Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92231
Momentan online:
380 Gäste und 21 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Frieden
Eingestellt am 08. 02. 2011 12:33


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

Werke: 304
Kommentare: 2919
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Ralf Langer eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Frieden

"Stellt euch vor, es ist Frieden und niemand hat es bemerkt."
Die Leute um mich herum stutzen. Einige sch├╝tteln ver├Ąrgert den Kopf.
"Was w├╝rdet ihr tun?"
Ein gewichtiger Mann schiebt sich durch die Menschen zu mir
nach vorne. Beinahe bedrohlich baut er sich vor mir auf, r├╝ckt
seinen Sonntagshut zurecht und schnauft,
"Aber, junger Mann, das ist doch wirklich ganz einfach. Ich gehe
sofort hinaus auf die Stra├če und erz├Ąhle es jedem.
Es ist doch so, diese gute Nachricht darf niemand verschweigen!"
Die Menschen um mich herum nicken zustimmend, ein paar rufen:"Ja so ist es", oder,"Was ist das denn f├╝r eine Frage?"
"Ich aber," entgegne ich,"werde Fenster und T├╝ren verschliessen und diese wahrlich frohe Botschaft f├╝r mich behalten. Wer glaubte mir schon. Jung und unerfahren, der ich, nicht nur in solchen Sachen, bin. Ich sehe schon, wie sich die ersten streiten, ob ich wohl recht h├Ątte, und wir wissen doch alle, was aus solch hitzigen Wortgefechten werden kann!"
Ich halte kurz inne.
" Vielleicht g├Ąbe es Krieg!"
Die Leute sind pl├Âtzlich ganz aufgeregt.
Ich merke, wie sich der erste Widerspruch in ihnen seinen Weg bereitet.
"Aber," f├╝ge ich schnell hinzu,"habt keine Furcht, wir haben ja keinen Frieden."
" Ach ja," rufen alle erleichtert und gehen auseinander.

__________________
RL

Version vom 08. 02. 2011 12:33
Version vom 08. 02. 2011 14:15

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

Werke: 304
Kommentare: 2919
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Ralf Langer eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

hallo sekers, hallo kageb,

eine kleine info:

basis dieser parabel bilden einerseitz
der satz von brecht
" stell dir vor es ist krieg und niemand geht hin. dann kommt der krieg zu dir,

und andererseits die geschichten von Herrn K.

ich erhoffe mir in diesem spiel mit vorstellungen
eine kafkaeske situation erzeugt zu haben...

beim schreiben empfand ich den etwas altert├╝mlichen sprachstil
als angemssen

bin mir nicht sicher, ob die metaebene mit der christlichen heilsgeschichte etwas zu dick ist. aber auch hier gefiel mir
der gedanke es einfach einzubinden.

habt dank f├╝r eure kommentare

ralf
__________________
RL

Bearbeiten/Löschen    


Gernot Jennerwein
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2008

Werke: 108
Kommentare: 793
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Gernot Jennerwein eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Ralf

quote:
ich erhoffe mir in diesem spiel mit vorstellungen
eine kafkaeske situation erzeugt zu haben...

Das ist dir nicht gegl├╝ckt, f├╝r mich jedenfalls nicht.
Ich finde den Text schwach. Du lehnst dich an Brechts Zitat und schreibst ein paar S├Ątze mit Pointe darunter. Das war mein Eindruck vor einigen Tagen und ist es immer noch.
Die Pointe wirkt erzwungen, beinahe hingesudelt.
Was bewegt K. zu seiner Frage an die ihm fremden Menschen?
Kafka h├Ątte wahrscheinlich zuerst die Zerrissenheit in Herr K's. Gedankenwelt dargestellt, ehe er eine solch gewichtige Frage in den Raum geworfen h├Ątte.

Gr├╝├če an dich
Gernot



Bearbeiten/Löschen    


3 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Kurzprosa Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!