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Leselupe.de > Gereimtes
Frohsinn und Spaß
Eingestellt am 05. 01. 2002 15:34


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Helmut D.
???
Registriert: Jan 2002

Werke: 81
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Frohsinn und Spaß


Wenn das Leben eines Menschen zu Ende geht, wird er nur noch auf diejenigen Tage blicken, in denen er etwas Gutes getan hatte, in denen er glücklich war und die anderen glücklich gemacht hat, denn damit sind alle und auch Gott zufrieden. So besteht der einzige Sinn des Lebens darin, den anderen Freude zu bereiten, weil es Leid genug gibt und deshalb möchte ich hier einige heitere Gedichte aus der Zeit von 1985/86 vorstellen, an denen der Leser vielleicht etwas Freude haben kann.







Der kleine Kiesel

Ich bin ein kleiner Kiesel,
und komme g'rad aus Zwiesel.
Mein Name ist Hans Giesel.
Vermählt bin ich mit Liesel.
Ich liebe Herbert Hiesel,
und fahre einen Diesel.
Mein Lieblingstier heißt Wiesel.
Jetzt regnet es g'rad Niesel.
Das ist schon wirklich miesel.
Ich fühle mich echt fiesel.
Ob ich zu Tod mich schießel?
Das ist die Lebenskrisel!
Ich armer, alter Griesel.
Oh, diese gute Brisel!
Da denk ich gleich an Liesel.
Steig schnell in meinen Diesel,
und fahr zurück nach Zwiesel.
Macht's gut ihr lieben Hiesel!
Und grüßt mir alle Spießel!
Aloha, Euer Kiesel!







Das Häschen

Ein kuschlig weiches Häschen,
mit einem großen Ohr,
saß tief in einem Väschen.
Ein Lauscher guckt hervor.

"Was?", frage ich das Häschen,
"Machst du in dem Gefäß?"
Da zieht es ein sein Näschen,
und zeigt mir sein Gesäß.

Schnell frage ich das Bäschen:
"Was macht dein Vetter, Frau?"
Das Bäschen rümpft sein Näschen,
und seufzt: "Der ist doch blau!"

Ach, armes, kleines Häschen,
jetzt kenne ich Bescheid.
Es drückte dich das Bläschen.
Du hattest keine Zeit.

So stiegst du auf das Väschen,
und fielst, welch Schreck, hinein.
Jetzt nagst du, liebes Häschen,
noch lange an dem Wein.







Fünfundzwanzig Friesen

Fünfundzwanzig Friesen,
liegen da und diehsen.
Auf der grünen Wiesen,
in 'nen Bad, dem miesen,
sie sich niederließen.
Alle Kloppstock hießen.
Zwei davon sind Riesen.
Einer muß g'rad niesen.
"Hatschi" wünsch ich diesem!
Rechts seh ich 'nen fiesen,
den auch sie nicht priesen.
Kind tut Blumen gießen.
Wird gleich's Bächlein fließen.
Muß auch niemand driesen.
Nur wird nichts mehr sprießen,
wo sie es jetzt ließen.
Werd' im Wind nun schießen.
Fahrrad noch aufschließen.
So, ich wünsch noch Diesen,
den fünfundzwanzig Friesen !







Gewitter-Lilly

Es liebte einst 'ne Frau aus Dallas,
Blitz und Donner, über alles,
Weit und breit man diese Tante,
nur Gewitter-Lilly nannte.
Immerzu sah sie nach oben,
blickte nach dem Wolken droben.
Lauschte jeder Wettermeldung,
schaute nach der Nachtbewölkung.
Kam dann aber eine Schwüle,
wachten auf die Lustgefühle.
Jetzt wurd' Lilly richtig munter,
lief die Straße rauf und runter.
Und noch vor dem ersten Blitze,
nahm am Dachstuhl sie den Sitze.
Nahe, dicht am Blitzableiter,
saß die Lilly und war heiter.
"Hui! Wie ich das Blitzlein liebe !
"Hui! Wenn's immer bei mir bliebe !"
"Hui!" saß sie am Dachstuhl schreiend.
"Hui!" die Blitze um sie speiend!
Griff dann ohne Furcht und Bange,
nach des Blitzes Einschlagstange.
Faßte an den Stromableiter,
ließ ihn los und immer weiter.
Alle Welt sah es mit Grausen:
"Lilly, laß doch diese Flausen!"
Lange Zeit ging gut die Sache:
kerngesund, stieg sie vom Dache.
Doch an einem finst'ren Tage,
übertrieb sie ihr Gehabe.
Ließ nicht los den Blitzableiter,
schrie vergnügt, und immer weiter,
war vor Freude fast besoffen -
Da hat sie der Blitz getroffen !

Schwarz verkrustet war das Weibe,
schaurig starr, am ganzen Leibe!

Gewitter gibt's, wie Sand am Meer,
Gewitter-Lilly nimmermehr!







Das Susafon

Kennt Ihr Bescheid? Wißt Ihr es schon?
Die Susi hat ein Susafon!

Ihr kennt ja dieses Blechblasding,
das so, wie meine Oma klingt.

Jetzt übt das Kind den ganzen Tag,
weil es das Blasen so gern mag.

Wenn Ihr sie hört, seid nicht erschreckt:
Sie hat den Griff noch nicht entdeckt!

Der Hals ist steif, die Backen rot
und manchmal hat sie Atemnot.

Ihr wißt ja, so ein Susafon,
braucht starke Lungen für den Ton.

Und das ist auch für sie der Grund:
Sie will 'ne Brust, schön groß und rund!







Der Kuß

Ich will, ich möcht, ich muß,
zu Anna. Heute. Kuß!

Ich fahr, ich lauf, ich reit,
zu ihr hin. Ist nicht weit.

Ich frag, ich bitt, ich knie,
mich nieder. Irgendwie.

Ich denk, ich glaub, ich weiß,
auch Anna möcht, ist heiß!

Ich nehm, ich halt, ich drück,
ganz fest sie. Oh, welch Glück!

Ich sag, ich sprech, ich lall:
"Bist lieb! Aus gutem Stall!"

Ich steh, ich dreh, ich geh,
um zwölf. Ist spät. Tut weh.

Ich schwör, ich ruf, ich schrei:
"Komm wieder! Gleich, wenn frei!"

Ich will, ich möcht, ich muß,
zu Anna. Morgen. Kuß!







Mal gut mal schlecht

Mir ist so wohlig gut,
bin völlig ausgeruht
und dazu ohne Wut.
Ich fahr ins Institut,
und leg dort eine Glut,
bis daß es brennen tut.
Die Sach' darauf beruht:
Als ich dort sang mit Ruth,
da haben sie gebuht,
und dazu noch gemuht.
Das war mir eine Brut!
Jetzt brennt ihr Institut.
Das merken die sich gut,
was man mit mir nicht tut.


Mir ist so furchtbar schlecht,
Ich hab zehn Bier gezecht
und dafür viel geblecht.
Drum ist mir heute schlecht.
Ich fühl mich wie geschwächt.
Mein Kopf klopft wie ein Specht.
Das Sein ist nicht gerecht.
Es kommt nie wie mans mecht.
ich glaub ich lese Brecht
und esse einen Hecht.
Dann wird's mir wieder recht.







Flocke

Liebe, kleine Flocke,
zeig mir deine Locke!
Höre keine Glocke,
wenn ich bei dir hocke.

Deine blonden Haare,
ich im Herz bewahre.
Gold sind uns're Jahre,
gold wie deine Haare!

Deine blauen Augen,
schenken mir Vertrauen.
Laß mich in sie schauen,
Frau von allen Frauen!

Deine sanften Hände,
sprechen mehr als Bände.
Niemals weg sie wende,
Deine sanften Hände!

Liebe, kleine Flocke,
küsse deine Locke,
wenn bei dir ich hocke.
Allerliebste Flocke!








VerusDur@compuserve.de
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niclas van schuir
Guest
Registriert: Not Yet

Witzige Spielchen mit Buchstaben. Mag ich. Darf mehr werden hier.
Gruß
Niclas

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Helmut D.
???
Registriert: Jan 2002

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Frohsinn und Spaß

Hallo Niclas!

Ich werde versuchen, in der nächsten Zeit noch mehr Gedichte in der Leselupe zu veröffentlichen. Sie stammen fast alle aus der Zeit von 1985/86, als ich über 150 Gedichte schrieb. Leider habe ich nicht mehr alle, aber vielleicht schreibe ich noch ein paar neue.

Viele Grüße
Helmut

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