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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Freiheit durch Suizid
Eingestellt am 03. 10. 2012 12:43


Autor
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Schattenmädchen
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Oct 2012

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Ich √∂ffnete die Augen. Ich stand in meinem Zimmer vor dem gro√üen Spiegel. Ich zog mich bis auf die Unterw√§sche aus und betrachtete mich im Spiegel. Ich konnte meine Rippenb√∂gen sehen und fuhr mit meinen Fingern dar√ľber, um sie sp√ľren zu k√∂nnen.
Ich drehte mich um und betrachtete meine Schulterbl√§tter. Sie waren sch√∂n sichtbar und erinnerten mich an abgebrochene Fl√ľgeln, die kaputt gegangen waren bei dem Versuch, meinen K√∂rper in die Luft empor zu heben.
Es war hoffnungslos. Ich w√ľrde nie perfekt sein k√∂nnen. Mein Traum w√ľrde nie in Erf√ľllung gehen.
Frei sein. Das war es, was ich wollte.Frei sein wie ein Vogel. Hoch empor fliegen, weg von meinen ganzen Problemen.
Ich zog meine Klamotten wieder an und ging die Treppe hinunter. Ich ging in die dunkel beleuchtende K√ľche hinein, hin√ľber zur Ecke, wo die ganzen Messer standen.
Ich wollte frei sein.
Ich nahm ein Messer in die Hand, welches einen schwarzen Griff besaß und edel aussah.
Ich schaute kurz hoch, als ich hörte, wie meine Mutter mit ihrem Auto ankam.
Ich wollte doch nur frei sein.
Ich rammte das Messer in mein Herz hinein, wodurch mir ganz warm um das Herz herum wurde. Ich brach zusammen und alles um mich herum wurde dunkler.
Ich h√∂rte in weiter Ferne, wie die Wohnungst√ľr aufgeschlossen wurde und jemand schrie.
Ich wollte doch nur frei sein.

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petrasmiles
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Hallo Schattenmädchen,

vielleicht hat Eisblume recht mit ihrer formalen Kritik, ich weiß es nicht.

Ich bin erst einmal ersch√ľttert von diesem Bild eines zu Tode reduzierten jungen Menschens, der in seiner dem 'Alltagsmenschen' unverst√§ndlichen Qual nur um sich selbst kreist und den Wert seines Lebens davon abh√§ngig macht, ein unerreichbares Ziel erreichen zu k√∂nnen. Wenn man Mutter oder Vater ist, mag sich einem das Herz zusammenziehen bei dem Gedanken, sein Kind in diesem Zustand der Unerreichbarkeit zu sehen, und st√§ndig mit einer solchen Handlungsweise rechnen zu m√ľssen.

Ich glaube, so eine Geschichte bezieht ihren 'Wert' durch die Veranschaulichung eines unerkl√§rbaren Zustands. F√ľr mich fallen fehlende 'Dramatisierungen' darum nicht so ins Gewicht.

Mal sehen, was andere sagen.

Liebe Gr√ľ√üe
Petra
__________________
Nein, meine Punkte kriegt Ihr nicht ... ! Gegen Bevormundung durch Punktabzug f√ľr Gutwerter!

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Schattenmädchen
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Oct 2012

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Hallo Eisblume,

Ich bedanke mich f√ľr deine Verbesserungsvorschl√§ge.
Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich so oft "Ich" benutze.

Wer sagt, dass sie am Ende sterben wird? Wahrscheinlich wegen meiner √úberschrift oder? M√ľsste ge√§ndert werden.
Trotzdem, das Ende ist ja so gesehen offen gelassen worden. Es kann sein, dass sie stirbt.
Es kann aber auch sein, dass noch rechtzeitig Hilfe eintrifft, da die Mutter sie ja kurz nach dem Selbstmordversuch auffindet.
Und da diese Möglichkeit besteht, schreibe ich ja nicht aus der Sicht einer Toten.

Ich werde mal dar√ľber nachdenken.

Lieben Gruß,
Schattenmädchen

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