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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Freibier für Schröder
Eingestellt am 28. 05. 2006 17:44


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Kalle
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2002

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Freibier für Schröder

Es war wieder einmal Winter, ein harter dieses Mal. Als die Kälte sich überlegte, noch nicht aufzugeben gegen die Wärme, wurde sie von Nimbitt in die Schranken gewiesen. Horst mochte die Kälte, den eisigen Wind im Gesicht, am besten am Meer, wo die Nordmänner zu Hause sind.

Als es Horst wieder für ein paar Tage in den Norden zog und er sich gewöhnlich gegen Abend mit einer Flasche Wein am Meer niederließ, erlebte er Erstaunliches.

Als er allein mit seinem 66er Bordeaux den Wellen lauschte, bemerkte er eine unglaubliche Energie. Auch die zu Hause im Reet gedeckten Haus leicht bekleidete Nordflamme konnte nicht die Ursache sein. Es wummerte und grollte, so dass selbst Horst misstrauisch wurde. Aus dem wolkenverhangenen Himmel erschien ein Mann aus Eis. Er trug einen Irokesenschnitt, hatte einen Patronengürtel um die Schulter gehängt und sah fast aus wie ein Punk, nur aus Eis.

Er entstieg den himmlischen Gefilden und setzte sich neben Horst in den Strandkorb (Horst bevorzugt Strandkörbe, sie sind winddicht, man kann schlecht von aussen hineinschauen und hervorragend seinen Bordeaux am ausklappbaren Tisch abstellen).

"Du bist Horst" bemerkte der Eismann entspannt

"So ist das" Horst nippte am Wein

"Bekomm ich auch nen Schuck?"

"Der dürfte für Dich zu warm sein, hat 16 Grad, wie es sich gehört"

"Geht schon"

Der Eismann, nahm einen guten Schluck aus dem Reserveglas (das Horst immer für den Fall der Fälle dabei hatte) und lächelte

„Eismann, wozu brauchst Du den Patronengürtel?“ Horst schenkte sich noch ein Glas ein, der Eismann auch gleich nochmal.

„Den brauch ich eigentlich nicht, ich finde, der sieht gut aus“

„Stimmt, macht was her“

„Horst“, der Eismann wurde ernster. „brauchst Du Hilfe?

„Ich wüsste nicht wobei, aber danke für das Angebot“

Die beiden tranken die eine und noch ein paar weitere Flaschen aus und genossen das Rauschen der Wellen.

„Weißt Du“, sagte der Eismann „ Nimbitt ist ein Arschloch“

„Hm“

„Ich wollte noch so ein paar abgenehme Tage gestalten..“

„Mit Eis und so?“

„Mit Eis und so. Nimbitt meint, die Menschen hätten die Schnauze voll von der Kälte und ich sollte mich nicht so wichtig nehmen“

„Stimmt“

„Was stimmt“

„Nimbitt ist ein Arschloch“

„Ich wusste, Dass Du mich verstehst“

„Klar, ich mag es lieber kalt“

„Ich zieh mich an den Pol zurück und sehe, was ich nächstes Jahr für Dich machen kann“

„Das ist ein Angebot“

„Ich muss jetzt weiter, sonnst schmilzt meine Frisur, gin Schröder ein Freibier von mir aus“

„Mach ich“

Der Eismann verschwand etwas torkelig in den raunenden Wolken, welche ihn sanft umschlungen. Horst nippt noch ein wenig an seinem Wein, bevor er sich zu seiner bestimmt schon seit Stunden wartenden Nordflamme aufmachte.

„Wer verdammt ist Schröder“ überlegte Horst auf dem Heimweg.

__________________
Kalle, der, den sie "die Flamme" nennen

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Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Hi Kalle,
schön absurd - daraus könnte was werden. Wenn du's jetzt noch in ordentliches Deutsch bringen könntest ...? Macht dir zu viel Mühe? Schade.

LG Mel

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Blutige Marie
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Mar 2006

Werke: 3
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Hallo Kalle,

finde ich ne gute Story. Sehr amüsant.
Hat Spaß gemacht zu lesen.

Gruß

Blutige Marie

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