Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂĽssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92210
Momentan online:
393 Gäste und 18 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Friends with Money
Eingestellt am 24. 08. 2006 08:03


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
jon
Foren-Redakteur
Fast-Bestseller-Autor

Lektor
Registriert: Nov 2000

Werke: 147
Kommentare: 6206
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um jon eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Text zur Sammlung Ăśberraschungspremiere

Friends with Money
gesehen am 17. August


Überraschungspremieren, die Vierte! Und endlich ein Film, den ich aus vollstem Herzen empfehlen kann. Nicht jedem, natürlich, denn sowas gibt's nicht. Aber wer auf Action gut verzichten kann, wer diese französischen Filme mit den liebenswerten Charakteren mag, wer gern gute Schauspielkunst erlebt und für wen Film Leben abbilden soll – der ist in diesem amerikanischen Streifen von Nicole Holofcener (Regie und Drehbuch) haargenau richtig.

Worum geht es im Film …
Tja, wie gesagt: Von einer "Handlung" zu sprechen wäre stark übertrieben. Es werden drei Paare und eine Frau beobachtet, die zu einem gemeinsamen Freundeskreis gehören, wobei nicht weiter erklärt wird, woher diese Verbindung rührt. Man darf vermuten, dass sich die vier Frauen in der Kindheit oder Jugend "zusammenfanden". Im Film-Heute leben sie ganz unterschiedliche Leben – quer durch die Möglichkeiten, die es eben so gibt, ohne dass man von "extreme Situationen" sprechen könnte. Die Reichen sind zwar reich, spielen aber nicht in der "Glanz und Glamour"-Liga, die Armen knausern zwar, darben aber nicht, die Kreativen (davon gibt's gleich mehrere) sind gut, mimen aber nicht den Star, die Glücklichen wirken nicht rosarot, die Unglücklichen nicht vollständig gebrochen – alles ist irgendwie so, wie es eben ist im normalen Leben. Offene Fragen inklusive.

Der Film ist feinsinnig durchkomponiert, voller Metaphern, Bilder und Detailbeobachtungen – eider entgeht einem beim ersten Sehen manches, man merkt nur ab und an, dass sich schon vorher Symptome gezeigt haben, erinnert sich jedoch nur noch vage. Es wird unaufgeregt und mit Konzentration auf die "Geschichte" erzählt. Die Figuren sind klar aber nicht über-zeichnet. Die Darsteller – alles durchaus bekannte Gesichter und große Namen – überzeugen.

Besondere Szenen und Passagen, die mir im Gedächtnis blieben? Die Männerfantasie des Putzmädchens im Rosenschloss, die mit Olivias Frage endet „Ich dachte es geht um Sex. Wann geht es los?“ Oder: Olivia hat einen Topf teure Gesichtscreme mitgehen lassen – und cremt sich damit die Füße ein. Oder: Die Modeschöpferin schenkt ihren Freundinnen Kleider – deren Stoff ist so zart, dass man ganz behutsam damit umgehen muss, damit er nicht zerreißt. Und natürlich immer wieder die Frage: „Er ist schwul. Ist er doch, oder?“

Tja: Ist er? Ich werde es mir wohl nochmal ansehen müssen …

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
PS. Filmografisches aus Moviemaze.de


Dt.Start: 07. September 2006
Premiere: 19. Januar 2006 (Sundance Film Festival, USA)
Land: USA

Darsteller: Jennifer Aniston (Olivia), Joan Cusack (Franny), Catherine Keener (Christine), Frances McDormand (Jane), Cass Asher (Dwight Morgan), Max Burkholder (Max), Scott Caan (Mike), Tonita Castro (Teresa), Jake Cherry (Wyatt), K.C. Clyde (Waiter), Bobby Coleman (Marcus), Jenn Fee (Debbie Lazarus), Alejandra Flores (Maria), Greg Germann (Matt), Ileen Getz (Marla), Marin Hinkle (Maya), Jason Isaacs (David), Hailey Noelle Johnson (Tammy), Simon McBurney (Aaron), Ty Burrell (Aaron Nr. 2), Christine Mourad (Edie), Patrick Robert O'Connor (Valet), Romy Rosemont (Gretchen), Mitch Rouse (Raymond), Timm Sharp (Richard), Bob Stephenson (Marty), Jason Thornton (Roger)

Regie: Nicole Holofcener
Drehbuch: Nicole Holofcener
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


ZurĂĽck zu:  Essays, Rezensionen, Kolumnen Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!