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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Freundschaft
Eingestellt am 16. 04. 2007 22:07


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Carolyn
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2007

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Stille.
Niemand sprach ein Wort. Dicht gedr├Ąngt sa├čen sie und schwiegen. Leise fiel der Schnee. Er legte sich auf alles und schloss es ein.
K├Ąlte.
Seit Tagen, seit Wochen schneite es. Durch die kalte, klare Luft wirbelten Unmengen von wei├čen Flocken.
Einsamkeit.
Sie sa├čen zusammen, jeder f├╝r sich. Sie starrten nach drau├čen und sahen den Eiskristallen beim Fallen zu.

Angst.
Der See lag schwarz und breit vor ihnen. Der Wald war dunkel und tief. Irgendwo dort war er.
Verzweiflung.
Sie lehnten sich an einen Baum und schwiegen. Die Sonne ging unter und die letzten Strahlen fielen auf die schwarzen Wolken in der Ferne.
Tr├Ąnen.
Irgendwo war er.

Hoffnung.
Die liefen ├╝ber Felder. Der Mond schien hell. Alles erleuchtete in silbernen Farben. Nebel lag ├╝ber der feuchten Erde.
Freude.
Sie tanzten mit dem Wind. Einige Sterne funkelten im schwarzen Himmel.
N├Ąhe.
Der Wind umspielte Äste und Zweige. Sie bewegten sich sanft.

W├Ąrme.
Der graue Schnee schmolz und gab die schwarze Erde und die gr├╝nen Pflanzen frei. Die Luft ver├Ąnderte sich. Es hatte aufgeh├Ârt zu schneien.
Heiterkeit.
Die Sonne schickte gelbe Strehlen. Sie lie├čen die Blumen in bunten Farben erbl├╝hen.
Geborgenheit.
Sie sa├čen zwischen den Blumen und lachten.

Entt├Ąuschung.
Schwarze Wolken zogen auf und verdeckten die helle Sonne. Die Blumen verwelkten und die Farben verblassten.
Dunkelheit.
Die Nacht brach herein und die leuchtenden Sterne waren verdeckt. Der helle Mond war verschwunden.
Trauer.
Der wundersch├Âne Moment war vor├╝ber.

Stille.
Niemand sprach ein Wort. Dicht gedr├Ąngt sa├čen sie und schwiegen. Leise fiel der Schnee. Er legte sich auf alles und schloss es ein.
K├Ąlte.
Seit Tagen, seit Wochen schneite es. Durch die kalte, klare Luft wirbelten Unmengen von wei├čen Flocken.
Einsamkeit.
Sie sa├čen zusammen, jeder f├╝r sich. Sie starrten nach drau├čen und sahen den Eiskristallen beim Fallen zu.

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Bernd
Foren-Redakteur
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Registriert: Aug 2000

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Prosalyrik (?)

Hallo, Carolyn,
willkommen in der Leselupe.

Es ist ein etwas schwieriger Brocken. Wenn es nicht unter "Lyrik" stehen w├╝rde, w├╝rde ich es nicht daf├╝r halten. Im experimentellen Bereich aber verschwimmen die Grenzen. Es gibt keine Schablone.

Das Werk lebt von einer Parallelstruktur, Wiederholungen von Form und Rhythmus.

Obwohl es auf den ersten Blick nicht so aussieht, ist die Form relativ fest gebunden.

Es wird ein Bogen geschaffen von Stille zu Stille.
Es ist ein langsamer Rhythmus des Geschehens, der an den Ausgangspunkt zur├╝ckf├╝hrt.

Aber obwohl die Worte gleich sind, ist der Sinn ein anderer, denn er wird von Erfahrungen getragen.

Viele Gr├╝├če von Bernd
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Carolyn
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2007

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Hallo Bernd,

danke sehr.
Ja, es ist vielleicht schon ein etwas schwieriger Brocken, das mag stimmen!
Die Zuordnung fiel mir anfangs auch nicht leicht. Sollte urspr├╝nglich mal eine Kurzgeschichte werden...
Die Struktur kam ganz von allein in den ersten Absatz und das habe ich dann einfach weitergef├╝hrt, weil es mir doch ganz gut gefallen hat.
Anfangs hatte ich die erste Strophe nicht wiederholt. Ich bin aber der Meinung, dass die Wiederholung nicht nur des Stils wegen, sondern auch wegen des Inhalts unbedingt notwendig ist.
Diese "Wiederholungen von Form und Rhythmus" waren genau das Mittel, mit dem ich den Inhalt verst├Ąrken wollte, das Kommen und Gehen von Freundschaften.

Liebe Gr├╝├če von
Carolyn
__________________
Dreams are journeys that take one far from familiar shores; strengthening the heart, empowering the soul.

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Bernd
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Registriert: Aug 2000

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Die Wiederholung der ersten Strophe rundet das Werk ab. Ich denke, das ist gelungen.
__________________
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