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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Frieden
Eingestellt am 24. 11. 2011 20:24


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Linive
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2011

Werke: 2
Kommentare: 1
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Ich weiß nicht, wer es einmal gesagt hat, aber in diesem Augenblick finde ich es mehr als passend. Der Tod ist ein Versprechen, was jedem von uns bei der Geburt gegeben wird. Ich denke, man sollte noch hinzufĂŒgen, dass man dieses Versprechen nicht einfordern muss. Es wird gerade dann eingelöst, wenn man es am wenigsten möchte. Zumindest bei mir.
Ich versuche noch angestrengt meine Augen offen zu halten. Alle meine Liebsten sind da. Meine Mutter, mein Vater, meine beste Freundin. Nur einer fehlt: Michel. Er hat sich selbst zu meinem großen Bruder ernannt. Und ich ihn heimlich zu meiner großen Liebe. Bei ihm kann ich alle Sorgen vergessen. Ich muss immer lĂ€cheln, wenn ich ihn sehe. Auch, wenn ich dem Tod hautnah bin.
„Wo ist er?“, krĂ€chze ich.
Jula drĂŒckt meine Hand. Sie weint, ich sehe eine TrĂ€ne nach der anderen ihre Wange herunter rinnen.
Krebs ist etwas Schreckliches. Wo er auch ist, er bringt nur UnglĂŒck.
„Er ist unterwegs“, flĂŒstert sie.
Mit der grĂ¶ĂŸten Anstrengung hebe ich meine Hand und wische ihr die TrĂ€nen aus dem Gesicht.
„Du wirst mir fehlen!“, schluchzt sie.
Ich nehme ihre Hand und drĂŒcke sie ganz fest.
Auch meine Eltern kommen nun an mein Bett getreten, Jula nimmt etwas Abstand.
MĂŒssen denn immer alle weinen? Das macht es mir nicht gerade leichter zu gehen.
Mein Vater hÀlt meine Hand, wÀhrend meine Mum mir das Haar aus dem Gesicht streicht.
Wo bleibt Michel? Ich kann nicht gehen, ohne es ihm noch zu sagen!
Ich werde schlÀfriger, meine Augen fallen immer weiter zu. Aber ich muss wach bleiben.
Eisern klammere ich mich an meinem Leben fest. Nur noch einen kurzen Augenblick!
Endlich geht die TĂŒr auf und Michel stĂŒrzt an mein Bett. Ich will einfach nur noch schlafen.
Er nimmt meine Hand. Ich lÀchele.
„Meine SĂŒĂŸe
“, flĂŒstert er.
Sehe ich etwa ein Glitzern in seinen wunderbaren, grĂŒnen Augen?
Ich kneife die meinen kurz zusammen und reiße sie dann wieder auf. Ich habe vielleicht noch eine Minute. Oder auch weniger.
„Ich muss dir noch was sagen“, beginne ich. Es kostet mich wahnsinnig viel Kraft.
Er sieht mich an. Ja, er weint wirklich. Um mich.
Meine Augen fallen zu. Ich reiße sie noch mal auf, ich will, dass sein Gesicht sich in meine Netzhaut einbrennt.
„Was ist?“, fragt er mit erstickter Stimme.
Meine Augen fallen wieder zu. Ihm gehört das letzte Gesicht, welches ich gesehen habe und ich bin glĂŒcklich. Fast. „Ich liebe dich.“
Als es raus ist, werde ich plötzlich ganz leicht. Mein Auftrag ist erfĂŒllt. Ich kann gehen.
Etwas Warmes, FlĂŒssiges tropft auf meine Wange.
Als ich diese Welt verlasse, meine ich noch eine sanfte BerĂŒhrung auf meinen Lippen zu spĂŒren.
Frieden.
__________________
"Lass die BĂŒcher nie offen liegen",
sagte sie noch, bevor sie sich
umdrehte. "Das bricht ihnen den

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KaGeb
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Linive,

herzlich willkommen im Forum :-)

Zum Text: AusbaufĂ€hig - (fĂŒr mich) nicht mehr und nicht weniger. Aber ein Text, der viele Möglichkeiten verschenkt - zumindest in der gelesenen Fassung. Es fehlt einfach (fĂŒr mich) GefĂŒhl. DAS hast du (m.M.n.) viel zu kurz angerissen.
Ich bleibe als Leser im Regen stehen. Warum ist Michael so wichtig? Warum liebt Prot. ihn? Wieso wartet sie auf ihn so kurz vor dem Tod?
Hier muss erheblich mehr Melodramatik rein, angerissen, Fragmentsprache, Andeutungen usw. ...

Mal sehen, wie das die anderen so lesen :-)

LG, kageb

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