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Leselupe.de > Humor und Satire
Fröhlichen Entzug noch !!! (Teil 5)
Eingestellt am 17. 10. 2002 08:22


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Mike vom Sternforum
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Aug 2002

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Fröhlichen Entzug noch !!! (Teil5)

Die Teile 1 - 4 sind hier erreichbar:

Teil 1: Hier klicken
Teil 2: Hier klicken
Teil 3: Hier klicken
Teil 4: Hier klicken


51 - Hamburg hui, Frankfurt pfui!

Als ich spätabends nochmal ins Forum schaue, ist alles wieder da (Schweißvonderstirnwisch) und ich kann mir den Rest des Freitags nochmal durchlesen. Da habe ich ja was losgetreten - alles redet vom Abnehmen, Selbsthilfegruppen werden gegründet, Mannie - "Nulle Lulle" denkt, er ist bei den Weight Watchers, ein bisschen verstehe ich den (Ad)-Ministranten, der dachte wohl, jetzt sind hier alle verrückt geworden. Na, und ich dämmere dann mal beruhigt in den Samstag hinein!
Samstag, heute werden die Reste weggearbeitet, ab Montag bleibt die Küche zu! Also freifliegende Öko-Eier gekocht, der Rest des Frühstücks besteht auch aus den Kühlschrankbeständen, oha, so viel war da noch? - Macht nix, Sonntag wird das Startgewicht ermittelt, dann werde ich abgeführt...
In den Radionachrichten erzählt gerade einer, dass in Hamburg jetzt für Ordnung gesorgt wird. Wer seinen Kaugummi in die Gegend entsorgt oder seine Zigarettenkippe, der soll einheitlich mit 20 Euro zur Kasse gebeten werden. Da hat wohl einer zu den anderen Städten geschillt! Und Hamburg ist natürlich liberal, gleiche Strafe für alle! Wenn ich da an Frankfurt denke, da wird mit zweierlei Maß gemessen. Kippen 20 Euro, Kaugummi 35 Euro, die spinnen, die Hessen! Ich frage mich nur mal, wann es bestraft wird, auf den Gehweg zu rot... speien. Das ist noch viel ekelicher, und man kennt ja den von der kurzsichtigen Omma: "Kuck mal Liesl, da liecht ja eine Brosche!" - (Bück) - "Ach nee, is ne Kette!" Brrrrrrrrh! Das Preisgeld für Hundehaufen ist gleich hoch, da sind wohl schon beide Minister (in HH Senator) reingelatscht. Aber sonst muss in Frankfurt wohl einer Raucher sein, und unserer soll ja andere Vorlieben haben. Ach was, Schnee von gestern!
FEN !!


52 - Was Schlechtes und was Gutes

Was Schlechtes: Ich habe mich ja einige Tage nicht gemeldet und das hatte seinen Grund. Am Dienstagabend wollte ich mich aus der gemütlichen Sofalümmelstellung aufrichten und hatte dabei einen Soforteffekt: linkes Ohr taub, HÖRSTURZ !!! Ich wollte es nicht glauben und legte mich erstmal ins Bett. Nachts wache ich auf, Blick auf die Uhr: 02.30 Uhr. Bestandsaufnahme, linkes Ohr dröhnt dumpf, altbekanntes Feeling, also Aufstehen, Koffer für Krankenhaus packen, Taxi anrufen. Beim Gang nach draußen sehe ich, Wintermärchen, alles weiß! Der Taxifahrer bringt mich dann auch schnell zum Krankenhaus, und ich sehe die HNO-Ambulanz wieder, keine drei Monate bin ich da raus, so ein Mist. Die diensthabende Ärztin schaut auf meinen Koffer und ich erkläre, als alter Hase hätte ich schon alles mitgebracht für den stationären Aufenthalt. "Sehr schön, aber wir haben keine freien Betten", erklärt sie und untersucht mich. "Ist ja auch nicht so schlimm diesmal, nehmen Sie von den Pillen jetzt zwei und zwei heute am Tag und wenn das nix hilft, zum HNO-Arzt gehen." Damit kann ich wieder abtrotten. Ich wette, wenn die Station unter drei unbelegten Betten gelitten hätte, wäre ich per Rollstuhl zu meiner Heia geleitet worden. Wenigstens ein Taxi für den Rückweg rufen sie mir noch, dann warte ich vor der Tür und blicke (nein, nicht auf den Kippenflüsterer!) auf die vertraute Raucherurne. Da geht mir durch den Kopf, dass ich hier jetzt extrem Rückfall gefährdet wäre. Zehn Tage hier herumhängen, und diesmal ohne die große Aufgabe, das Rauche einzustellen! RISIKO, für dumme Einfälle. Tja, so schließt sich der Kreis.
Ich bin nun zu Hause und erhole mich ambulant, mal sehen wie es weitergeht. Diese Gehörprobleme weiten sich langsam zur unendlichen Geschichte aus.
Was Gutes: Heute ist mein Tag 100 (Einhundert) !! Damit ist zwar morgen erst Tag C100, aber ich brülle die 100 lieber vor dem WE noch heraus: 100 100 100 100 . . .
Lade hiermit herzlich virtuell zu allen emotionalen Genüssen ein: Kichererbsen, Weingummi, Lachmöweneier (gibts nur hier im Norden) und auch die Trauerklöße wollen wir nicht vergessen. Aus allen Gegenden gibt es Hamburger, Berliner, Frankfurter - alles drei mit Düsseldorfer Senf. Etwas Indisches: Currywurst und die Getränke kühl und warm nach Wahl. Rückblick: Über 4000 Kippen nicht geraucht, mehr als 400 Euro nicht dafür investiert, und auch der neue Aufdruck: "Tabakgenuss schafft Sicherheit" zieht bei mir nicht. Ausblick auf den März: Einige Jubiläümse/Jubiläbums, runde Feiertage folgen: Der erste dreistellige Schnapser, 5000 nicht gerauchte Lullen, 500 nicht verqualmte Euro, 1000 gesparte Märker (dann ist sie allerdings endgültig vom Markt).
In diesem Sinne allen ein scheunes WE und weiterhin F E N !!


53 - Von alten Nichtmehrrauchern, die einen echt fertig machen können...

Also meine Arbeitskollegin Angie, von der ich auch mal irgendwann erzählt habe, hat heute (4.4.2002) ein Jahr nicht Rauchen (?) um. Das weiß ich, aber sie nicht ! Als ich sie also inne Firma treffe, so zwischen all die Kartons und so, rufe ich: "Hallo, Du bist ja eine Stanira!" - Hätte ich besser nicht gesagt, sie antwortet leicht genervt, ich solle sie mit meinen Ferkeleien verschonen, wäre auch ohne mich schon schlimm genug hier alles und überhaupt. - Nach Erklären des Begriffes "Statistische Nichtraucherin" hellt sich ihre Miene wieder auf, allerdings nur kurz. Danach erzählt sie mir, dass Situationen wie dieser Umzug sie gut wieder "drauf" bringen könnten. Und das nach einem Jahr ! - Dann war sie doch noch ganz stolz, und ich wurde nicht müde, ihr unsere im Forum zu Jubiläümsen gereichten, virtuellen Mettbrötchen zu preisen. Da muss ich mal die nächsten Tage etwas am Ball bleiben, Junggesellen müssen sehen, wie sie über die Runden kömmen !
Auf meinem Campingplatz habe ich letzte Woche Tommy wiedergetroffen (hab ich von dem schon mal erzählt?). Der hatte mir letztes Jahr mal berichtet, dass er vor fünf Jahren aufgehört hatte. - Als wir so ins Erzählen kommen, sagt er, dass er inzwischen über sieben Jahre nicht gequalmt hat und sich nach Aussage seines Arztes zwischenzeitlich alle seine Zellen mindestens einmal regeneriert hätten. Auf meine Frage, wieso aus fünf auf einmal sieben Jahre geworden seien, antwortet er, dass er das letztes Jahr gar nicht so genau nachgerechnet hatte, eher geschätzt. Sieben Jahre stimmen aber. - Komischer Kauz, weiß gar nicht mehr auf die Schnelle, wie lange er nicht mehr raucht!!
Und dann sprach ich noch mit Elvira, die Frau von meinem Campingnachbarn Ernie. Die kommt nach längerem Nachgrübeln auf fünfeinhalb Jahre rauchfrei. Sie hat in dieser Zeit, selbst in ihrem Haus und Hof - Bereich, nie ein Wort über uns Qualmer incl. ihren bis heute weiter rauchenden Ehegatten verloren. Einfach auffe Kur für sich aufgehört und fertig. Und sie erzählt mir jetzt, wie sehr sie der Qualm aus Hals und Klamotten anekelt, und wenn sie ihren Ernie nicht schon über zwanzig Jahre hätte, also, so einer käme ihr heutzutage nicht ins Haus, nee. Und da merke ich: das ist jetzt, glaube ich, auch mein Problem. Es stinkt wirklich zum Himmel (und erinnert subtil an früher)! - Ist die Auswahl an Partnern nun größer, gleich oder kleiner geworden ? - Schaun mer mal.
FEN !!


54 - Ich könnte jetzt wieder anfangen. - Womit ?

1. Heute (17.4.) ist es passiert, ganze Firma umgezogen. Wie die Möbelpacker in drei Tagen ein 4-Etagen Bürogebäude geleert haben, war recht eindrucksvoll. Mobiler Kran hinten und alles aus den Fenstern, schwuppdiwupp saß ich ohne Mobiliar da. Dann heute nochmal wermütig durch die Hütte geschlichen, die mich 25 Jahre meiner Jugend gekostet hat. Da hat man dann gesehen, wenn sowieso alles geräumt wird, braucht sich keiner mehr zu benehmen. - Was da an auf dem Fußboden ausgetretenen Kippen zusammenkommt, ist beachtlich. - Und nu, neues Gebäude, alles renoviert, mein Kollege raucht schon mal die Wände wieder gelb. Ab nächste Woche bin ich dann wohl wieder am Netz, schön mit DSL - und eine Flatrate quengeln wir uns dann auch noch raus. Dann könnte ich wieder anfangen, regelmäßig ins Forum zu platzen.
2. Der Vollständigkeit halber muss ich wohl mal die Teile 29 - 44 meiner freudigen Rauchaufhörgeschichte fertig stellen. Ist nur noch die Frage, wann ichs mache. Ich könnte ja mal damit anfangen, demnächst. Für diejenigen, die es nicht interessiert (weil sie, z. B. den Anfang gar nicht kennen): Ich stelle mit vorgesetzter Zahl abstruse Beiträge ins Forum, braucht man nicht zu kapieren!
3. Also meine neue Firma liegt ja fast genau neben einem Lidl Markt. Da hole ich übrigens schon seit meiner neuen Sucht immer die Jetgum-Spearmints, die einen überall hinbeißen. Und als ich aufgehört habe zu rauchen, da habe ich folgendes festgelegt:
- Wenn ich wieder anfange zu qualmen, rauche ich ohne Filters, siehe Jans Informationen zur Kippenherstellung. - Eigentlich würde ich sogar Drehtabak favo.. vorziehen.
- Wenn ich wieder anfange zu qualmen, rauche ich überall, versaue auch als erstes den Aschbecher meines Autos. Motto, ganz oder gar nicht!
- Wenn ich wieder anfange zu qualmen, zähle ich nicht die Fluppen, die ich rauche, ganz oder gar nicht!
Nur, ohne Filter rauchen kostet teuer. Da gab es bisher nur Markenkippen wie TOT-HÄNDLE usw. - Das schreckt ab. - Aber nuuuu !!!!! - Lidl hat jetzt als erster Diskaunter eigene ohne Filter Kippen (Name schon wieder vergessen, Kopp wie ein Sieb). Und die kosten nur 2,35 schlappe Euro! Da kriege ich auch nur 4 Spearmints für. - Tja, und nun? Nun könnte ich wieder anfangen. Soll ich?
Freuen würde das:
Kollege Dieter im selben Büro, nochn Dieter und Stari und einige ausse Firma. Campingkumpel Ernie würde es wohl auch gut finden, ebenso mein Co-Elektriker Micha und vom Camping noch Holly, der Hustinettenbär mit seinem Raucherhusten (kommt nicht davon, hat mal vor 20 Jahren Lackierer gelernt, ist daher). ZEE könnte sich einen grinsen, wenns in die Hose gegangen ist und meine Schwägerin, die bestimmt 60-80 Kippen am Tag schafft, na die sogar eher nicht. Und dann gips noch den ehemaligen Hausfreund, der sich immer freut, wenn ich auf die Schnauze falle.
Ich selbst würde mich darüber freuen, meine Übertonnage wieder loszuwerden (los zu werden?)
Und lange Zeit dem Leben nicht mal ein bisschen ausweichen zu können, schlaucht auch. Das merke ich derzeit gerade mal wieder. Nix Bierchen, Nix Kippchen, immer weniger Haare und Zähne, bääh, früher war alles besser.
Ärgern würde das:
Kollegin Angie mit >1Yc, Hotte unseren Suchtexperten, der sogar bei Haarausfall sofort eine Selbsthilfegruppe gründet. Meinen Oberchef, der immer fragt, wie es geht und meine Tagebuchkapitel auch immer lesen will (gibt extra für ihn eine zensierte Fassung). Ernies Elvira und Campingkumpel Tommy würden mich flachmachen. Von den Paddlern hat noch gar keiner gemerkt, dass ich nicht mehr rauche. Sind eh alle NR. Und dann noch Haue aus dem Forum. Ihr würdet mich doch alle auflauern und verhauen? - Und dann habe ich schon 5 Monate rum und Ü B E R H A U P T !!!
Sorry, liebe Freuer, wird noch nix, trotz Lidl-Angebot !
FEN !!


55 - Lidl lernt !

Ob dieser Beitrag eine Nummer verdient hat, und ein Kapitel sein soll in meinem Bestseller, weiß ich auch noch nicht so genau. Er bezieht sich auf einiges, was im Forum ein Thema war/ist, und deshalb muss ich, ganz gegen meine sonstige Gewohnheit, etwas weiter ausholen.
Es gab/gibt Dinge, von denen ich keine Ahnung habe, kein Interesse oder die sonstwie an mir vorbeigehen.
So gab es mal das Kürzel PMS. Das tauchte dann nochmal periodisch auf und danach nicht mehr. Ich habe mir nicht soviele Gedanken gemacht (sollte ich ausdrücklich auch nicht!). - PMS? Post Mortales Syndrom? - Wie geht es einem Selbstmörder nach seiner Tat und wie wird er damit fertig? - Mir egal.
Dann war ich selbst an der Fasten-Geschichte beteiligt. Ist wohl zwischenzeitlich ausgestanden, außerdem gehe ich jetzt Mittags in die Kantine !!!
Zu diversen Sportthemen gab es dann neulich die Körperfettwaage. Interessant, aber wenn ich mal mein gesamtes Gewicht als fett ansehe, tuts die bisherige Waage auch.
Und dann, BMI. BMI? Bundesministerium des Inneren, dachte ich und so ein bisschen Susan Stahnke steckt wohl in vielen von uns. - Doch täglich BMI-Werte? Jeder Tag ein Stahnke-Tag? Und was sagt dazu die AOK? Soviele bohrende Fragen . . . - bis heute. Aber Lidl lernt, mich jedenfalls!
Die haben da ein Körperfettmessgerät im Angebot. Muss man sich mal folgendermaßen vorstellen: Man führt eine ca. 50 cm lange dünne Hohlsonde in den Bauch ein. Am Anschlag angekommen, dreht man eine Viertelumdrehung nach rechts und zieht die Sonde wieder hervor. Dann sieht das so ähnlich aus, wie die Eiskilometer von der Arktis, nur im kleinen. Man findet also (in chromosomischer Reihenfolge): Fell von Mikes Waschbärbauch, Haut von demselben, Fett von demselben, Muskelpakete von demselben, Mageninhalt von Mike, Rippenfell, Rippenfellhaut, Rippenfellfell, Mikes T-Shirt, Luft hinter Mike, Mikes Katze in ähnlicher anatomischer Reihenfolge wie Mike (wieso sitzt das Vieh eigentlich immer auf dem Sofa? Egal, sonst wäre das Möbel jetzt gelocht). - Das ganze wird dann zentrif... rumgeschleudert, bis das Gewöll weggeflogen ist, und das flüssige vom Mageninhalt auch. Unter Vernachlässigung der geringen Menge fester Nahrung werden dann Fett und Muskelpakete in Rela... ins Verhältnis gesetzt. Mögliche Ergebnisse: Fett, Fiftyfifty, Fit. Aber dann steht da noch was von BMI!! Body Mass Index, der Index der Körpermassen! Und davon hat mein Arzt, bei dem ich gerade war, ein Drehrad zum Berechnen an der Wand. Und auf seinem Tisch hatte er noch eine Tabelle. Die habe jetzt ich, das Drehrad war wirklich zu groß und die gekl... entliehene Tabelle zeigt mir auch sehr Aufschlussreiches. Es gilt demnach wie in Kindertagen: Körpergröße in cm minus 100 gleich Normalgewicht in Kilo! Aber toller Ausdruck: Body Mass Index . . .
FEN!!


56 - Ich glaube es nicht, Ihr glaubt es nicht,

dat jibbt es nich. - Also eben, da besuche ich meine Nichtrauchkonifere auffe Arbeit, Angie, um ein bisschen zu tratsch.... eine Dienstbesprechung abzuhalten. Wer sich noch erinnert, Angie hatte am 07.04.2002 ein Jahr NR fertig, der berüchtigte Statische Nichtraucher. - Und wat glimmt da vor sich hin, im Ascher? Go WEST !!! Mein Entsetzen war nicht gespielt, das könnt Ihr glauben! Tja, dann hat sie erzählt, dass beim Firmenumzug das totale Generve über sie hereingebrochen ist. Und als der Möbelpacker mit der Dauerkippe im Hals zum hundertsten Mal an ihr vorbeigezogen ist, war's vorbei. - Sie hat ihm eine aus dem Kreuz geleiert. Und die, hat sie mir gerade beschrieben, schlug ein wie eine Handgranate. Weiche Knie, duseliger Kopf und nix wie hinsetzen. Trotzdem ist sie nun wieder im Raucherboot.
Echt entsetzlich, auch für mich, schon älteren (höhöhö) Nichtmehrraucher und natürlich eine Horrorvision für jeden, der gerade den Suchtteufel austreibt.
Interessant ist dabei, wie das Nikotinbiest wieder die Gedankenwelt des Betreffenden übernimmt. - Klar, Angie fühlt sich miserabel, die Kippen schmecken gar nicht, das Gefühl, versagt zu haben und sich ganz und gar nichts Gutes zu tun. - A B E R man kann ja jederzeit wieder aufhören, nur jetzt nicht, und der Husten, den sie ewig hatte, wo sie nicht mehr gequalmt hat, ist nun schlagartig weg. Und überhaupt, und sich mal was gönnen können, das muss man auch. - Äh, das nennt man, glaube ich, Gehirnwäsche vom Feinsten. - Auch die Stories, die hier derzeit von übelsten Krankheiten (und dem Trotzweiterrauchen bis zum bitteren Ende) kursieren, werden plötzlich wieder relativiert, Motto, tja, schlimm für den Anderen und sterben müssen wir alle mal.
Ich glaube, ich achte mal weiter auf den Sinneswandel von Angie. Da lässt sich einiges zur Sucht lernen. Ansonsten habe ich nach dem Verteilen der üblichen Verbalinj... Schimpfkanonaden irgendwann von Angie abgelassen und ihr empfohlen, wenigstens die billigsten Rauchwaren zu kaufen. Teurer als bei Aldi muss Husten nun wirklich nicht sein.
Irgendwann spricht sie dann auch wieder mit mir . . .
FEN !!


57 -Nerventest

Hai, heute kömmt es wirklich knüppeldicke. Erst singe ich Angie das von mir neuentwickelte und ihr gewidmete Lied "Silly smoking Angie" vor, gab zum Frühstück dann irgendwie keinen Kaffee, Kanne zu klein oder so.
Mein Chef guckte auch komisch, als ich ihm nach Nixverstehen sagte, dass ich nunmal oral nicht so gut drauf wäre.
Dann versuche ich seit Stunden, eine Sicherungskopie von meiner neuen CD "Sting& the Police" zu machen (in meinem Alter darf man sowas hören). Und ein PC nach dem anderen übertrifft sich mit Fehlermeldungen, wie "hab keinen Brenner" - "darfst Du garnich kopieren" - "hab keine Lust" usw. - Ich will nach Hause!!! - Dann habe ich noch mit dem Arm die Kaffeemilch runtergeschmissen und inne Frühstückspause mindestens 5 Mal bei Freecell verloren.
Und als ich dann eben so erschöpft aufm Klo vor mich hinsitze, fällt mir auf: Ich habe kein ein einziges Mal bei dieser Tortour ernsthaft daran gedacht, dass es mit einer Zigarette nun besser werden könnte!!! - Geheilt ?? - Abwarten ! Aber irgendwie baut mich das wieder auf. Bleibe ich eben doch noch etwas hier, hole mir einen neuen Brennertreiber aus dem Internet, das Freecell-Spiel löse ich in der Mittagspause und Angie hat schon mal wieder gelacht, als mir die Milch runter gesaust ist. - Also, zum Problemolösen nicht rauchen, sondern Auszeit auf Klo nehmen. Als würden die Probleme plötzlich von einem abfallen . . .
FEN !!


58 - Doppelt gemoppelt

Also, auf dem Camping träume ich immer besonders intensiv, von der selbst eingebaute Gasheizung, oder ob man morgens die bestellten Mohnbrötchen noch bekommt (wenn ich freundlich mit "Moin Moin" grüße, bekomme ich immer "Mahlzeit" zur Antwort). Es ist eben Abenteuer pur, Dschungelbuch live.
Und von Freitag auf Samstag, da habe ich geträumt, ich rauche jetzt ZIGARRE ! Äh bäh, diese Schweinedinger konnte ich selbst als Raucher nicht leiden. Und genau, wie ich die Dinger kenne, träume ich auch von denen: Nassgesabberte, stickige Luft verbreitende Suchtlollies, mit ätzendem scharfen Qualm versehen. Die habe ich dann vorm Aufwachen noch ausgedrückt . . .
Dann, in der Nacht auf den Pfingstsonntag, wieder tolle Raucherträume: Diesmal habe ich im Traum erstmal eine gequalmt, so wie früher immer: keine Höhen, keine Tiefen. Und dann, im Traum, fällt mir ein: Ich rauche doch gar nicht mehr ! - Ich also flugs aufgewacht und bin total erleichtert, dass es nur ein Traum war. Ich erzähle das also meiner Liebsten, so von hinten rechts im Cabrio nach vorn links zu ihr. Und während ich ihr das so plastisch schildere, habe ich wohl eine von ihren Zigaretten erwischt und qualme die ganz locker weg ------------ Liebste? Cabrio? Rauchen? - Irgendwas stimmt da nicht, irgendwie passt nix. - Und da wache ich endgültig auf, liege in meiner Campingheiakoje und stelle fest: Es kömmt immer wieder was Neues. Ein Traum im Traum. Babutschka: Puppe auf, noch ne Puppe und so weiter. Aber die Liebste: Hujujui, habe ich im Traum einen guten Geschmack! Nur, die Dame konnte ich nicht mitnehmen, aus d e r virtuellen Welt. - Aber Brötchen habe ich noch gekriegt. Und das Wetter war auch ganz gut! Man kann nicht alles haben.
FEN !!


59 -I had a Dream...

Teil 1
Da träume ich, ich bin irgendwie bei der Fertigstellung eines Hotels dabei. Wir sind mit mehreren Personen dort, auch Tommy ist dabei. Irgendwie sind wir nicht so recht verantwortlich, aber werden über die Feinheiten der Elektrik dieses Gebäudes informiert. Dabei ist genug Gelegenheit, aus dem Fenster den Ausblick zu genießen: mindestens 20. Etage über Großstadtebene, vermutlich Berlin, rundherum alles irgendwie Baustelle. Und von oben sehe ich Busse anfahren. Jemand erzählt mir, dass das die Familien der Nationalfußballspieler wären, und diese würden hier als Erste untergebracht. Als ich erzähle, dass mich Fußball noch nicht mal am Rande interessiert, wird man aufmerksam. Dann könnte ich doch die Damen mit ihre Kinder auf die Zimmer verteilen und jemand, der da völlig unbeleckt wäre, das sei ein echter Glücksfall und wenn ich dann mal mitkommen könnte... - Tja, dann werde ich etwas landfein gemacht, so mit einer bestickten Weste (erinnere ich noch), schließlich bin ich jetzt kompetentes Mitglied des Hotelempfanges. Und da rauschen dann auch ohne Ende gutgekleidete Damen herein, mit ein bis zwei Kleinkindern an den Händen, naja, Fußballspieler sind ja meistens noch nicht so alt. - Da bekomme ich dann doch etwas Bammel. Dieser verwöhnten Milionärsbande erzählen zu sollen, wo sie nächtigen würden, Ausnahmen und Sonderwünsche zwar zu registrieren, mein Gesamtkonzept aber durchzuziehen. Also frage ich eine Dame an der Rezeption, ob es überhaupt Dreibettzimmer geben würde. Die guckt mich an, als wenn ich von einem anderen Stern wäre: Natürlich nicht, wo denken Sie hin, Ein -, maximal Zweibettzimmer sind hier der hohe Standard (von Suiten hat mein Traum Alter-Ego noch nix gehört). Mit meiner betont volkstümlichen fürsorglichen Seele erkundige ich mich, wie dann die Mamis mit ihren Kindern nächtigen würden? Na, Mami allein und ein oder beide Kinder ins Nebenzimmer, wird mir bedeutet. Als ich zaghaft einwende, dass man das mit Eltern m. E. aber nicht machen könne, bekomme ich zur Antwort: "Ach was, das sind die gewohnt, das geht in allen Hotels so!" - Außerdem solle ich mich nicht mit irgendwelchen blödsinnigen Sonderwünschen beschäftigen, die Zimmer seien alle exakt gleich, da wären keine Unterschiede.
Daraufhin gehe ich los, die Damen begrüßen, und in aller Augen sehe ich - Angst !!! Die sind nicht Familie Großkotz mit den unermesslichen Sonderwünschen, die schauen mich an, wie den Gottseibeiuns! - Gebe mir mein Zimmer, sei gnädig, tu mir nix!
Und da drehe ich dann richtig auf: Netter, zuvorkommender und verständnisvoller habe ich mich noch nie erlebt. Auf dem Weg zu den Zimmern komme ich dann mit der Meute noch durch einen Salon. Hier sitzt die ganze FDP-Spitze versammelt (das Hotel ist wohl mittlerweise komplett fertiggestellt, Träume sind doch eine feine Sache, man muss sich nicht immer um alle Kleinigkeiten selbst kümmern). Die begrüßen mich wie einen alten Freund, ist das nun die Macht der bestickten Weste, oder evtl. die Wichtigkeit, mit dieser Promimeute hier entlang zu kommen? - Weißnicht. Auf jeden Fall unterhalte ich mich mit den Jungs auf gleicher Augenhöhe, mache noch einen Scherz, dass der kleine Patzer von Tommy (was das war, weiß ich nicht) ihnen ja wohl nicht gleich die 18 Prozent kosten würde und ernte donnerndes Gelächter. Mit bester Laune verlasse ich den Salon und die Zimmerverteilung läuft auch fast von selbst! - Was mir der Traum sagen wollte? - Tjaaaaaaaaaaa..., weißnicht, denkaberdrübernach. Irgendwie sind heute alle merkwürdig nett zu mir, inne Firma, und ich zu denen. Aber ob ich mir morgen nochmal einen Schlips übers T-Shirt binde, weiß ich noch nicht...
Jedenfalls gibt Nichtrauchen Leben in Hülle und Fülle:
1. Das reale neue spannende
2. Das virtuelle im Forum
3. Das ohne Grenzen im Traumland
- Wenn sich das nicht allein schon lohnt !
FEN!!


60 - I had a Dream . . .

Teil 2
Da träume ich, ich besuche meinen Vater in seiner Altersresidenz. Er ist zwar schon vor über 10 Jahren verstorben, und hat sich, obwohl er in einer Altersresidenz wohnte, dort nie so recht eingewöhnt. Aber so etwas ist ja in Träumen egal. Na, und das war wirklich das fidele Altersheim. Das erste, was mir auffiel, waren Blumen. Blumen überall, in Vasen usw. Ich bekam (von wem, weiß ich nicht mehr) einen selbstgebastelten Blumenstrauß aus ALTMETALL in die Hand gedrückt. Kunstvoll gearbeitet, waren das unten irgendwie Münzen, die oben so dünngewalzt waren wie Lametta und dann zu Blumen gearbeitet. - Na, und dann zupften die alten Knilche überall die Blumen aus den Vasen und beschenkten die alten Damen - höchst verliebt, höchst ernsthaft. Einer kam ziemlich traurig vorbei, hatte wohl keine Blume abbekommen. - Da nahm mein Vater mir dieses Alteisending weg und überreichte es dem Pechvogel. Der zog hocherfreut in seiner Minne-Mission ab. Mein Vater nahm eine (wahrscheinlich rechtzeitig reservierte) Blüte und verschwand ebenfalls in besagter Mission.
Nun saß ich da so herum, wartete auf Vatern's Rückkehr, ich war ja schließlich zu Besuch hier. - Eine alte Dame saß relativ unbeachtet in meiner Nähe (man muss das immer etwas schwammig beschreiben, Träume sind nicht so präzise) und machte einen traurigen Eindruck. Wir kamen ins Gespräch, und sie berichtete mir, dass ihr das Leben nicht mehr viel Freude bereiten würde, und beschenkt werden, da wäre sie wohl irgendwie außen vor. -
Und da drehte ich dann richtig auf:
Von wegen keine Freude mehr, das wäre ja wohl eher der Einzelfall, als die Regel, und wenn man heute beim Aufwachen schon sagt: "Nun lasse es mal wieder Abend werden", und das Morgen auch und Übermorgen wieder, dann könne man ja auch gleich abtreten. Aber wenn der Tag dann doch klitzekleine Freuden mit sich bringt, oder sogar deren größere, wäre er das doch schon wieder wert. Und mit dem nicht beschenkt werden, das kann auch an Einem selbst liegen, wenn man schon so in die Welt guckt, dass sich keiner traut, zurück zu gucken. Und noch viel mehr Erkenntnisse fallen mir ein. -
Und nach dem Aufwachen wieder mal die Frage: Was will mir dieser Traum sagen? Hat man (ich) nicht im Entzug dieses Verhaltensmuster entwickelt? - Lasse es schnell wieder Abend werden. Reiße diesen Tag irgendwie ab. Lebe ihn gar nicht richtig. Und so ein Verhaltensmuster kann sich auch einprägen. Und einem hinterher an jedem Tag das Gefühl geben: Da fehlt was. Der Tag ist nicht rund. Ich reiße ihn nur ab. -
Was zum Nachdenken. Lehrreich. Hilfreich. Soviele Träume. Soviele Fragen...
FEN !!

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unbekannt2581
???
Registriert: Jan 2002

Werke: 0
Kommentare: 65535
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also nur mal so gesagt :

was willst Du uns eigentlich damit sagen ?
Sind das Tagebucheinträge oder sowas ? Ich kann schlecht Satire erkennen und über Humor kann man ja streiten.
Also wenn es nach mir geht, wären 5 Teile mehr als genug.

sorry, ist halt so.

mikel

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