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Leselupe.de > Humor und Satire
Freng, der Trippelschizo
Eingestellt am 12. 11. 2003 09:06


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pleistoneun
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Es wir vielerorts behauptet, MĂ€nner seien genital gesteuert. Das stimmt nur bedingt, wie Freng, ein typischer Trippelschizo der Gattung Mann, beweist.
In 67,9% aller Studien ist erwiesen, dass sich Verhaltensstrukturen der mÀnnlichen Gesellschaft an Frengs Grundmustern orientieren.
Gott Lob nur so viele.

Freng der Trippelschizo ist in seinem Grundwesen etwas dreigeteilt. Das fĂŒhrt in ganz gewöhnlichen Alltagssituationen zu unvorstellbaren inneren MachtkĂ€mpfen. Zwei der drei tun sich zu viert zusammen, um den ersten zu unterdrĂŒcken und jeder will fĂŒr sich die MACHT ausspielen. Den Trumpf, die Herrschaft, die Kontrolle und alles weitere an sich reißen.

Ich stelle mal Frengs Persönlichkeiten vor:

Der Herz-gesteuerte Anteil:
Hart-Freng:
Dieser Anteil hat genau eine Stimme bei internen Stichwahlen.
Hart-Freng ist etwas coronar in seinen GrundzĂŒgen, wenn man ihn aber genauer betrachtet und walten lĂ€sst, bedient er sich oft gnadenloser Herzlichkeit und verbreitet arterielle Stimmung. Manchmal zeigt er sich dem gleichen Geschlecht doch etwas insuffizient, aber das kann auch tĂ€uschen.
Hart spielt nur Karten, wenn Pik Trumpf ist.

Der Hirn-gesteuerte Anteil:
Brenn-Freng:
Dieser Anteil hat zwei Stimmen. Eine davon als Veto, wenn`s zu bunt hergeht.
Brenn ist eigentlich der Hauptbestandteil Frengs Wesens. Was er ja nach außen hin verheimlicht, ist, dass er doch selbst fĂŒr sich alleine wieder etwas mehrgespalten ist. Zeugt doch seine etwas zerfurchte und gespaltene Gestalt auch Ă€ußerlich von diesem Mangel. Etwas linkshemisphĂ€risch wankt dieser Teil so durch sein ach so bewusstes Dasein. Brenn zeigt sich zuweilen etwas ĂŒberheblich.

Der Bauch-gesteuerte Anteil:
Stomeg-Freng:
Dieser Anteil hat eine Stimme, wenn’s hoch kommt. Stomeg-Freng ist ein etwas schleimiger, doch aufgedunsener Typ. Er ordnet sich gern unter, um dann doch wieder „aufzubegĂ€hren“, wenn’s keiner vermutet. Er gibt sich eher spontan und kryptisch.
Stomeg wirkt auf den zweiten Blick etwas dĂŒmmlich und drĂŒckt sich teils auch gewunden aus, wenn er nichts zu sagen hat.


Der Genital-gesteuerte Anteil
Smoll-Freng:
Er bekommt keine Stimme, weil er ohnehin allem zustimmen tÀte, sofern er irgendwie zum Zug kommt. Eigentlich hÀngt er die meiste Zeit doch nur rum. Durch diese untergeordnete Rolle kommt er auch in dieser Studie nicht zu Ehren.

Nachdem der Hirnanteil fĂŒr sich nochmals ein hemisphĂ€rischer ArealitĂ€ts-Schizo ist und der Schmoll sich auch hin und wieder zu Wort meldet, ist die Bezeichnung Trippelschizo möglicherweise nicht zu 78% korrekt, was aber der Aussagekraft der Studie keinen Abbruch tut, da der Korrelationskoeffizient bei schon etwa liegt und auch die VariabilitĂ€t sich weit unterhalb des Normbereichs aufhĂ€lt und durch stichhaltige Argumente genĂ€hrt hin und an aufblitzt.
Und außerdem sind Studien ĂŒber Quintschizophrenie gesetzlichenseits unerlaubt. Und ĂŒber Frauen, Hysteriker, Geschlechtslose und all jene, deren Namen „-bert“ als Wortteil im Erstnamen tragen.

Man kann sich vorstellen, wie das aussieht, wenn alle 5 nicht der Leichen Meinung sind. Das gibt ein BegrĂ€bnis. Als Beispiel sein nur ÖH-Wahlen oder das Ziehen eines GlĂŒckloses genannt. Das gibt eine latente Gewitterwolke, wo sich Petrus mit seiner schlimmsten Naturkatastrophe daneben schĂ€men wĂŒrde.

Die Studie wurde standardisiert ĂŒber drei Alltagssituationen verifiziert:

1) BankĂŒberfall:
Freng marschiert auf die TĂŒr zu, es ist 05:00 Uhr. Brenn-Freng hat ein Kassenminus in der Privatfinanz errechnet, was Stomag-Freng sofort in Aktion versetzte. Brenn-Freng versuchte verzweifelt, sein Veto einzulegen. Doch Hart-Freng zog mit und Schmoll ist sowieso Überfall dabei. Umso triumphaler zeigte sich Brenn, als er die Worte „hab doch gesacht, die Bank hat um die Zeit zu“ in die unteren Stockwerke entließ.
Stomeg stieß das sauer auf und er veranlasste Hart mal etwas weniger Blut nach oben zu liefern. Tat der prompt, und weil er nicht wusste, wohin damit, fĂŒhrte er halt Schmoll mehr zu.
Das war dann ein etwas eigenartiger Anblick, als Freng die Bank kurz nach Öffnungszeit betrat. Brenn unterversorgt, daher leichtes Torkeln und unsaubere Aussprache, Hart pumpte wie irr nach unten, Stomeg feuerte ihn an und vergaß sein Grundanliegen und Schmoll hatte plötzlich trotz etwas geschwollenem Gesicht das Kommando, was nicht in einem Überfall, sondern in gnadenlosen Anbaggerungsversuchen der Dame an Schalter 1 mĂŒndete.



2) Das Kochen eines Madenauflaufes:
Freng war in freudiger Erwartung, nein, nicht schwanger, er erwartete seine Angebetete zum Madenauflaufessen. Als Exknacki war er gern etwas extravagant in der Gerichtswahl. Hart war sowieso Feuer und Flamme und verzichtete auf sein Stimmrecht in der Sache, um sich auf den Abend vorzubereiten. Er schlug schon mal ein bisschen intensiver. Stomeg schluck auch, aber auf, was sich in einem unappetitlichen Hicks-GerĂ€usch fĂŒr die Umwelt Ă€ußerte. „Das kommt mir hier nicht rein!“, ließ er verlautbaren.
Er meinte damit den Speichel der Dame, welche Freng sogleich treffen wĂŒrde. Auf den Auflauf freute er sich jedoch schon. Brenn verfluchte alles, um das Gericht schmackhaft hinzubekommen und war etwas abgelenkt. Freng kostete gerade, als es an der TĂŒr schellte. Hart schlug noch mal schneller, Stomeg war mit dem Speisebrei der Verkostung beschĂ€ftigt, Brenn koordinierte eifrig. Und Schmoll hatte freie Bahn, weil alle anderen eh Besseres zu tun hatten. Er verursachte, dass Freng die Dame beim ersten Rendezvous schon vor der EingangstĂŒr zu Fall brachte, etwas zudringlich wurde und nur durch Pfefferspray und einen kleinen Elektroschock zu stoppen war.


3) Selbstmord:
FeinsÀuberlich hatte Freng alle Utensilien vor sich aufgebreitet. Samurai-Schwert, Vorschlaghammer, Pistole. Wie konnten alle Persönlichkeiten zugleich aus dem Leben scheiden. Es war nicht auszuhalten, jeder versuchte ein anderes Tötungsmittel durchzusetzen.
Doch alles nur Vorwand. Eigentlich wollten sie nur gemeinsam und unauffĂ€llig Schmoll loswerden. Also brachten sich die drei ĂŒberflĂŒssigen Charaktere Frengs ums Leben und als Freng mit zerschossenem Gesicht, zerstochenem Bauch und zerbrochenem Herzen aus dem Koma erwachte, versuchte Freng sofort die Krankenschwester auf sich aufmerksam zu machen. Er hatte sich im Wesen nicht verĂ€ndert.

Und da soll noch einer sagen, MÀnner hÀtten kein Herz, kein Hirn und könnten nicht aus dem Bauch heraus entscheiden und wÀren noch dazu genital gesteuert. Geh biiiitte! So ein Schwachsinn. Das soll mir einmal jemand beweisen.
__________________
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flammarion
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prust,

kicher, lach! habe mich köstlich amĂŒsiert bei der lektĂŒre. allerdings wĂŒrde ich bei "aufzubegĂ€hren" das h weglassen, weil es dann besser gĂ€rt.
ganz lieb grĂŒĂŸt
__________________
Old Icke

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