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Leselupe.de > Gereimtes
Freiheitsdrang
Eingestellt am 14. 08. 2004 11:03


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Anne-Marie Zuther
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KĂ€tzchens Freiheitsdrang


Im Linienflugzeug BrĂŒssel-Wien
ein KĂ€tzchen saß im KĂ€fig drin.
Ihm dieser Zustand nicht behagte,
es deshalb laut und deutlich klagte.
Doch niemand sein Miau'n erhörte,
worauf die Katze sich empörte.
Sie öffnete mit viel GespĂŒr
und sehr geschickt die KĂ€figtĂŒr,
gelangte schnell zum Mittelgang,
den sie schlich unbemerkt entlang.
Dann stand das unerschrock'ne Tier
auf einmal vor der Cockpit-TĂŒr.
Die TĂŒr flog auf, die Katz' sprang rein,
der KapitÀn fing an zu schrei'n:
"Was ist denn los, bringt doch die Katz'
ganz schnell zurĂŒck auf ihren Platz!"
Doch dieses leider nicht gelang,
das Tier ihm auf die Schulter sprang.
Der Ärmste nieste nun wie nie -
ein Fall von Katzenallergie.
Die Augen quollen ihm zu Schlitzen.
Was tat der Tiger? - Er blieb sitzen,
in seinem Nacken festgekrallt.
Auch Stewardessen keuchten bald,
den Hals und Augen zugeschwollen -
doch Mieze wollte sich nicht trollen
In allerhöchster Handlungsnot
beschloss zu landen der Pilot.
Es war zwar keinem was gescheh'n,
doch alle hatten klar geseh'n,
wie eines KĂ€tzchens Freiheitsdrang
den Menschen in die Knie zwang!

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Udogi-Sela

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SĂŒsss

FĂŒr eine Metapher: „ Kleines Tier zwingt Mensch und Maschine in die Knie“ zu sĂŒĂŸ, zu lieb, einfach zu goldig. Selbst wenn die Geschichte auf einer Tatsache beruhen sollte, (klingt eher unwahrscheinlich) wĂ€re mir lieber, ein Schwarm alter KrĂ€hen (laufen ja genug rum) hĂ€tte sich in die DĂŒsen eines Jets verirrt, wĂ€re darin durchgequirlt und als Funkenregen im Kondensstreifen als folgender Schriftzug sichtbar geworden.: „ Mit Lufthansa schneller im Himmel“. Das hĂ€tte entweder zum Absturz gefĂŒhrt oder zur Landung gezwungen. Jedenfalls wĂ€re das Gedicht effektvoller hinsichtlich der Begriffe Satire oder Ironie.

Oder die Katze hĂ€tte ein paar Knöpfe im Cockpit gedrĂŒckt und so den Flug, wie auch immer, beendet.

Vielleicht habe ich auch nur meinen bösen Tag.

Herzlichst
Udo

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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Anne-Marie Zuther
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Hallo Udo,

also einen bösen Tag hatte mit Sicherheit der FlugkapitĂ€n der SN Airlines letzten Dienstag. Ich habe lediglich die Tatsachen - Katze, die ihrem KĂ€fig entkommen, ins Cockpit gelangte, dann nicht eingefangen werden konnte, Notlandung in BrĂŒssel mit 57 Passagieren an Bord, die nach 2 Stunden Wartezeit endlich ein anderes Flugzeug nach Wien besteigen konnten - etwas ausgeschmĂŒckt.

Aber Du hast recht, so richtig zum Lachen ist das wohl nicht. Also mich macht es eher nachdenklich, vielleicht sollte man es in eine andere Rubrik verschieben. Oder soll ich es ganz löschen?

Herzliche GrĂŒĂŸe
Anne-Marie

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Udogi-Sela

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Die Geschichte ist also wahr!

Ne ne, Anne-Marie, Dein Gedicht soll ruhig hier stehen bleiben.
Was ich sagen wollte war eigentlich nur, dass MIR das Gedicht zu lieb klang und MIR das ironisch-satirische zuwenig herausgearbeitet scheint. Mehr hin zu einer Pointe oder zu einem besonderen „Knalleffekt". Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.
Die Reime und der Rhythmus des Gedichts sind ja in Ordnung und das Thema finde ich auch eines Gedichtes wĂŒrdig.
Ich denke noch mal drĂŒber nach und wie ich die LL-DichterkapazitĂ€ten dieses Forums kenne, werden sie etwas dazu beisteuern.

Herzlichst
Udo

__________________
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Anne-Marie Zuther
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Hallo Udo!

Ja, ich verstehe was Du meinst. Ich werde versuchen, mal was mit "Knalleffekt" in die Tat umzusetzen. Jedenfalls bin ich froh, dass an Reim und Rhythmus nichts auszusetzen ist.

Ich freue mich, dass Du meinem Text so viel Aufmerksamkeit geschenkt hast und verstehe vollkommen, dass man als Moderator verantwortlich dafĂŒr ist, dass die Leser auf ihre Kosten kommen. Mir geht es beim Lesen manchmal auch so. Ich sage mir: "Schade, da hĂ€tte man mehr draus machen können!" Vielleicht ist die Erwartungshaltung in Deiner Rubrik auch besonders hoch. Man stellt sich darauf ein, zum Lachen gebracht zu werden, und wenn der Text nicht hĂ€lt, was er verspricht, ist man erst recht enttĂ€uscht!

Herzliche GrĂŒĂŸe
Anne-Marie

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Vera-Lena
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Liebe Anne-Marie,

Da die Geschichte wahr ist, muss die Katze wirklich etwas mehr geleistet haben, als dem KapitĂ€n auf die Schulter zu springen. Ein Mensch in so einem Beruf hat doch meist starke Nerven. Vielleicht kannst Du das Gedicht noch ergĂ€nzen und irgend eine schwerwiegende Handlung der Katze einfĂŒgen, dann wĂŒrde es mir sehr gut gefallen.

Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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