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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Freddys Thanatos
Eingestellt am 16. 03. 2016 13:23


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düsterbunt
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2015

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Jack saß auf der Couch in seinem Zimmer. Er hörte etwas aus seinem Klassikordner auf seinem MP3 Player, den ihm Caroline von YouTube konvertiert und zusammengestellt hatte.
Er tippte auf etwas von Mozart, doch er sah nicht nach. Sein Blick fiel auf Freddy, den Goldfisch, der unruhig in seinem Glas herumschwamm. Freddys Gefängnis stand auf einer der 280 Watt Boxen, die irgendeinen 70er Jahre Hardrock Klassiker heraushämmerten und deren Bass Lines das Wasser und Freddy selbst zum Vibrieren brachten.
Mit geneigtem Kopf betrachtete Freddy den Goldfisch und verfolgte jede seiner schnellen Bewegungen. Er musste schief grinsen und begann wilde Grimassen zu schneiden. Einige Male stand er auf und ging mit ruckartig erhobenen Armen auf das Goldfischglas zu um Freddy zu erschrecken. Doch der Fisch blieb stumm und schwamm weiter in seiner kleinen durcheinander geratenen Welt herum.
Das Lied war zu Ende und Jack setze sich wieder hin. Er atmete tief ein und schloss die Augen. Jetzt begann ein Stück von Beethoven. Jack setzte die Pistole an seine Stirn, die Geigen wurden lauter und er drückte ab.
Zwei Stunden später, nach etlichen Versuchen Carolines Jack mit dem Handy zu erreichen und etlichen Anrufen der Nachbarn wegen Ruhestörung erreichte ein Polizeiauto Jacks Adresse.
Die Musik war auf der Straße schon zu hören und schwoll den Weg durchs Treppenhaus immer lauter an. Es lief gerade das Finale von Sweet Child in Time, als die beiden Polizisten Jacks Zimmer betraten. Der Fette schaltete zuerst die Anlage aus, wonach der zu lang Geratene die Daten der Pistole notierte und die Zentrale benachrichtigte. Er beschrieb die Lage und ging eindeutig von Selbstmord aus. Der Fette sah sich weiter im Zimmer um und da fiel sein Blick auf einen toten Goldfisch, der inmitten einer Wasserpfütze und Glasscherben lag.
Die beiden sperrten die Türe ab, „Doppelselbstmord“ sagte der Lange und der Fette lachte.
So gingen sie davon.

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düsterbunt
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Nein.....so faul bin ich nun auch wieder nicht. Da hab ich mich auch falsch ausgedrückt. Ich meine auch eher mir fehlen einfach die Mittel, das zB fotografisch zu zeigen, was in meinem Kopfkino passiert. Ich bin zZ großer Fan von den Fotos von Gregory Crewdson, die Bilder sind allesamt sehr verstörend. Das Unheimliche bricht in die (sogenannte) Normalität ein und jedes Bild läßt dem Betrachter einen großen Interpretationsspielraum . Das Betrachten solcher Bilder hat mich zu eigenen inspiriert.

Gregory Crewdson betreibt einen Riesenaufwand die Bilder aufzubauen, darum hat er verhätnismäßig wenig Bilder "produziert". Darum hab ich zu dem Mittel der Sprache gegriffen um das Bild, bzw den Film einfach zu beschreiben.

Denn, wenn ich es wirklich visuell bannen wollte, dann schon realistisch und ich kann auch ein bisschen malen und zeichnen, aber da würde ich den Grad des Realismus nie erreichen, den ich wollte. Von daher doch zu faul um das Zeichnen und Malen zu üben.

Aber naja....

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