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Leselupe.de > Ungereimtes
Frei wie der Herbst
Eingestellt am 16. 10. 2006 22:00


Autor
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Fan Lou
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2006

Werke: 9
Kommentare: 12
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Der Wind ließ ihr Haar wehen.
Sie tÀnzelte geschickt auf des Brunnes Rand.
Es erschien, als wĂŒrde sie schweben.

Die Leichtigkeit glich der, der HerbstblÀtter.
Um sie herum lief die Zeit normal alltÀglich.
Sie hatte einfach vergessen,

vergessen was sie zu tun habe,
vergessen was sich gehöre,
vergessen was sie tun wollte.

Sie war zeitlos frei.
Es war verschwunden in den Tiefen der Unwichtigkeit.
Was war schon wichtig?

Sie fĂŒhlte nichts,
keine Trauer
und keinerlei Freude.

Ein zartes LĂ€cheln zierte ihre Lippen.
Die Augen leuchteten in einem frischen braunen Glanz.
Das Gewand war auch braun wie der Herbst.

Sie war weit weg von Emotionen,
die das Leben unnötig schwer machen,
ohne dass sie einer Maschiene glich.

Denn ihre Augen,
ihre Lippen, ihre Haut,

spiegelte wieder, dass sie menschlich war.
Falten waren auf der jungen Haut.
Falten der Trauer,
der Freude.

Doch dies war nun weit weg.
Sie hatte es hinter sich gelassen.
Weit hinter sich.

Sie began langsam einer lautlosen Melodie zu folgen.
Immer wieder drehte sie sich behÀnd im Kreis.
Ihre Bewegungen waren einem Walzer gleich.

1 2 3...
FĂŒr unbestimmte Zeit.
Immer im Kreis.

1 2 3...
Kein Zeichen von Schwermut haftete an ihr.
Nur Leichtigkeit, wie die des Windes.

Sie war Frei von Trauer,
frei von SĂŒnde,
frei wie der Herbst...
__________________
dick-asylum.psychodendron.org

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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

hallo fan lou,
die melodie deines gedichts gefÀllt mir, auch die aussage
"frei wie der herbst" klingt schön, weckt angenehme
assoziationen. deine zeilen erden, machen mir den moment,
in dem ich bin, bewusst.

gleichzeitig stören mich einige zeilen, die in meinen augen
aussagen unnötig doppeln und in die lÀnge ziehen. da wird
die "freiheit", das freie gefĂŒhl, um das es meiner meinung
nach geht, irgendwie gebrochen.
aufzÀhlungen wie 1 2 3 oder die formulierung "normal
alltĂ€glich" sind beispiele fĂŒr dieses leichte unbehagen.

ein bisschen fehlt mir einfach fĂŒr die wirkliche leichtigkeit
in der ausfĂŒhrung, von der idee her ist es toll.

viele grĂŒĂŸe,
denschie

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