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Leselupe.de > Humor und Satire
Freixas, der Melonenkiller.
Eingestellt am 09. 02. 2004 16:42


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pleistoneun
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Mit einer Unachtsamkeit ging alles los. Der griechische Obstlieferant Freixas Fthenakis tuckerte wie immer fr├Âhlich mit seinem ├╝berdachten Dreiradmoped ├╝ber den unruhigen Asphalt der Athener Vorstadtstra├čen, als sich an diesem verh├Ąngnisvollen Tag eine Kiste Frischmelonen von der klapprigen Ladefl├Ąche l├Âste. Fthenakis bemerkte das Missgeschick und wollte auf der Fahrbahn trotz Gegenverkehr mit Schwung wenden, wobei sich weitere Frischmelonenkisten l├Âsten und sich ├╝ber die Stra├če verteilten. Unm├Âglich, eine Katastrophe zu verhindern. Unter den Zwillingsreifen der herandonnernden Schwertransporter zerplatzte die frische Vitaminfracht und das Rot des Fruchtfleisches verstreute sich in die ganze Umgebung. So klebte es auch an Fthenakis Kleidung, an den Armen und im Gesicht. Man h├Ątte auf den ersten Blick meinen k├Ânnen, Leibeigenes hinge ihm in Fetzen herab. Freixas Fthenakis, der Obstlieferant, sah sich mit dem Entfernen seiner Fracht von der Stra├če hoffnungslos ├╝berfordert und lief hilfesuchend in eine kleine Griechenbar mit lauter Griechen darin. Einer der Gyrosfresser w├╝rde sich wohl erbarmen. Doch als Freixas des Laden betrat, ├╝ber und ├╝ber mit Melonenfleisch bedeckt und triefend, brach Schrecken unter den G├Ąsten aus. Wohl sahen sie ihn, als h├Ąnge blutend Haut und Fleisch ihm an dem K├Ârper, so entsetzt dar├╝ber befand die G├Ąsteschaft zu fliehen vor dem blanken Grauen, das ihnen selbiges zuf├╝gen k├Ânnte. Mit einem Schauder auf dem R├╝cken st├╝rmten sie b├Ąnke- und st├╝hlewerfend durch den Hintereingang ins Freie. Nur ganz hinten sa├č noch Alexis, der Blinde. "Meine Melonen.....!!", rief Freixas aufgeregt, "meine ganzen Melonen!". Blinde, wie auch Alexis, verf├╝gen ├╝ber gesch├Ąrfte Sinne, um ihr Sehdefizit zu kompensieren. Alexis witterte sofort den Melonengeruch und zog an seiner Leine, damit der Hund ihn besser beim Aufstehen st├╝tzen konnte. Vom Zug der Leine frisch erwacht begann der Hund wie wild zur T├╝r zu ziehen. Dem Drang des Tieres nicht gewachsen st├╝rzte der Blinde gar ungl├╝cklich auf sein Vorderhaupt, dass er nicht nur sein Bewusstsein, sondern gleich sein ganzes Leben verlor. Jetzt ├╝berkam Fthenakis aber Schrecken und er tat einen Schritt nach vorne, nur um seine Vermutung best├Ątigt zu wissen. Dass dieser Anblick f├╝r die soeben in der Griechenbar eintreffenden Polizeibeamten, die hier grad nur wegen der Sauerei auf der Stra├če Zeugen suchten, ein eindeutiger war, lag auf der Hand. Den M├Ârder auf frischer Tat ertappt zu haben, lie├č die sonst nur schreibtischgepr├╝ften Beamten jedoch derma├čen heftig erschrecken, dass der Griff zum Notizblock am Riemen ein Fehlgriff zur Waffe wurde. Der Schuss, der sich daraus l├Âste, traf den Beamtenkollegen in den Oberschenkel, der sogleich verblutete. Das Herz des Sch├╝tzen begann wie wild zu rasen und blieb pl├Âtzlich stehen. So sackte nun auch dieser nicht nur in die Knie sondern tot zusammen. Um Zeus Willen, das konnte nicht sein! Verursacher dreier Todesf├Ąlle. Freixas Fthenakis verlie├č die Griechenbar, den Laden mit den Leichen, warf sich auf sein ├╝berdachtes Dreirad und gab Gas.

Vier Tage sp├Ąter las man ihn an der griechisch-albanischen Grenze auf und identifizierte ihn eindeutig als den gesuchten 22-fachen Massenm├Ârder. Denn die Umst├Ąnde hatten ergeben, dass die Angeh├Ârigen der drei Verunfallten ihrerseits verzweifelt nach Gr├╝nden f├╝r dieses gro├če Unheil suchten und dabei ganz ungl├╝cklich zu Sturz kamen, in tiefe Brunnen fielen, von wilden Tieren gefressen wurden und ganz furchtbar nuklear verstrahlten. Freixas Fthenakis stieg wortlos von seinem Vehikel, nahm ein St├╝ck getrocknete Melone von seinem Hals und bot es freundlich den Z├Âllnern. Der Anblick dieser Selbstverspeisung jagte den Beamten einen solchen Schrecken ein, dass sie schreiend ihren Posten verlie├čen und sich ├╝ber eine Klippe st├╝rzten. Freixas wunderte nichts mehr und a├č gelassen das Melonenst├╝ck. Noch zieren den Obstmann Fruchtst├╝cke fleischig-rot und solange das so ist, braucht er seine Verfolger nicht zu f├╝rchten, aber irgendwann ist auch das letzte St├╝cke Melone gegessen und dann gnade ihm Zeus.
__________________
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flammarion
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menno,

was f├╝r ein abscheuliches machwerk! findest du das lustig?
tststs
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Old Icke

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filechecker
Guest
Registriert: Not Yet

Daneben - aber das gleich richtig

Dieser Beitrag ist absoluter Schwachsinn. Mehr f├Ąllt mir dazu nicht ein.

Gru├č

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Bonnie Darko
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Hallo pleistoneun,

Mir hat deine kleine Splatter-Parodie gut gefallen, obwohl es zwischendrin mal richtig wirr wurde. Den Schlu├č finde ich wiederum sch├Ân markant, vor allem den letzten Satz.

Ist vielleicht Geschmackssache.


LG,

Bonnie

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Uschka
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Freixas, der Melonenkiller

Hm , mehr f├Ąllt mir dazu auch nicht ein.
LG. Uschka
__________________
Was nicht aufgeschrieben ist, wird vergessen, als ob es nie geschehen w├Ąre. Erhard Wiehn

Uschka

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