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Leselupe.de > Gereimtes
Fremder Gott
Eingestellt am 19. 12. 2008 17:15


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Dorothea
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Jul 2004

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Der Du im Unbegrenzten bist,
wir sind im Staub gefangen,
der unsres Leibes Zukunft ist
nach Schmerz und Todesbangen.
Die Frage, ob Dich unsre Not
ersonnen hat aus Angst vor’m Tod,
macht unsren Geist befangen.

Du weilst im ungeschaffnen Licht,
wir sind von Nacht umgeben.
Auch wenn der Tag stets neu anbricht,
bleibt dunkel unser Streben.
Das Licht, das unsre Klugheit schafft,
erhellt mit gnadenloser Kraft,
daß wir am Abgrund leben.

Dein Wort weht stumm durch unsre Zeit
der technischen Sensoren.
In lÀrmender GeschÀftigkeit
ging uns sein Klang verloren.
Wenn uns Dein Geist nicht Stille schenkt,
den Mut zu hören in uns senkt,
wird es nicht neu geboren.

__________________
Dorothea Gebauer
----------------------
Sein ist mehr als Haben.

Version vom 19. 12. 2008 17:15

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Liebe Dorothea,

vielen sprichst Du sicher aus dem Herzen mit diesem Text. Die eine Stolperstelle, die Heidrun schon angemerkt hat, kannst Du ja leicht ausbessern. Das Reimschema gefÀllt mir gut mit der siebenten Zeile in jeder Strophe.

a
b
a
b
c
c
b

Es ist nicht nur ein intereressantes Schema, es transportiert auch den Inhalt auf eine gĂŒnstige Weise.In der siebenten Zeile steht jeweils die Essenz des vorher Gesagten.

Auch dass bei der unterschiedlichen Silbenzahl die grĂ¶ĂŸere Anzahl von Silben mit einem einsilbigen Wort endet, ist ungewöhnlich. Viel Arbeit steckt darin, denke ich mir, aber es kommt trotzdem ganz leicht einher.

Ich finde, das ist hier ein kleines Juwel.

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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inken
Guest
Registriert: Not Yet

mir gefÀllts nicht ganz so gut,
das hört sich so an,
als wÀre gott eine fremdbestimmung,
etwas von aussen, dem wir nicht zuhoren,
aber eigentlich ist die stimme in uns
und wir tragen selbst die verantwortung,
ob wir sie hören wollen oder nicht,
ich finde es ein wenig einfach,
einem gott von draussen
die verantwortung zuzuschieben

liebe grĂŒsse inken

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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FĂŒr mich klingt die letzte Strophe so, dass sich da jemand aufmacht und sich den Mut zu hören wĂŒnscht. Insofern kann ich keine Einseitigkeit erkennen, eher eine Demut, die darum weiß, dass alles Heilende und Helfende ein Geschenk ist.

Vera-Lena


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Dorothea
HĂ€ufig gelesener Autor
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Hallo zusammen,

zunĂ€chst einmal herzlichen Dank fĂŒr's Lesen und kommentieren!

@inken:
So habe ich es nicht gemeint! Mir geht es um die Frage, warum viele moderne Menschen keinen Gottesbezug mehr herstellen können. Diese Not wird quasi als eine dringliche Frage vor Gott getragen. Wenn man will, kann dieses Gedicht auch als Gebet gelesen werden mit der Bitte um die FÀhigkeit der Gotteswahrnehmung. Die innere Stimme als eine Offenbarung Gottes wahrzunehmen, ist ja keine weit verbreitete SelbstverstÀndlichkeit in unserer Kultur.

@Vera-Lena und Spaetschreiber:
Herzlichen Dank!
__________________
Dorothea Gebauer
----------------------
Sein ist mehr als Haben.

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inken
Guest
Registriert: Not Yet

@liebe Dorothea, aber du sagst es ja selbst, du möchtest eigentlich die Menschen ansprechen, die keinen Gottesbezug herstellen können. Genau das macht dein Gedicht didaktisch und didaktische Gedichte mag ich nicht, weil ich mich frage, wie sieht der Gottesbezug der Schreiberin aus?


Liebe GrĂŒsse inken

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