Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5535
Themen:   94728
Momentan online:
309 Gäste und 8 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Frauen bringen nur Ärger
Eingestellt am 15. 04. 2001 23:40


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Willi Corsten
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2001

Werke: 87
Kommentare: 1122
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Willi Corsten eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Zu meinem achten Geburtstag wollte ich eigentlich ein Pony haben, aber weil unser Fahrradhändler keine Pferde auf Lager hatte, kaufte Papi mir ein Mountainbike. Das ist eh‘ besser, meinte der Händler, denn es hat mehr Gänge als ein Pferd und lässt sich auch leichter ins Kinderzimmer tragen. Außerdem frisst es weniger Heu.
Am Vatertag durfte ich dann das neue Rad ausprobieren. Wir machten einen Familienausflug zum Sternhausener See. Mami konnte leider nicht mitkommen. Sie musste das Bett hüten, weil sie Mogränen hatte. So klemmte Papi den Hänger an seinen alten Drahtesel und packte Adam und Eva hinein. Adam ist von Beruf Langhaardackel und Eva ist meine kleine Schwester. Die wird später bestimmt Lautsprecher, weil sie heute schon tagelang an einem Stück plärrt.
Am Strand warf Evchen eimerweise Sand nach den Kindern. In kurzer Zeit konnte man sie nicht mehr voneinander unterscheiden. Alle sahen aus wie die Mohren aus dem Kongo. Am schlimmsten hatte es Adam erwischt. Er tobte mit der ganzen Hundemeute am Ufer herum.
Papi war ins Lokal gegangen. Einer der Männer sagte: „Wir müssen den Vatertag begießen.“ Aber ich glaube, der Mann hat geschwindelt, denn die hatten doch gar keine Gießkanne dabei.
Plötzlich zogen rabenschwarze Wolken auf. Papi stolperte aus der Kneipe und rief: „Benjamin, wir müssen nach Hause fahren. Du fängst den Hund, und ich fange die Eva."
Das war leichter gesagt als getan, denn die beiden wehrten sich wie die Teufel. Gegen uns Männer hatten sie allerdings keine Chance. Sie wurden kurzerhand überwältigt und in den Hänger gesperrt.
Wie die Weltmeister rasten wir heimwärts und hätten es vor dem Wolkenbruch auch geschafft, wenn ich unterwegs nicht kopfüber in einen Misthaufen gestürzt wäre. Zur Strafe wollte Mami mich in die Badewanne stecken, obwohl sie genau wusste, wie schädlich Wasser mit Seife ist.
Aber bevor es zu dem Unglück kam, gellte ein Schrei durch das Haus. Mamis Mogränen waren wieder ausgebrochen, weil wir den falschen Hund heimgebracht hatten. Und weil Frauen immer das letzte Wort haben wollen, mussten wir den ganzen Weg noch einmal fahren und das dumme Tier umtauschen. Bei der Gelegenheit brachten wir auch gleich das kleine Mädchen zurück, denn das war auch nicht von uns.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 279
Kommentare: 8231
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um flammarion eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
herrlich!

was hab ich gelacht! sagmal, wie konntest du deine schwester nicht erkennen? du hast sie doch nicht etwa absichtlich umgetauscht? auch die "Mogränen" sind köstlich. kommt in meine sammling! ganz lieb grüßt
__________________
Old Icke

Bearbeiten/Löschen    


Rainer Heiß
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

Werke: 21
Kommentare: 78
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

sehr abgefahren - mehr Geschichten von dem kleinen Anarchisten!!
Grüße, Rainer
__________________
die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.



Werbung