durchdringender Thetawellen kam aus dem Kern des Planeten und ließen die oberste Sandschicht erschwingen. Die Körner tanzten im Rhythmus des Impulses.
„Der Stein lebt“, stieß Francis röchelnd hervor. Der Puls der Unterwelt sandte numerische Schwingungen aus – 2, 3, 5, 7, 11 ... Primzahlen in aufsteigender Folge. „Der Stein denkt“, fügte Francis an. Er nahm die Hände von den Augen und blinzelte zu Cindy. Der Druck war schier unerträglich. Cindy nickte, schloss seinen Helm und führte Francis in Richtung Schleuse. Sie verstand ihn – sie hörte, aber konnte nicht reden. Anschließend brühte sie einen Kaffee, verschüttete ihn auf halbem Weg und lächelte voller Unschuld.

***
Mechotron.
Am Stand der Reklamation grüßte ein Roboter, dessen Torso keinerlei humanoide Eigenschaften besaß. „Sir, Sie möchten Ihre Ware reklamieren?“
Francis deutete auf Cindy. „Meine Begleiterin besitzt keine verbale Kommunikation.“
Der Roboter scannte ihren ID-Chip und verglich die Daten mit dem Frachtschein. „Kein Problem. Mechotron Inc. erfüllt alle Kundenwünsche.“ Er wandte sich an Cindy und übermittelte ihr einen Befehl im Gigahertzband der Wide-Broadcast-Communication.
Cindy bestieg ein Fließband, welches sich sanft in Bewegung setzte. In der Ferne drehte sie sich noch einmal um. In ihrem Ausdruck lag Traurigkeit – sie lächelte nicht mehr. Francis winkte ihr entrückt nach.
„Was geschieht nun mit ihr?“, fragte er einen Mechotron-Angestellten.
„Das Problem scheint eine fehlerhafte Matrix zu sein. Die Reparatur der Zentraleinheit lohnt sich nicht. Wir werden C-462198 komplett verschrotten. Sie bekommen natürlich eine neue Cindy.“
Eine neue Cindy?, dachte Francis, senkte langsam den Arm und wandte sich ab, während der Angestellte weiter von den technischen Errungenschaften und der Kundenfreundlichkeit seines Konzerns schwafelte. Francis musste nicht lange überlegen. Aus der Drehung sprang er aufs Fließband und rannte ihr nach. Ich muss verrückt sein, dachte er, sie ist doch nur eine Maschine ... in der all meine Ersparnisse stecken.
„Sie verlieren Ihre Garantieansprüche, wenn Sie Mangelware akzeptieren, Sir!“, rief ein Mitarbeiter und stoppte das Band. Francis fasste die Androidin bei den Schultern, drehte sie herum und umarmte sie. „Du bist vielleicht nicht perfekt – ich bin auch nicht perfekt. Aber ich liebe dich und will keine andere Cindy und auch sonst kein anderes Wesen um mich haben.“
Sie lächelte und küsste ihn. Ihre künstliche Emotion schien echt zu sein. Sie öffnete die Lippen und versuchte sich vergeblich verbal zu artikulieren.
Er unterbrach ihren Versuch und flüsterte: „Wahre Liebe bedarf vielleicht keiner Worte. Komm, lass uns heim fliegen ... auf unsere Insel des Glücks.“

***

Viele Jahre später.
Ein durchdringender Alarm riss Francis aus den Träumen an ein biologisches Paradies. Er war alt geworden an der Seite seiner ewigjungen Androidin. Die Luke neben dem Bett entließ ein Atemgerät und Francis legte die Maske mit zittrigen Fingern an. Dann sprang er auf und hastete zur Schleuse.
Es war kein Fehlalarm – die Schleuse stand offen. Ach, Cindy, dachte er, du wirst mich noch eines Tages umbringen mit deinen Ausflügen. Was suchst du nur dort draußen?
Francis schaute hinaus. Die Luft war angenehm kühl für diese Tageszeit und weiße Wolken zogen durch einen stahlblauen Himmel. Blau, dachte er, Wolken ... Wasser! Er überprüfte die Barometer und Atmosphärenzusammensetzung – immer und immer wieder, da er den Anzeigewerten nicht glauben wollte. Vorsichtig nahm Francis die Maske ab und atmete. Ein Aroma hing in der Luft – zum Teil bekannt, Kaffee - zum anderen exotisch. „Der Planet ist umgekippt“, rief er, “die Sättigung ist erreicht. Heureka, es ist vollbracht!“
„Gu-ten mor-gen“, erklang eine Stimme aus Richtung des Kantinenraums. Francis wirbelte erschrocken herum, denn er hatte seit Jahrzehnten keine andere Stimme außer der eigenen vernommen.
Cindy stand im Rahmen. In der Rechten hielt sie einen Becher, randvoll, doch ihre perfekte Motorik hatte ihn unter Kontrolle. Mechotron hatte sich in der Diagnose geirrt – es war nur eine Frage der Zeit, bis sich ihre Matrix eigenständig reformierte – der technische Autismus schien überwunden. In der anderen Hand befand sich ein exotisches Gewächs, dessen Lapislazulikelch einen betörenden Duft versprühte.
„Blu – me“, sagte Cindy, „von draußen. Der Stein lebt ... Kaffee, Francis?“
Francis setzte sich an den Tisch, nippte vorsichtig am Becherrand und verschüttete mit zittrigen Händen einiges. „Siehst du, Cindy, ich bin nicht perfekt. Nun erzähle mir bitte deine einst verborgenen Gedanken und alles, was du über diesen Planeten weißt ...“
„Cindy liebt Francis“, begann sie mit bezauberndem Lächeln, „und dieser Planet ist nicht das, wofür du ihn hältst ...“
Während im Kontrollraum die Seismographen tickerten: 2, 3, 5, 7, 11 ..., fügte sie leise an: „ ...es ist das verlorengeglaubte Paradies, Francis.“




Dieser Beitrag wurde bereits an anderer Stelle veröffentlich und wird von mir nun in letzter Überarbeitung für einen SF-Wettbewerb vorbereitet. Als Newbie in dieser Liste würde ich mich über Kommentare freuen. :-)

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jon
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Ich habe lange ĂĽberlegt, was mir so ein massiv ungutes GefĂĽhl bei dieser Geschichte gab. Jetzt hab ichs: Der Schluss ist zu fett.

Nun gut: Liebesgeschichten mit Robotern sind nicht neu – aber was soll's. Auch dass ich nicht richtig verstehe, was die Entdeckung, dass der Stein lebt, der Geschichte bringt (außer ein paar Fragen zur Wirkung des Plots), ist nicht wirklich belastend. Sondern dass du nach dem "romantischen Ende" noch mal ein extra-Kitsch-Roman-Kapitel dran hängst. Das ist (außer, dass es in seiner Glaubwürdigkeit durchaus hinterfragbar ist) einfach zu viel "des Guten". (Auch warum das "der Stein lebt" noch mal zitiert wird, versteh ich nicht. Soll das den Spross erklären? Tut es nicht, glaub mir.)

Mein Tipp: Streich diesen Absatz einfach (, er fĂĽhlt sich auch in seiner Zeitstruktur zu sperrig an.)
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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dan
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hi und willkommen auf der lupe!

ich finde deinen text gelungen - ähnliche motive einer liebesgeschichte gab es schon bei asimov und zählen wohl zu den klassikern der science fiction.
der letzte absatz ist wirklich ĂĽberflĂĽssig, da gebe ich jon recht. (das cindy auf das grab kippt, finde ich allerdings ok).

gegen das ende habe ich nichts einzuwenden! was mir vorher aber fehlt: warum werden cindys gedanken denn nicht öfter beschrieben?

einige anmerkungen:
da ich hard science fiction lese, bin ich bei mathematisch-physikalischen dingen sehr penibel (als naturwissenschaftler sowieso)!

dein schreibstil gefällt mir.
das physikalische phänomen des unterdrucks wollte ich eigentlich nicht erläutern, es muss aber sein: ES GIBT KEINEN UNTERDRUCK der etwas ZIEHT! drucke drücken, pressen, quetschen. der HÖHERE druck im körper veranlasst eine ausdehnung des brustkorbs, nicht der niedrigere luftdruck!

das wort 'terraformieren' gibt es nicht. terraformung, terraformen. ist so konvention in der SF.

*** Francis verbrachte das Paket in den Kontrollraum und lieĂź es dort stehen. ***
pakete werden gebracht oder verfrachtet. zeit wird verbracht!

***Sie öffnete ihre grasgrünen Augen und schmunzelte ohne Scham, als er ihr einen Overall reichte, um ihre Blöße zu umkleiden.***
bekleiden hört sich besser an. hat ja nix mit umkleide zu tun.

***Der Puls der Unterwelt sandte periodische Schwingungen aus – 1, 3, 5, 7, 11 ... Primzahlen in stetiger Periode.***

1) '1' ist keine primzahl!
2) du hast die primzahl '2' vergessen!
3) primzahlen haben KEINE PERIODE, nichts wäre leichter als primzahlen zu berechnen, wenn sie eine periode hätten! ist aber leider nicht so.


liebe grĂĽĂźe dan

__________________
(c) by dan

ein gutes buch genĂĽgt

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MarleneGeselle
???
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Kleinigkeiten

Hallo ritch,

nur noch ein paar Kleinigkeiten zu deiner Geschichte:

Die Sache mit den Atombomben würde ich fort lassen. Der Normalbürger denkt dabei an Plutonium und 10.000 Jahre Halbwertszeit. Da würde ich später einmal nicht hinziehen wollen.

Cindy benötigt keine Energiezufuhr. Wie funktioniert sie denn? Wie muss man sich die nötige Energie für Bewegung, Sprache, Körpertemperatur usw. vorstellen? Ein Perpetuum Mobile?

Den letzten Teil würde ich auch fortlassen. Das Happy End ist doch schon längst da.

GrĂĽĂźe
Marlene
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Es werde Geist!

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ritch
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Geschätzte Rezensenten

Danke für euer Feedback. „Leider“, so muss ich gestehen, sah die bisherige Mehrheit der BetaleserInnen den letzten Textabschnitt als ähnlich überflüssig an. Leider deshalb, da sich der Autor in seiner Textverliebtheit nur ungern davon trennen möchte. Aber was sein muss, muss halt sein, denn schließlich möchte ich für Menschen und nicht für die Schublade schreiben. Ich werde nun versuchen, die exaltierte Romantik ein wenig zurück zu schrauben. Eine komplette Streichung würde der „Aussage“ des Gesamten allerdings nicht entsprechen: Auch Roboter sind fähig zu lieben – allerdings auf eine andere, seltsame Art. In diesem Fall ist es ein Produktionsfehler. Und in der Übertreibung hat es schon was von Krambambuli *g* - muss also nicht sein ...
Also was soll’s – weg damit.

Primzahlen: 2,3,5,7 ... sind natürlich nicht periodisch. Das war falsch ausgedrückt. „In steigender Folge“ wäre wohl korrekter. Danke für diesen Hinweis.

„Der Stein lebt“: Diese Eruptionen können Zufall sein. Francis wird es jedoch nicht mehr erleben, es herauszufinden. Am Ende „lebt der Stein“ wirklich, im übertragenen Sinne, als die ersten Pflanzen sprießen. Sein Lebenswerk ist somit erfüllt. (Deshalb fand ich es auch schade, den letzten Teil wegzulassen.)

Unterdruck: Ich dachte an die Mars-Szene in „Total Recall“. Dort wölbten sich Arnies Augen hervor.
Wenn das biophysikalisch inkorrekt sein sollte, dann werde ich es anders beschreiben. Z.B. „Sein Brustkorb schmerzte und das Blut fing an zu kochen.“

Atombomben: Das Problem ist: Wie sollte man die Polkappen in so kurzer Zeit zum Schmelzen bringen? Die Verseuchung findet nur lokal statt (In Hiroshima und Nagasaki leben heute auch wieder Menschen.) Eine naturfreundliche Alternative wären Sonnenreflektoren in der Umlaufbahn, die die Pole 24 Stunden lang bescheinen. Wäre das realistischer? „Nordlichter“ könnten es dann ja immer noch geben, allerdings natürlichen Ursprungs.

Cindys Energie: Ihr Herz ist „das Wunder der kalten Fusion“, will heißen: Sie besitzt einen eigenen Reaktor. Der „Brennstoff“ hält natürlich nicht „ewig“, aber zumindest über den Zeitraum der Garantiezeit, die mit der Lebenserwartung eines durchschnittlichen Kunden gleichgesetzt wird.

Parallelen zu Asimov bestehen wohl, da ich in meinem Buchregal keinen anderen SF-Autoren auĂźer Asimov habe. (Fandoom). Dieser Vergleich erfreut mich somit. :-)

Ăśberarbeitung folgt ...

BG
ritch

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dan
Wird mal Schriftsteller
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'unterdruck'

hi!

***
Unterdruck: Ich dachte an die Mars-Szene in „Total Recall“. Dort wölbten sich Arnies Augen hervor.
Wenn das biophysikalisch inkorrekt sein sollte, dann werde ich es anders beschreiben. Z.B. „Sein Brustkorb schmerzte und das Blut fing an zu kochen.“
***

wer denkt nicht sofort an diese klassische film-szene. prinzipiell ist klar, was du meinst - aber der schwache druck der atmosphäre 'zieht' nicht am auge (brustkorb), sondern der übermäßig hohe innendruck des auges (körpers) PRESST dieses nach außen. (der effekt bleibt der gleiche, ist dann aber korrekt beschrieben!)
du must den text also nicht radikal ändern ;-)

(das man dabei schmerzen hat, kann sich jeder vorstellen ;-) )

gruĂź

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