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Leselupe.de > Science Fiction
Frank's secret Embassy
Eingestellt am 23. 05. 2001 00:32


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Doc Sternau
Wird mal Schriftsteller
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Frank's Secret Embassy

Die T√ľr des B√ľros √∂ffnete sich und Constabler Odo machte sich auf, um f√ľr Ruhe und Ordnung zu sorgen. Er seufzte kurz und dachte zur√ľck an die Zeit der cardassianischen Besatzung, die vor wenigen Tagen fluchtartig geendet hatte. Nach dem ersten Siegestaumel, der nun wieder freien Bajoraner, entwickelte sich die ganze Angelegenheit zu einem sicherheitstechnischen Alptraum. Zu wenige Sicherheitsleute standen Odo zur Verf√ľgung, um im richtigen Ma√üe f√ľr Ruhe und Ordnung auf seiner Station sorgen zu k√∂nnen. War die Situation schon unter der cardassianischen Kontrolle schlimm gewesen, so war sie zur Zeit unertr√§glich. Nicht nur versuchte jeder irgend etwas, das er vielleicht gebrauchen k√∂nnte, wegzutragen, nein, Odos gr√∂√üte Plage war dieser stinkige kleine Ferengie namens Quark, der stets und st√§ndig die Nerven des Constablers strapazierte.
Gott sei Dank packte diese Landplage endlich die Koffer um von der Station zu verschwinden. Trotzdem hoffte Odo auf das baldige Eintreffen der Sternenflottenleute, von denen bisher erst einige Techniker und deren Chef, ein gewisser Miles O'Brien, ihre Arbeit auf der Station aufgenommen hatten.
Pl√∂tzlich erweckte etwas Odos Aufmerksamkeit. Am gegen√ľber liegenden Ende des Promenadendecks rottete sich ein Gruppe Bajoraner zusammen. Odo seufzte schwer, es war nicht das erste Mal in den letzten Tagen. Immer wieder versammelten sich Bajoraner, um irgendwelche Leute zu massakrieren, von denen sie glaubten, da√ü es sich um Kollaborateure handelte.
Eines dieser bedauernswerten Opfer war schon auf der Krankenstation gelandet und Odo hatte keine Lust es auf ein Weiteres ankommen zu lassen.
Mit gro√üen Schritten strebte er auf die Gruppe zu, neugierig was diesmal der Anla√ü f√ľr einen Lynchmob w√§re. Als Odo sich den Leuten n√§herte, stutzte er, irgend etwas stimmte hier nicht, statt einem w√ľtenden Mob sah er nur Leute die friedlich irgendwas in ihrer Mitte beobachteten und dabei des √∂fter zu einem Quergang in der oberen Etage, direkt √ľber sich blickten. Unweigerlich wanderte auch Odos Blick nach oben aber bis auf eine alte Blechb√ľchse, die wohl irgendwer dort hatte stehen lassen, konnte er nichts entdecken.
Dann bemerkte er, daß die Bajoraner noch etwas taten, sie schienen Wetten abzuschließen!
Dies war ein eindeutiger Verstoß gegen die Stationsvorschriften und Odo konnte sich auch schon denken auf wessen Konto dies ging. Und richtig, in der Mitte der Leute konnte er jetzt die kahlen Schädel der zwei Ferengies erkennen.
"Quark!" Odo rief den Barbesitzer an, dieser reagierte darauf jedoch nicht, scheinbar schien er vom Geschehen in der Menge fasziniert zu sein. Unter Protestgemurmel schob sich Odo durch die Menge nach vorn, bis er hinter Quark zu stehen kam.
Verbl√ľfft blieb der Constabler stehen, so etwas hatte er noch nie gesehen. In der Mitte der Leute war ein gut f√ľnf Meter gro√üer Kreis frei geblieben. In diesem stand ein Mensch mittleren Alters. Er trug einen ma√ügeschneiderten schwarzen Anzug, dessen Jacke er aber abgelegt hatte und den jetzt eine bildsch√∂ne Trill hielt. Der Mann war von mittlerem Wuchs und Odo erinnerte sich sofort daran, dieses Gesicht schon einmal gesehen zu haben. Nach einem kurzen Moment des Nachdenkens fiel es ihm wieder ein, es handelte sich um Frank Popow, dem Besitzer von "Frank's Secret Embassy" einem Kuriosit√§tenladen ganz in der N√§he.
Das Ungew√∂hnliche war nur, da√ü er im Moment auf einen Stock gest√ľtzt stand und nach zudenken schien.
Der Stock selbst war schon ungew√∂hnlich, fast konnte man ihn f√ľr eine Waffe halten.
An der oberen Seite befand sich ein Handgriff und an der unteren ein metallener Kopf in den eine 7 eingeprägt war.
Von Zeit zu Zeit richtete Popow sich auf und blickte zu der Blechb√ľchse auf der Ballustrade, dann musterte er die umliegenden W√§nde des Decks.
Odo reichte es, was auch immer der Mann tat, es st√∂rte den normalen Stationsbetrieb und das w√ľrde Odo schon zu unterbinden wissen.
Der Constabler trat auf den Mann zu: "Was machen sie hier?" ,Autorit√§t spr√ľhte aus seiner Stimme und seinem Auftreten.
Popow blickte ihn kurz irritiert an, dann murmelte er nur: "Berechnungen!" und wandte sich wieder um. Jetzt konnte Odo auch sehen, was der Mann am Boden immer wieder betrachtete, es war ein kleiner weißer Ball.
Der Sicherheitschef wurde jetzt langsam ungehalten, er hatte genug Arbeit in den letzten Tagen gehabt und w√ľrde wohl auch noch Einige haben. Er hatte absolut keine Lust sich jetzt mit diesem offensichtlichen St√∂renfried herum zu √§rgern.
"Entweder sie sagen mir jetzt, was sie hier tun oder ich nehme sie gleich mit und stecke sie in eine Zelle!"
Frank richtete sich wieder auf. Ein tiefer Atemzug begleitete seinen mehr als genervten Blick, dann knurrte er: "Ich spiele Golf!"
"Golf?" Odo hatte keine Ahnung was Golf war, noch wie man es spielte.
"Ja, Golf! Sehen sie Constabler, ich werde diesen kleinen Ball hier, mit meinem Schl√§ger so abspielen, da√ü er die B√ľchse dort oben trifft, diese von der Br√ľstung in den Eimer dort dr√ľben schie√üt und vor meinen F√ľ√üen wieder landet!"
Der Constabler lie√ü sich das ganze durch den Kopf gehen und besah sich die Sache. Der Mann wollte den Ball also so spielen, das er ein Ziel fast direkt √ľber ihm traf, dieses so wegkatapultierte, da√ü es in den f√ľnf Meter entfernten Recycler fiel und dann den Ball wieder vor seinen F√ľ√üen landen lassen.
Odo war sich sicher, dies war ein mehr als interessantes Problem.
Quark nutzte die Ablenkung des Constablers und schloß noch mehr Wetten ab, die Quote stand mittlerweile 1000:1 gegen Popow, niemand wollte auf ihn wetten!
Pl√∂tzlich trat ein weiterer Mensch in den Kreis der Zuschauer und dr√§ngte sich zu Quark durch: "10 Barren auf Popow!" Aufgeregtes Gemurmel ging durch die Zuschauer, war dieser dunkelh√§utige Mensch verr√ľckt? Popow sah kurz auf, als er die Stimme des Mannes h√∂rte und f√ľr einen kurzen Augenblick umspielte ein feines L√§cheln seinen Mund, dann versank es wieder in einem Ausdruck h√∂chster Konzentration. Die blonde Trillsch√∂nheit nickte dem Neuank√∂mmling kurz zu, √§nderte aber ihren finsteren Gesichtsausdruck nicht.
Odo wartete, es war ihm klar, da√ü er diese Versammlung aufl√∂sen m√ľ√üte, andererseits wenn die Leute hier standen und Popow zusahen konnten sie keinen Unfug anstellen!
Au√üerdem war es wirklich ein interessantes Problem und Odo war gespannt wie der Mensch es l√∂sen w√ľrde.
Dann war es soweit, beinahe unbemerkt von der Menge richtete sich Popow auf und nahm eine l√§ssige Stellung ein. Ein paar Probeschwinger mit seinem Schl√§ger lie√ü die Leute ein St√ľck zur√ľck weichen, keiner wollte das Metallst√ľck des Schl√§gers oder den Ball abbekommen.
Ein letzter Blick Franks √ľber die K√∂pfe der Menge hinweg, gefolgt von einem kurzen R√§uspern. Der Schl√§ger schwang in einer weiten Kurve nach oben und wieder nach unten, traf den Ball mit unglaublicher Wucht und lie√ü ihn davon schie√üen wie eine kleine Rakete.
Einem Querschl√§ger gleich prallte der Ball von den metallen W√§nden des Promenadendecks ab und durchquerte dieses vollst√§ndig. Mit einem lauten Schlag knallte er auf den Gong am Tempel der Propheten und raste auch schon wieder auf die Menge zu. Immer mehr gewann er an H√∂he, die Menge hielt den Atem an, w√ľrde der Schwung des Balles ausreichen, sollte der unm√∂glich scheinende Schlag gelingen? Ein letztes Mal prallte der Ball an eine Wand, es war die von Quarks Bar, dann pfiff er √ľber die K√∂pfe der Leute hinweg. Zielsicher traf er die B√ľchse. Ein lautes Scheppern war die Folge, als die B√ľchse, begleitet von den offenen M√ľndern der staunenden Menge, in hohem Bogen in die Recyclinganlage fiel. Ein leises Pobb verk√ľndete, da√ü auch der Ball gelandet war, direkt vor den F√ľ√üen seines Besitzers, unweit der Abschu√üstelle.
Jubel und Applaus brandete spontan auf, niemand hatte einen solchen Schlag f√ľr m√∂glich gehalten!
Niemand?
Einer schon, der dunkelh√§utige Mann schlug dem verduzten Quark auf die Schulter: "Wie mir scheint, schulden sie mir 10000 Barren Latinum!" Der verbl√ľffte Barbesitzer stammelte etwas, dann fiel er mit einem Plumpser auf seinen Hosenboden.
Aber nicht nur Quark war total √ľberrascht, auch Odo hatte einen solchen Schlag nicht f√ľr m√∂glich gehalten.
"Wie haben sie das gemacht?" Neugier stand in das halbfertige Gesicht Odos geschrieben.
Popow musterte ihn kurz, nach einem kurzen Augenblick meinte er nur: "Simple Analytische Geometrie!" ,als er das verwirrte Aussehen Odos bemerkte f√ľgte er hinzu: "Mathematik, alles nur eine Sache von Vektoren!" ,damit lie√ü er den Sicherheitschef der Station stehen, nahm der Trill sein Jackett mit den Worten: "Danke Ilena!" ab und verschwand in dem, am Ende des Promenadendecks gelegenen, Laden mit dem treffenden Namen ‚ÄöFrank's Secret Embassy'.

Etwas später saßen Frank, die blonde Trillfrau namens Ilena und der dunkelhäutige Mann an einem Tisch im hinteren Teil des Ladens.
Vor ihnen dampften gro√üe Tassen brasilianischen Kaffees, die den Raum mit einem starken w√ľrzigen Aroma f√ľllten. Keiner von ihnen konnte das Modegetr√§nk Ragdajino leiden und Replikatorkaffee schmeckte scheu√ülich, also erhielt Frank jeden Monat eine Luxuslieferung vakuumverpackten Kaffee von der Erde.
Die drei waren scheinbar in ein angeregtes Gespr√§ch vertieft, als die kleine silberne Bimmel der Eingangst√ľr l√§utete. Sofort verstummte das Gespr√§ch und drei Augenpaare richteten sich auf die T√ľr, um den potentiellen Kunden zu begutachten.
Constabler Odo schien sich nicht ganz wohl zu f√ľhlen in dem Laden, der wie eine Kreuzung aus Bibliothek und Museum wirkte. Zwei Drittel der W√§nde waren mit bis an die Decke reichenden B√ľcherregalen vollgestellt und der Raum zwischen ihnen wurde von drei langen Vitrinen beansprucht. Die einzige nicht verstellte Ecke des Raumes wurde durch den Kaffeetisch eingenommen.
"Constabler, wie kann ich ihnen helfen?" Franks Benehmen hatte sich vollkommen geändert, jetzt war er der zuvorkommende Geschäftsmann, keine Spur von Arroganz lag mehr in seiner Stimme.
Odo war nicht ganz sicher wie er beginnen sollte, deshalb sah er sich unschl√ľssig im Laden um, bis er etwas entdeckte, da√ü seine Aufmerksamkeit erregte. Mit zwei gro√üen Schritten war er an die Mittlere der drei Vitrinen heran getreten und blickte auf den l√§nglichen Gegenstand hinab.
"Was...?" Odo hatte kaum angefangen, als Popow schon neben ihm stand und ihn wissend ansah: "Sie interessieren sich f√ľr Wild West?"
"Ich verstehe nicht ganz?" der Sicherheitschef war sichtlich verwirrt, ‚ÄöWas war nun schon wieder Wild West?', die Menschen √ľberraschten ihn st√§ndig aufs Neue!
"Nun, sie sehen hier einen Nachbau der legend√§ren Silberb√ľchse Winnetous, so wie sie May sich seiner Zeit vorgestellt hat. Ein sehr kostbares St√ľck von 1967!"
Odo blickte noch einmal auf das silberbeschlagene Gewehr.
"Ich weiß nicht, so was muß doch total unpraktisch sein, mit den ganzen Nägeln!"
Popow zuckte nur mit den Schultern.
Der Sicherheitschef von DS9 wandte sich plötzlich zu Popow um, betrachtete ihn kurz und schien dann eine Entscheidung getroffen zu haben.
"Sie haben nicht vor die Station zu verlassen?" Odo wirkte beunruhigt.
"Die Station verlassen? Wieso sollte ich?"
"Es ist so, da√ü ein Gro√üteil der H√§ndler und Barbesitzer die Station verlassen wollen, sie f√ľrchten das mit dem Ende der cardassianischen Besatzung auch die guten Gesch√§fte zu Ende w√§ren!"
"Aber wie kommen die denn darauf? Die Cardies haben doch jedes Gesch√§ft kontrolliert, beschnitten und Provisionen kassiert! Au√üerdem habe ich so ein Gef√ľhl, da√ü dieser Sektor in n√§herer Zukunft stark an Bedeutung gewinnen wird."
Odo war √ľberrascht, Popow war der Erste, der nicht mit dem Gedanken spielte seine Koffer zu packen und wegzugehen.
"Wenn nur alle so denken w√ľrden wie sie, die Meisten warten nur noch auf ein Signal zum Aufbruch und ich glaube es wurde gerade gegeben!"
"Was meinen sie damit, welches Signal?" ,Popow spielte perfekt den Unwissenden, die Leute redeten lieber, wenn sie dachten das sie schlauer als andere wären.
Odo fuhr auch gleich fort:
"Ich meine diesen Ferengie, Quark, ich s√§he ihn lieber heute als morgen gehen aber, wenn er von der Station verschwindet werden viele andere nachziehen. Niemand bleibt an einem Ort den die Ferengie verlassen, sie wissen ja, Ferengies sind √ľberall dort, wo es ein Gesch√§ft zu machen gibt, kein Gesch√§ft - keine Ferengie!"
Popow verstand das Problem des Sicherheitschefs, die Station wurde zu einem großen Teil aus den Einnahmen durch Vermietung an Händler finanziert.
Sie war zwar als Erzraffinerie gebaut wurden, doch diese Aufgabe hatte sie nun endg√ľltig abgelegt. Die bajoranische Regierung hatte beschlossen sie zu einer Handels- und Begegnungsst√§tte umzubauen. Aber niemand w√ľrde handeln ohne die dazugeh√∂rigen H√§ndler!
"Ich verstehe ihr Problem Odo, aber wie kann ich ihnen dabei helfen?"
"Darauf schw√∂ren m√∂chte ich nicht, aber ich glaube, da√ü der Ferengie Angst davor hat einen Wetteinsatz bezahlen zu m√ľssen, den er nicht bezahlen kann!"
Odo blickte dem Dunkelhäutigen intensiv in die Augen, dann wandte er sich mit den Worten,:
"Ich hoffe sie haben verstanden was ich meine! Einen schönen Tag noch, sie wissen ja wo ich zu finden bin!", um und verließ den Laden.
Frank sah ihm einen Augenblick nach und meinte versonnen: "Nat√ľrlich habe ich verstanden Odo, ich werde mich darum k√ľmmern!"
Er kehrte an den Tisch zur√ľck, zwinkerte seinen Partnern kurz zu und trank einen Schluck seines Kaffees, der, dank der modernen Technik, immer noch sch√∂n hei√ü und aromatisch war.
"Giuseppe, ich denke, du solltest vielleicht mal mit dem Ferengie reden."
Der dunkelh√§utige Mensch blickte kurz von einem Datapad auf und nickte, bevor er in seiner typischen ruhigen Art sagte: "Daf√ľr haben wir die ganze Sache mit der Wette ja eingef√§delt! Ich denke mit Quark werden wir keine Probleme haben. Allerdings habe ich hier ein paar beunruhigende Nachrichten erhalten!"
Frank runzelte die Stirn, wenn Gius' sagte er habe beunruhigende Nachrichten, dann lag meist etwas sehr im Argen!
Der Italiener fuhr in seinen Ausf√ľhrungen fort: "Es scheint so, da√ü sich irgendwelche Parasiten im Sektor 5 des √§u√üeren Habitatringes eingenistet haben, sie versuchen die H√§ndler zu erpressen! Erst gestern ist wieder ein Mann spurlos verschwunden. Wenn wir nichts unternehmen herrscht hier bald Anarchie auf der Station!"
Das Alles war Popow nicht ganz unbekannt, seit einiger Zeit versuchte irgendeine zwielichtige Gestallt die Unterwelt auf der Station an sich zu rei√üen. Dadurch wurde er nat√ľrlich zu einem beachtlichen Dorn in Frank Popows Augen.
Niemand durfte seine anonyme Autorit√§t auf der Station untergraben! Zu lange hatte es gedauert, bis Popow s√§mtliche F√§den der illegalen Organisationen im bajoranisch-cardassianischen Raum in den H√§nden gehalten hatte. Er war der Mann hinter den Reihen, er sorgte daf√ľr, da√ü die Leute ihren Gesch√§ften nachgehen konnten, gegen ein kleines Entgeld versteht sich!
"Hast du eine Ahnung wer hinter diesen Attacken steckt?"
Gius sch√ľttelte den Kopf: "Es gibt in letzter Zeit zu viele seltsame Typen die hier rumh√§ngen! Es k√∂nnten einige der Brien sein, allerdings wissen die, da√ü die Station unter Kontrolle des Syndikats steht. Dann w√§ren da noch diese klingonischen Schwestern, Lursa und B'Thor, jedoch halte ich sie nicht f√ľr subtil genug."
Frank blickte auf: "Was uns zu Quark f√ľhrt, er ist zwar intelligent und hinterh√§ltig genug, aber er ist bekannt wie ein bunter Hund, er w√§re zu auff√§llig!"
Plötzlich machte sich die Trill bemerkbar: "Frank, was ist mit diesem Kerl, Mudd oder wie er hieß?"
Giuseppe wurde aufmerksam: "Mudd? James Tiberius Mudd III.?"
Die Trill nickte, wobei ihr weizenblondes Haar aufschimmerte.
"Ich denke der ist im romulanischen Raum verschollen?"
"Jetzt nicht mehr, es scheint als hätte er den Romulanern entkommen können! Wahrscheinlich verdankt er das einem Menschen namens Sternau, der lange im romulanischen Untergrund gelebt hat."
Giuseppe nagte an seiner Unterlippe w√§hrend er √ľberlegte: "Also ist der Urenkel von Harry Mudd wieder im Gesch√§ft?"
Frank sch√ľttelte den Kopf: "Harry war ein guter Gesch√§ftsmann, er hatte den richtigen Riecher und die dummdreiste Art f√ľr solche Gesch√§fte, sein Urenkel hat davon nichts geerbt. Er ist weder listig noch verschlagen oder sonst wie gesch√§ftst√ľchtig! Er hielt sich bis jetzt immer mit kleineren Betr√ľgereien √ľber Wasser. Ich kenne mindestens f√ľnf Syndikatsleute, denen er dabei so auf die F√ľ√üe getreten ist, da√ü er sich sehr in Acht nehmen muss, da√ü diese ihn nicht finden. Mudd ist nicht unser Mann, wenn er in diese Sache verwickelt ist, dann ist er nur ein kleiner Fisch von ganz unten!"
Die Trill blickte verwirrt: "Aber wenn wir alle Möglichkeiten ausgeschlossen haben..."
"...dann muss das Unmögliche die Lösung sein!" Popow schien einen Einfall zu haben.
"Was wäre, wenn es keiner der uns bekannten ‚Geschäftsleute' wäre?"
Die beiden blickten Popow gespannt an, wenn Frank in dieser Stimmung war, sollte er besser nicht gestört werden.
"Kann es nicht sein, daß einer der cardassianischen Systemlords versucht aus dem Zusammenbruch des Cardassianischen Reiches Profit zu machen?"
"Aber wer hätte die Mittel und den Nutzen, um eine Raumstation des Feindes zu kontrollieren?"
"Wenn du mich so fragst, nur einem Cardie w√ľrde eine solche Situation etwas bringen, Gul Dukat!"
"Dukat? Aber warum?" Gius' konnte Popow nicht folgen, Dukat war seit der Aufgabe der Station beim cardassianischen Oberkommando in Ungnade gefallen!
"√úberleg doch mal, wenn es Dukat gelingen sollte, die Station so in Unruhe zu versetzen, da√ü die F√∂derationsleute ein heilloses Chaos vorfinden, k√∂nnte er die ohnehin kaum bewaffnete Station in einem Handstreich zur√ľck erobern!"
"Aber wozu sollte er eine Station erobern, die er erst vor kurzem freiwillig aufgegeben hat?"
In diesem Moment räusperte sich die Trill, sie hielt ein Datapad in der Hand und meinte:
"Du hast heute noch nicht den ‚ÄöBajoran Inquirer' gelesen?" Gius' sch√ľttelte den Kopf.
Die Trill dr√ľckte kurz auf dem Pad etwas ein und schob es dann √ľber den Tisch.
Giuseppe warf einen Blick auf die √úberschrift des Artikels und war im Bilde, dort stand: "Gl√ľckliche Entdeckung - Riesige Titanerzfl√∂ze in der N√§he der
Mohorovicic - Diskontinuit√§t entdeckt!" als er weiterlas verstand er, warum Dukat daran interessiert sein k√∂nnte, Bajor zur√ľck zu erobern. Bajoranische Geologen hatten nahe der Moho - Diskontinuit√§t riesige Titaniumvorkommen entdeckt, deren Ausbeutung wohl sehr ertragreich sein d√ľrften. Leider stand den Bajoranern zur Zeit die entsprechende Tiefenbohrtechnik nicht zur Verf√ľgung, wodurch der Abbau wohl noch einige Jahre auf sich warten lassen w√ľrde.
Die Cardassianer besaßen diese Technik und ein Titaniumvorkommen in dieser Größenordnung lohnte den Abbau auf jeden Fall!
"Jetzt verstehe ich, die Cardassianer haben aus irgendeinem Grund ein sehr wertvolles Erzvorkommen √ľbersehen. Und Dukat versucht jetzt, dieses auszunutzen, um an seine alte Machtposition wieder heranzukommen."
Popow nickte, dann blickte er seine Gefährten an: "Passt auf, wir machen jetzt folgendes, Ilena, du gehst jetzt zu diesem Schneider..."

Die blonde Frau zog die bewundernden Blicke der gesamten m√§nnlichen Anwesenden des Promenadendecks auf sich. Ihre √ľberaus weiblichen Formen wurden von der enganliegenden schwarzen Lederkombination stark betont und mancher Mann war schon gegen ein Hindernis gelaufen, als er d√§mlich grinsend der blonden Sch√∂nheit hinterher gestarrt hatte.
Lange Haare, die die Farbe von reifem Weizen hatten, umspielten den Nacken der Frau und fielen dann √ľber ihre Schultern und den R√ľcken nach unten. Fast schien es, als h√§tte man die Frau mit Gold √ľbersch√ľttet, das dann in langen gl√§nzenden F√§den festgeworden war. Erst auf den zweiten Blick nahmen die meisten Leute die eigentlich auff√§llige Trillzeichnung war, die gleich einer T√§towierung, der Frau einen noch exotischeren Hauch gaben.
Dann hatte Ilena Walden den Laden des Schneiders Garak erreicht und mit einem Aufatmen der weiblichen Bevölkerung betrat sie diesen.
Der letzte Cardassianer der Station blickte √ľberrascht auf, seit Tagen wurde sein Gesch√§ft gemieden und schon zweimal war sein Schaufenster durch Steinbewurf zerst√∂rt wurden.
Als er aber sah wer ihn da aufsuchte, streifte er seine Angst ab und legte sein diensteifrigstes Gesicht auf.
"Miss Walden! Womit habe ich die Ehre ihrer Anwesenheit verdient?"
Lächelnd schritt Ilena auf den Schneider zu: "Oh, Mister Garak, ich habe da diese kleine Sache die sie sich vielleicht einmal ansehen sollten!"
"Was immer sie w√ľnschen Miss Walden, worum geht es denn?"
Ilena ging noch ein St√ľck n√§her, mit einem verschmitzten L√§cheln wandte sie Garak ihren R√ľcken zu: "Wenn sie sich vielleicht mal den Rei√üverschluss ansehen w√ľrden, er klemmt in letzter Zeit st√§ndig!" Ilena schob mit einer Hand ihre Haare beiseite und enth√ľllte so den Rei√üverschluss der Lederkombination.
Garak schluckte schwer, dann streckte er eine stark zitternde Hand aus und ergriff den Reißverschluss. Vorsichtig versuchte er ihn ein wenig zu öffnen, hätte ein Cardie rot werden können, so hätte Garak in diesem Moment einer Tomate kurz vor dem SuperGAU geglichen.
"Sie m√ľssen schon fester ziehen Garak, wie ich schon sagte, der Verschluss klemmt!"
Ein weiteres Mal h√ľpfte der Kehlkopf des Schneiders auf und ab. Das Blut rauschte ihm in den Ohren und sein sonst fabelhaft geschultes Geh√∂r nahm nicht den geringsten Laut war. Garak war blind f√ľr seine Umwelt, er sah nur noch diese aufreizenden Schultern und lang vergessen geglaubte Gef√ľhle stiegen in ihm hoch.
Pl√∂tzlich summte ein Alarmgeber auf, verwirrt blinzelte Garak bevor er sich erinnerte, was dieser Ton zu bedeuten hatte. Blitzschnell fuhr seine Hand an seinen G√ľrtel, zu sp√§t bemerkte er, da√ü dort schon lange kein Phaser mehr hing. Ein Schatten huschte durch Garaks Gesichtsfeld, eine Frau schrie und das Splittern von Glas hallte in seinen Ohren.
Dann, Schmerz, Dunkel, gesichtslose Leere.

Dr√∂hnen herrschte in seinem Kopf, diffuses Licht umgab ihn. Verzweifelt versuchte Garak an die Oberfl√§che zu kommen aber die Schlingpflanzen hatten seine Arme und Beine umfangen und hielten ihn unerbittlich unter Wasser! Garak strampelte um sich zu befreien, die Luft wurde knapp, lange w√ľrde er dies nicht mehr durchhalten! Dann rettende H√§nde die ihn ergriffen, ihn nach oben zogen.
"Wachen sie auf!" schmerzhaft prallte der Cardassianer zur√ľck auf den Boden, eine weitere Schramme bedeckte seinen K√∂rper. M√ľhsam √∂ffnete er die Augen, schnappte nach Luft, langsam kam er wieder zu Bewusstsein. Er versuchte sich aufzurichten und registrierte im selben Augenblick, da√ü er gefesselt war. Raues Lachen ert√∂nte und der Schneider versuchte den Kopf zu drehen, um zu sehen wer noch anwesend war.
Dicht neben ihm lag Ilena Walden, ebenfalls gefesselt und augenscheinlich ohne Bewusstsein aber ansonsten schien es ihr gut zu gehen. Garak atmete auf, nicht auszudenken wenn einer Kundin in seinem Laden etwas passiert wäre!
"Sind sie jetzt endlich munter Cardassianer?" eine tiefe Stimme von seiner rechten Seite, Garak wandte den Kopf. Zwei schwarz vermummte humanoide Gestallten blickten auf ihn herab und warteten auf ein Zeichen von Garak.
"Was wollen sie von uns?" Garak's sechster Sinn warnte ihn, das hier sah sehr schlecht aus!
"Von ihr wollen wir nichts, aber sie Garak sollten etwas f√ľr uns tun."
Garak blickte auf, "Was k√∂nnte ein Schneider wie ich f√ľr sie tun?"
Wieder lachten die beiden, dann beugte sich der eine pl√∂tzlich nach unten und riss den Cardassianer nach oben: "Jetzt pass ganz genau auf Cardie, wir haben euch schon lange √ľber und w√ľrden euch lieber heute als morgen fertig machen aber im Moment kannst du uns noch nutzen, also stell dich nicht so bl√∂d!"
Garak riss seine Augen auf: "Sie sind vom Marquis?!"
"Er begreift schnell nicht war? H√∂ren sie jetzt ganz genau zu ‚ÄöSchneider'! Wir wissen, da√ü Dukat versucht die Station wieder unter seine Kontrolle zu bringen aber das werden wir nicht zu lassen. Sie haben von jetzt an zwei Stunden Zeit, um ihre Kontakte aufzusuchen und in Erfahrung zu bringen, wer der Verbindungsmann Dukats hier auf der Station ist, sollten wir innerhalb dieser Frist nichts von ihnen h√∂ren oder wenn sie zur Sicherheit gehen, werden wir anfangen der s√ľ√üen Miss Walden die Finger abzuschneiden. Jede halbe Stunde einen, sie sollten sich also beeilen, wir wollen doch alle nicht, da√ü jemand verletzt wird!"
"Aber ich verstehe nicht, ich bin nur ein einfacher Schneider..."
"Wir wissen ganz genau wer und was sie sind und waren, Garak, also machen sie sich jetzt lieber an die Arbeit! Ach ja, wenn sie wissen wer unser Mann ist, kontaktieren sie uns hiermit." Der Vermummte steckte Garak ein metallenes Ger√§t in die Hosentasche, dann gab er dem Anderen einen Wink. Garak wurde geknebelt und bekam ein Tuch √ľber seine Augen, dann verschwamm die Welt erneut, das Tuch musste mit √Ąther getr√§nkt sein!

F√ľnf Minuten sp√§ter
Eine schwarz gekleidete Gestallt betrat eines der riesigen Frachtlager der Raumstation DS9, zielstrebig durchquerte er die leere Halle und hielt auf die gegen√ľber liegende Wand zu. Kurz bevor er sie erreichte zog er ein kleines seltsames kleines Ger√§t aus seiner Hosentasche und richtete es auf die Wand. Ein kurzer Impuls im Niederfrequenzbereich wurde abgestrahlt und ein Teil der Wand entwickelte verbl√ľffende Aktivit√§t. Kurze Zeit sp√§ter befand sich ein Mannsgro√üer Durchgang in der vorher makellosen Wand.
Der Mann trat durch die T√ľr, die sich sofort wieder schloss. Ein Griff und er zog die schwarze Wollmaske, die sein Gesicht verdeckt hatte herunter.
Giuseppe da Chore grinste schelmisch, als er Frank Popow und Ilena Walden musterte.
"Das hat ja bestens geklappt, wenn mich nicht alles t√§uscht, m√ľssten wir in kurzer Zeit Nachricht von einem gewissen ‚ÄöSchneider' erhalten!
"Und was ist wenn er sich nicht meldet?" Ilena schien etwas besorgt.
"Dann bist du wie durch ein Wunder entkommen und wir m√ľssen einen neuen Plan entwerfen aber keine Sorge, er wird sich melden, schlie√ülich ist er auch nur ein Mann!"

Garak betrat seinen Laden. Keinerlei Spuren des √úberfalls waren zu sehen, eines musste man diesen Leuten lassen, sie verstanden es einen Plan auszuf√ľhren. Nerv√∂s spielte Garak mit dem kleinen Kommunikator, den ihm die Fremden gegeben hatten. Ein solches Modell hatte er noch nie gesehen.
Garak dachte nach, sollte er tun was die Terroristen von ihm verlangten? Schlie√ülich waren es immerhin Feinde des Reiches! Andererseits hatte ihn das Reich auf verlorenem Posten zur√ľck gelassen und Dukat hatte er sowieso noch nie leiden k√∂nnen. Und wenn er daran dachte das der liebreizenden Miss Walden etwas passierte, nicht auszudenken!
Garak betrat ein Hinterzimmer seines Ladens, nachdem er die T√ľr verriegelt und das ‚ÄöGeschlossen' - Schild vorgeh√§ngt hatte.
Der alte Sessel knarrte als der Schneider seinen geschundenen Körper hinein fallen ließ. Wenige Handgriffe an gewissen Stellen seines Schreibtisches ließen eine kleine Klappe aufgehen. Dahinter wurde der Monitor einer Subraumkommunikationseinheit sichtbar.
Ein Tastendruck aktivierte eine Verbindung und nach wenigen Sekunden kam das Bestätigungssignal.
Garak blickte gespannt in den Monitor, auf dem der Kopf eines Cardassianers sichtbar wurde.
"Sie? Es wurde ihnen doch befohlen nicht hier anzurufen! Sind sie jetzt vollkommen verr√ľckt geworden? Ist die Verbindung abgeschirmt? Reden sie schon Mann!"
"Ich weiß aber es ist etwas passiert, was wir nicht eingeplant haben, es geht um Dukat..."
Garaks Gegen√ľber blickte interessiert auf.

Popows Kommunikator zirpte.
"Garak?"
Die Person am anderen Ende der Leitung räusperte sich, "Ja."
"Gut, sie haben sich also entschlossen zu kooperieren! Wie heißt mein Mann?"
"Sollten wir uns nicht irgendwo treffen und die √úbergabe der Geisel...?"
"Glauben sie nicht, da√ü ich dumm bin Mister! Unsere pers√∂nlichen Kontakte haben sich in einer Begegnung ersch√∂pft! Also, den Namen und ich versichere ihnen, da√ü Miss Walden in einer halben Stunde wohlbehalten zur√ľck ist!"
Garak zögerte, ‚Welche Garantie hatte er, daß die Terroristen ihr Wort hielten?'
Frank sp√ľrte die Unruhe des Schneiders: "Sie m√ľssen mir vertrauen Garak, anders wird es nicht funktionieren."
"Also gut, der Mann den sie suchen hält sich in Quartier B9 im Sektor 3 des Inneren Habitatringes auf, er heißt Sek Thardon. Sie sollten vorsichtig sein, es scheint das dieser Bajoraner ein langjähriger Kollaborateur ist, mein Informant meint, daß er sehr gefährlich ist!"
Frank erstarrte, als er den Namen des Mannes h√∂rte, Sek Thardon! Seit Jahren versuchte er diesen Bajoraner aufzusp√ľren, ohne Erfolg. Und jetzt sollte der M√∂rder seiner Eltern in greifbarer N√§he sein?
Kälte ergriff Franks Denken und Handeln.
"Danke Mister Garak, ich werde mich um alles weitere k√ľmmern!" Popow dr√ľckte auf den Kontakt des Kommunikators und unterbrach so die Verbindung.
"Ilena? Lauf nachher zu Garak und beruhige ihn, wir wollen doch nicht, daß er irgendwelche Dummheiten macht!"
Frank wandte sich um, es galt noch einige Vorbereitungen zu treffen.

Vorsichtig n√§herte sich eine Gestallt der T√ľr des Quartiers.
Eine dunkelgr√ľne Montur, die traditionelle Kleidung der Syndikatsattent√§ter, verh√ľllte die kr√§ftige Gestallt Frank Popows.
Sein Gesicht wurde von einer schwarzen Skimaske unkenntlich gemacht.
Unter dem √úberwurf auf seinem R√ľcken zeichnete sich der Umriss eines alten irdischen Rapiers ab, dessen Griff √ľber seine linke Schulter ragte. An seinem G√ľrtel hing auf der rechten Seite ein klingonischer Disruptor. In seinem Schulterhollster befand sich eine alte Heckler & Koch ‚ÄöDessert Eagle' des 20. Jahrhunderts.
Frank sah auf seine Uhr, inzwischen mussten Gius' und Ilena ihre Positionen in den Versorgungsschächten erreicht haben, es war Zeit!
Zwei kurze Piepser seines Kommunikators meldeten die Bereitschaft seiner Freunde, Frank signalisierte ebenfalls sein O.k..
Mit einem schnellen Griff hatte er die Abdeckung des T√ľrschlosses entfernt und presste einen kleinen elektronischen Dietrich gegen die T√ľrsteuerung.
Mit einem kurzen Zischen glitt das Schott auseinander und Frank hechtete in das Quartier. Eine kurze Rolle √ľber den Boden brachte ihn aus der direkten Schusslinie, in einer flie√üenden Bewegung zog er seinen Disruptor. Aus den Augenwinkeln sah er, wie die Deckel der Versorgungssch√§chte beiseite flogen und Ilena und Gius' in den Raum sprangen. Beide waren √§hnlich gekleidet wie Popow.
Eine seltsame Szene bot sich den drei Eindringlingen, der Raum war leer bis auf eine Matratze in der linken Ecke. In der Mitte des Raumes stand ein sichtlich √ľberraschter Bajoraner, dessen Allerweltsgesicht die Fremden musterte. Vor ihm standen der Bruder des Barbesitzers Rhom und dessen Sohn Nok.
Die Verwirrung Thardons währte nur Bruchteile einer Sekunde, dann erkannte er die Kleidung der Eindringlinge. Mit einem schnellen Griff hatte er den Sohn des Ferengies an sich gerissen und hielt ihn wie einen Schutzschild vor sich. Ein weiterer Griff und ein entsicherter Phaser lag in der Hand des Bajoraners.
"Mir scheint, daß ich ihren Sohn doch noch nicht freilassen kann Rhom! Dor, Celdar, Ruk, Eindringlinge!"
Rhom blickte gequ√§lt und stie√ü einen animalischen Heulton aus: "Bitte tun sie ihm nichts!" ein paar dicke Tr√§nen rollten √ľber das Gesicht des Ferengies, dann fiel er auf die Knie und war nur noch zu nervenzerfetzenden Heult√∂nen in der Lage.
Auf den Ruf ihres Anf√ľhrer st√ľrmten drei Bajoraner der √ľbelsten Sorte in den Raum. W√§hrend dessen n√§herte sich Thardon immer mehr dem Ausgang. Frank lie√ü ihn trotz der drei Kerle nicht aus den Augen, darauf hatte er beinahe sein gesamtes Leben gewartet!
Thardon durfte ihm einfach nicht entkommen!
Pl√∂tzlich stie√ü der Bajoraner den Jungen in Franks Richtung und hechtete durch die immer noch ge√∂ffnete T√ľr: "Schnappt sie euch!" dann war der Anf√ľhrer der Bande verschwunden.
Ohne zu z√∂gern sprangen die drei Schl√§ger auf die verduzten Kameraden los. Frank sprang √ľber den heulenden Ferengiejungen hinweg, er wollte nur noch hinter Thardon her!
Einer der Bajoraner packte ihn jedoch an seinem Überwurf und versuchte Popow aufzuhalten. Ohne zu zögern drehte sich Frank um und richtete seinen Disruptor auf den Angreifer, das Heulen einer Entladung ertönte und der Bajoraner wies ein hässliches Einschussloch auf seiner Stirn auf. Unglauben stand im Gesicht des Toten als er zusammenbrach.
Das scheu√üliche Knacken eines brechenden Genicks hallte durch den Raum, dann hatte sich auch Ilena ihres Angreifers entledigt. Frank sah nicht nach Gius', er rief nur: "R√§umt hier auf!" dann warf er den Disruptor beiseite, zog die ‚ÄöEagle' und st√ľrzte hinter dem fliehenden Anf√ľhrer her.
Die Jagd ging quer durch die Korridore des Habitatringes, immer n√§her kamen sie der Au√üenwand der Station, Frank ahnte was passieren w√ľrde, wenn Thardon diese erreichte. Aber das durfte er nicht zu lassen, der Mann durfte ihm nicht entkommen, die Jagd, die schon viel zu lange dauerte, sollte hier und heute ein Ende finden!
Und dennoch stand es schlecht f√ľr Frank, keine M√∂glichkeit auf einen sicheren Schuss bot sich an. Lautlos verfluchte er die kreisf√∂rmigen G√§nge der Station und die Leute die sich mit Angstgeweiteten Augen an die W√§nde der G√§nge pressten.
Frank wollte niemanden durch Querschläger verletzen.
Immer weiter jagten sie durch die Gänge der Station, immer näher kamen sie dem Außenring.
Dann schien sich eine Gelegenheit zu bieten, mit einem Ruck blieb Thardon stehen und richtete den Phaser auf den ihm entgegenkommenden Popow. Augenblicklich lie√ü sich Frank fallen und rollte zur Seite. Nur knapp entging er dem Phaserstrahl, stie√ü sich aber den Kopf an einer Gangverstrebung und blieb kurz benommen liegen. Als er Sekundenbruchteile sp√§ter wieder in den Gang sah, schrie er innerlich auf, ein Transporterfeld hatte den Fl√ľchtling erfasst. W√ľtend feuerte Frank mehrere Schuss auf das Transferfeld und die entmaterialisierende Person Thardons ab.
Die Kugeln wurden von dem Transporterfokus erfasst und begannen zu entmaterialisieren. Jedoch war ihre Geschwindigkeit viel zu groß und sie durchquerten das Transferfeld.
Dennoch vermochten sie etwas, was ein Energetischer Strahl nie gekonnt hätte, in ihrem halbmateriellen halbenergetischen Zustand wirbelten sie die Transportermaterie durcheinander und rissen Löcher in den Transferfokus.
Thardon w√ľrde den Transport zwar √ľberleben, allerdings w√ľrde er f√ľr immer gezeichnet sein! H√§ssliche gro√üe schwarzblaue Narben w√ľrden an den Aufschlagspunkten der Kugeln zur√ľckbleiben.

Später
Das diffuse Halbdunkel des Ladens wirkte beruhigend auf Franks aufgew√ľhlte Nerven. Ilena stellte ihm eine Tasse Kaffee auf den Tisch und strich ihm kurz √ľber die zerw√ľhlten Haare. Sie verstand Frank, fast h√§tte er seine lebenslange Jagd beendet, der M√∂rder von Franks Eltern war zum greifen nahe gewesen und ihm trotzdem entkommen.
Giuseppe da Chore betrat den abgedunkelten Raum, er blinzelte kurz, dann hatte er seine Gefährten am Tisch entdeckt.
"Ich habe diese Kerle entsorgt, daß Quartier sieht jetzt so aus, als wäre nie jemand dort gewesen."
Frank nickte kurz und brummte etwas Unverständliches.
Giuseppe schien noch etwas auf dem Herzen zu haben und Frank blickte ihn auffordernd an.
"Beim aufräumen des Quartiers habe ich das hier gefunden." Er hielt einen seltsamen milchigen Kristall in der Hand.
Frank betrachtete ihn interessiert und lie√ü ihn sich geben. Wenn nicht alles t√§uschte handelte es sich um Dilithium, nat√ľrlich gewachsenes und unglaublich rein! Vielleicht war dies eine Spur, wenn man herausfinden k√∂nnte wo es her stammte.
Aber f√ľr heute hatte er genug, er zuckte mit den Schultern und gab es Gius' zur√ľck: "Such einen sch√∂nen Platz in einer der Vitrinen, wir werden uns sp√§ter darum k√ľmmern."
Dann stand er auf, streifte sein Jackett ab und ergriff das in einer Ecke lehnende 7er Eisen. Ilena reichte ihm stumm einen kleinen weißen Ball, wobei ihre Hand kurz in der Franks ruhte, Trost spendete.
Frank verließ den Laden.

Am Abend
Die Unruhe hatte sich gelegt.
Berichte √ľber eine Schie√üerei im √§u√üeren Habitatring hatten sich als nicht best√§tigbar erwiesen. Das Einzige das Odo herausgefunden hatte war, da√ü Luftschleuse 6 eine Fehlfunktion gehabt hatte, bedauerlicherweise hatten sich drei Bajoraner darin befunden, sie hatten wohl auf die Ankunft des bajoranischen Kurierschiffes gewartet hatten. Ihre Leichen waren v√∂llig verst√ľmmelt und selbst Odo hatte bei ihrem Anblick w√ľrgen m√ľssen.
Einen maskierten Menschen hatte er auch nicht finden k√∂nnen, jedoch hielt er diese Geschichte f√ľr nicht ganz unglaubhaft, hatte doch tats√§chlich ein illegaler Transport von der Station zu einem vorbeifliegenden cardassianischen Frachter statt gefunden.
Wenigstens hatten sich die H√§ndler wieder beruhigt, Quark war auf einmal sehr zuvorkommend geworden. Aber Odo traute dem ganzen noch nicht so recht, instinktiv wusste er, mit dem Ferengie w√ľrde er noch Probleme bekommen!
Odo w√ľrde einen Bericht f√ľr den neuen F√∂derationscomander, der morgen erwartet wurde, schreiben. Major Kira w√ľrde er noch pers√∂nlich Bericht erstatten.
Die T√ľr des B√ľros √∂ffnete sich und Constabler Odo machte sich auf, um f√ľr Ruhe und Ordnung zu sorgen.

-Ende-
by Doc
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Templar
Hobbydichter
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Hmmm nicht schlecht, aber deine anderen Geschichten hier finde ich besser, Doc.
Der hier fehlt irgendwie das gewisse etwas (und wenn ich dir sagen k√∂nnte, was dieses gewisse etwas ist, dann w√§r das hier sogar ne richtige Kritik), die Handlung finde ich nicht besonders fesselnd, und das dieser Bajoraner der M√∂rder von Franks Eltern ist, kommt zu pl√∂tzlich und zu ...glatt. Da h√§tte ich mir ein wenig mehr Dramatik und Verwicklungen gew√ľnscht, dass Frank zB erst eine Weile nachforschen muss, bis er darauf kommt, dass Er den M√∂rder seiner Eltern direkt vor der Nase hat oder so.
Auch das Star Trek Gef√ľhl, das Du anderswo so perfekt hibekommst, vermisse ich hier wieder etwas, abgesehen vom Anfang.
Dennoch, es liesst sich fl√ľssig und kurzweilig, und in deinen Charakteren steckt einiges an Potential, ausserdem gef√§llt mir deine humorvolle Art zu schreiben sehr, deshalb geht der *Daumen hoch.*

Und was bedeuet es schon, wenn so ein kleiner Besserwisser wie ich, der es selber nicht besser kann, rummeckert?

Gr√ľsse

Templar
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Manche Leute dr√ľcken nur deshalb mal ein Auge zu, damit sie besser zielen k√∂nnen.

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Doc Sternau
Wird mal Schriftsteller
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Wie ich schon im ICQ sagte, geh√∂rt diese Geschichte zu einem Fanwriter Projekt, manche Sachen erscheinen dadurch zu glatt, weil einfach der Hintergrund zu Franks Person fehlt. Und ich den nicht in jeder Geschichte neu erkl√§ren will (das w√ľrde den Rahmen etwas sprengen ) aber ich h√§ng sie einfach mal ran, dann verstehst du die Geschichte bestimmt besser.


Frank Popow - Vorgeschichte


Aussehen des Charakters:
- 1.78m groß
- kräftige Statur, jedoch nicht beleibt, muskulös
- Haarfarbe: dunkles blond
- Augenfarbe: dunkelbraun
- Auffälliges Merkmal: goldener rechter oberer Eckzahn
- Tr√§gt meist ma√ügeschneiderte Anz√ľge in eher dunklen Farben wie Blau und Schwarz

Lebenslauf:

Frank wurde am 23. 1. 2325 im Distrikt Rußland auf dem Planeten Erde geboren. Seine Eltern waren der aus dem Distrikt Rußland / Ukraine stammende Ingenieur Alexeij Popow und die aus dem Distrikt Mitteleuropa / Deutschland stammende Molekularbiologin Claudia Golstädt.

2325 - 2335:
Frank ist noch ein Kind, ziemlich aufgeweckt und intelligent, fällt er jedoch mehr durch seinen Hang zu Streichen und Unsinn auf. Diese Zeit verbringt er bei seinem Vater und seiner Mutter im Revitalisierungsbereich Tschernobyl, wo sich seine Eltern auch kennen gelernt haben.
Außerdem besucht er den Kindergarten (ja, so was gibt's noch in der Zukunft!!!) und die allgemeine Grundschule "Michael Gorbatschow".

2. 4. 2335:
Auszug aus der Kiewer Rundschau:
Tragisches Ungl√ľck in Tschernobyl!
Wie heute bekannt wurde, kam es gestern zu einem folgenschweren Zwischenfall bei der Demontage des letzten Reaktorblocks von Tschernobyl. Während der Abrißarbeiten fiel ein Antischwerkraftheber aus und verlor seine Last. Diese Tonnenschweren Stahlträger, die noch dazu stark verstrahlt waren fielen auf das Wissenschaftlerehepaar Alexeij und Claudia Popow. Jede Hilfe kam zu spät.
Warum sich die Beiden zu diesem Zeitpunkt in dem Sperrgebiet aufhielten ist noch unklar.

2335 - 2341:
Diese 6 Jahre verbringt Frank abwechselnd bei seinen Gro√üeltern in Ru√üland und in Deutschland. Durch den Tod seiner Eltern ist er ein sehr d√ľsterer und zur√ľckhaltender Charakter geworden.
Auf dem Hof seiner Gro√üeltern in Deutschland h√§lt er sich am liebsten auf, dort lernt er auch reiten und andere praktische F√§higkeiten wie Angel, Kochen, Schach spielen (und das ziemlich gut) und den Umgang mit altert√ľmlichen Feuerwaffen des 20.Jhd.
Des weiteren zeigt er gro√ües Interesse an altert√ľmlichen Hieb- und Stichwaffen, wo es ihm vor allem die Kavalierswaffen wie Degen, Rapier oder Florett angetan haben. Es gelingt ihm Unterricht bei Johann Gerwig, dem damaligen Fechtgro√ümeister in Europa zu nehmen.
Die Winter verbringt er hingegen meist in Rußland, wo er Skifahren lernt.
In der Schule zeigt sich, daß Frank hoch intelligent ist und schon mit 15 erreicht er die allgemeine Hochschulreife.



2341 - 2344:
W√§hrend dieser Jahre lebt Frank vorwiegend in New Berlin auf dem Mond, wo sich eine der gr√∂√üten Universit√§ten des 24.Jhd. befindet. Er studiert dort Nichtlineare Mathematik und Quantenphysik, beide Studieng√§nge schlie√üt er mit der Doktorw√ľrde ab. Seine Doktorarbeiten hie√üen: "Transwarp, ein Grundlagenstudium" und "Die Bedeutung eines n-dimensionalen Raumes in einer 3-dimensionalen Welt".
Frank kommt zum ersten Mal mit dem Weltraum in Ber√ľhrung, als er mit Studienfreunden nach Risa fliegt. Dort schlie√üt er auch Bekanntschaft mit den Horgan's , die sp√§ter noch eine gro√üe Bedeutung in seinem Leben erlangen.

2344 - 2348:
Frank arbeitet in der Entwicklungsabteilung f√ľr Warptechnologie in der Sternenflotte, diese T√§tigkeit macht ihm aber keinen rechten Spa√ü. Zum Zeitvertreib lernt er Klingonisch und Vulkanisch, beide Sprachen spricht er nach einiger Zeit flie√üend.
Er wird von der Sternenflotte ‚Äögezwungen' einen Shuttleflugschein zu erwerben, damit er seinen Job ‚Äöordentlich' aus√ľben kann. Frank macht dies nur widerwillig und dem entsprechend sind seine Flugk√ľnste!

23. 10. 2348:
Ein weiteres einschneidendes Ereignis trifft den jungen Frank, sein Gro√üvater Oleg Popow stirbt, unter dessen Hinterlassenschaft findet Frank einige Aufzeichnungen, die belegen, da√ü seine Eltern vom Orionsyndikat hingerichtet wurden. Diese Erkenntnis treibt Frank dazu seinen Job bei Starfleet zu k√ľndigen und sich hinaus ins Weltall zu begeben, um die M√∂rder seiner Eltern zu jagen und heraus zu finden warum seine Eltern sterben mu√üten. Zu diesem Zweck heuert er als einfacher Bootsmann auf einem uralten Frachter der E'lasi H√§ndler, denen schon immer eine Beziehung zum Orionsyndikat nachgesagt wurde, an.

2348 - 2352:
In dieser Zeit gelingt es Frank durch geschicktes wirtschaften und gewagte Transaktionen und mit Hilfe einer Riesenportion Gl√ľck, gen√ľgend Geld zu erwirtschaften, um sich seinen ersten eigenen Frachter zu zulegen. Diesen nennt er "Flying Mindfuck". Es kommt zu ersten vorsichtigen Kontakten mit dem Orionsyndikat und Frank √ľbernimmt einige einfache Schmugglerjobs.

2352 - 2356:
Durch weitere gesch√§ftliche Transaktionen , die vor allem im illegalen Sektor liegen, h√§uft Frank soviel Geld an, da√ü das Syndikat auf ihn aufmerksam wird. Nach einigem Hin und her wird Frank rekrutiert. Frank findet heraus, da√ü seine Eltern von einem Bajoraner namens Sek Thardon ermordet wurden. Dieser ist jedoch aus unbekannten Gr√ľnden untergetaucht. Auch sein Motiv ist unklar. Frank entdeckt, da√ü das Syndikat nicht f√ľr die Ermordung seiner Eltern verantwortlich ist, sondern nur der oben genannte Bajoraner, der zu der Zeit ein Mitglied des Syndikats war.
2355 lernt Frank Giuseppe da Chore, den Sohn des damaligen Syndikatsboß, kennen. Es entsteht eine ziemlich enge Freundschaft.

2356 - 2358:
Frank nutzt sein Potential und steigt innerhalb der Hierarchie des Syndikats schnell auf. 2358 ist er einer der 6 Kartelleiter des Syndikats und kontrolliert s√§mtliche Transaktionen im bajoranisch - cardassianischem Raum. Haupts√§chlich lebt er in dieser Zeit auf DS9, das damals ja noch Terok Nor hie√ü. Seine Tarnung (ja schon damals waren wir Menschen bei den Cardies unbeliebt und wurden scharf √ľberwacht) ist ein Laden auf dem Promenadendeck.

2358 - bis Ende Besatzung Bajor:
Frank versucht von seinem Laden, der ironischerweise "Frank's Secret Embassy" heißt und in dem er Kuriositäten und Antiquitäten verkauft, den Mörder seiner Eltern ausfindig zu machen. Dies gelingt ihm allerdings nicht, jede Spur die er verfolgt verläuft bald im Sand, das einzige was er heraus findet ist, daß seine Eltern im Auftrag eines Ferengie's getötet wurden.
Um an Informationen heran zukommen aber auch aus Mitleid verhilft er einigen hundert Bajoranern zur Flucht. Bis zum Ende der Besatzung wird Frank zum gr√∂√üten Waffenlieferanten des Widerstands und wird dort wegen seiner ungew√∂hnlich fairen Preise ber√ľhmt. Nach Ende der Besatzung erh√§lt Frank eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung f√ľr den bajoranischen Raum, wird jedoch von der Regierung nicht weiter beachtet.
Frank lernt w√§hrend dieser Zeit (2359) auch Ilena Walden kennen. Ilena ist eine nicht vereinigte Trill von einer Kolonie im √§u√üeren F√∂derationsgebiet. Diese Kolonie wurde von Brienpiraten gepl√ľndert und zerst√∂rt, die √úberlebenden wurden als Sklaven verkauft. Als er sie das erste Mal sieht versucht sie gerade von einem Schiff der Briensklavenh√§ndler zu fliehen. Frank verhilft ihr zur Flucht und beschlie√üt daraufhin nie wieder mit den Brien Gesch√§fte zu machen.
Er nimmt Ilena, die Mittel- und Heimatlos ist, bei sich auf. Sie wird nach einiger Zeit seine Leibwächterin.

Heute:
Frank Popow ist immer noch auf DS9 und f√ľhrt dort seinen Kuriosit√§tenladen, sein Hauptverkaufsgut sind Horgane von Risa. DS9 ist der einzige Ort der sie au√üerhalb des Planeten Risa verkauft (wer kauft schon au√üerhalb von Risa einen Horgan? Alle die nicht nach Risa fliegen k√∂nnen!).
Mittlerweile ist Frank der drittmächtigste im Orionsyndikat und hat wohl das beste Versteck von allen, direkt unter der Nase von Constabler Odo, der stets und ständig auf Grund "anonymer" Hinweise hinter Quark, einem häßlichen kleinen Ferengie und Barbesitzer der Station, hinterher jagt.
Sek Thardon ist er immer noch nicht auf die Spur gekommen, jedoch hat er herausgefunden, daß der Ferengie, der den Auftrag zur Ermordung seiner Eltern erteilte, Brunt heißt.


Frank als Figur (Bitte unbedingt beachten):
F√ľr fast jede Person auf DS9 ist Frank ein Ladenbesitzer! Die Leute wissen zwar, da√ü er ‚ÄöGeld wie Heu' hat, was eigentlich nicht mit seinem Laden in Verbindung gebracht werden kann, jedoch verh√§lt sich Frank immer noch sehr ruhig und zur√ľckhaltend, weshalb auch niemand auf die Idee kommt tiefer nach zuforschen. F√ľr die meisten Bajoraner ist Frank ein exzentrischer Aussteiger von der Erde.
Die geheime Identität Franks kennen nur etwa zwanzig Leute im bekannten Universum (im unbekannten sind es keine!), und so sollte es auch bleiben.
Frank (der Mafiosi) handelt mit so ziemlich allem, egal ob legal oder nicht! Jedoch hat er eine starke Aversion gegen Drogen, die zum Tod f√ľhren und wird niemals wissentlich mit diesen handeln. Auch versucht er sich immer ein Bild von seinen K√§ufern zu machen und verweigert auch schon mal ein Gesch√§ft, wenn es zu Greueltaten f√ľhren w√ľrde.
Seine Gesch√§fte (die Illegalen!) wickelt er, um seine Identit√§t zu sch√ľtzen (immerhin ist er einer der m√§chtigsten im Syndikat und mu√ü deshalb auch Attent√§ter von dieser Seite erwarten), immer √ľber Mittelsm√§nner ab.
Auf der Station ist Frank w√§hrend der √Ėffnungszeiten (10 - 19 Uhr) fast immer in seinem Laden anzutreffen. Dort h√§lt sich auch meist Ilena auf, die mittlerweile Franks Lebensgef√§hrtin ist. Ilena ist eine der beiden Personen auf der Station die Franks wahre Identit√§t kennen. Die andere Person ist Giuseppe da Chore, der mittlerweile Franks rechte Hand ist. Giuseppe lebt seit dem Tod seines Vaters, der wahrscheinlich von einem Syndikatsmitglied ermordet wurde, auf der Station. Jedoch ist er nicht so oft anzutreffen, da er s√§mtliche Transaktionen in die Wege leitet und deshalb st√§ndig auf Achse ist.
Die drei besitzen mehrere Frachter, die aber unter einer Deckfirma arbeiten.
Frank besitzt außerdem eine private Yacht, die in einem Hangar auf Bajor untergebracht ist.
Er benutzt sie allerdings nur selten und wenn dann wird sie von Ilena geflogen.

Frank's Secret Embassy:
Das Kuriositätengeschäft ist ein ruhiger Ort, man kann dort Stundenlang stöbern ohne zu merken, wie die Zeit vergeht.
In dem Laden gibt es viele ungew√∂hnliche Gegenst√§nde aus allen Regionen des bekannten Universums, jedoch nichts, was gemeinhin als Kitsch bezeichnet wird. Einen gro√üen Teil des Ladens nehmen m√§chtige B√ľcherregale ein. Fast alle Gegenst√§nde im Laden sind ziemlich Kostspielig, jedoch im Vergleich zum restlichen F√∂derationsraum recht preiswert.
Kunden werden meist von Frank pers√∂nlich betreut, selten richtet jemand eine Frage an die finster dreinblickende, nichts desto trotz h√ľbsche, blonde Trill. Passiert es dennoch einmal werden sie auch von Ilena recht freundlich behandelt.

Franks Eltern:
Der Mord an seinen Eltern ist Franks treibende Kraft. Er geht fast jeder Spur nach und das fast immer persönlich, nur selten schickt er eine andere Person und wenn, dann einen seiner beiden Vertrauten. Die Jagd nach dem Mörder seiner Eltern verwickelt ihn immer wieder in gefährliche Abenteuer. Aber auch seine Syndikatstätigkeit bringt ihn das eine oder andere Mal in Schwierigkeiten.
Ist Frank in Sachen Gerechtigkeit unterwegs, tr√§gt er ein dunkelgr√ľne Kampfmontur. An einem G√ľrtel h√§ngt ein klingonischer Disruptor und auf dem R√ľcken tr√§gt er einen irdischen Rapier des 17.Jhd. In einer Umh√§ngetasche befindet sich ein Tricoder neuester Bauart und ein Erste Hilfe Set.


Frank Popow's gute und schlechte Eigenschaften:
Gute:
- Frank ist ein Mann der zu seinem Wort steht, Versprechen nimmt er sehr ernst
- Frank ist hochintelligent und setzt diese Gabe gekonnt ein
- Er hilft trotz seiner Syndikatst√§tigkeiten den Unterdr√ľckten, nat√ľrlich gegen Erstattung seiner Unkosten, arbeitet aber hin und wieder auch umsonst

Schlechte:
- aufgrund seiner Intelligenz, der er sich voll und ganz bewu√üt ist, erscheint er manchmal als recht arrogant und √ľberheblich
- bei der Verfolgung des Mörders ist er sehr stur und möchte manchmal am liebsten mit dem Kopf durch die Wand
- in bestimmten Situationen ist Frank Skrupellos und geht auch schon mal √ľber Leichen, was aber nicht hei√üt, da√ü er mordend und pl√ľndernd durch die Gegend zieht, seine Methoden sind dann eher subtiler Art

Fähigkeiten:
- Frank ist so etwas, was man im Mittelalter als Schwertmeister bezeichnet hätte, er kommt jedoch nur mit irdischen bzw. ähnlich gearteten Klingen zurecht, im Umgang mit einem Baht'let (man verzeihe mir Rechtschreibfehler) stellt er sich an wie der erste Mensch
- Frank ist mathematisch hochbegabt (m√∂chte auch sein, er hat das schlie√ülich studiert) und kann komplexe Rechnungen im Kopf ausf√ľhren (z.B. den Kurs eines Schiffes berechnen, aber das dauert ne Weile)
- Aufgrund seiner Tätigkeit ist Frank ein sehr guter Geschäftsmann, er handelt mit allem was es gibt und eine Möglichkeit zum Profit machen riecht er förmlich (er kennt aber keine Erwerbsregeln!!!)
- Er kann reiten, obwohl er dies schon lange nicht mehr gemacht hat!
- Im Notfall ist er in der Lage ein Raumschiff (m√∂gl. Shuttle) zu fliegen, Passagiere sollten dann aber ihre lustigen Lufthansat√ľten bereit halten
- Frank ist ein ziemlich guter Sch√ľtze, wobei er aber ungern von Schu√üwaffen gebrauch macht. Au√üerdem kommt er auch bei dieser F√§higkeit eher mit altert√ľmlichen Projektilschleudern zurecht
- Sein Erste Hilfe Set hat Frank nicht zum Spa√ü dabei, allerdings gehen seine F√§higkeiten in diesem Gebiet nicht √ľber Erste Hilfe hinaus
- Als Syndikatsmitglied kann Frank ‚Äöfast' alles besorgen, fragt sich nur, ob er dies auch tut und wenn warum


So das war's erst mal, ich hoffe es kann sich jetzt jeder ein Bild von Frank Popow machen.

Jaja, ich weiß, Rollenspieltechnisch ist das ein Überchar aber ihr solltet erstmal die Beschreibung der Figuren der Mitschreiber lesen...

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