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Leselupe.de > Gereimtes
Frostiger Morgen
Eingestellt am 04. 02. 2006 13:27


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Juergen Kuehn
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2005

Werke: 7
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Frostiger Morgen

Kahles Raureifgeäst
In rötlicher Gräue
Des klirrenden Morgens.

Aufgeregtes Zwitschern
Im buschigen Lorbeer
Kündet vom Sonnenaufgang.

Ein erstes Blitzen
Über den Baumkronen
Verzücktes Flattern im Busch.

Die Spatzenschar rüstet
Für den Wechsel
Ins blattlose Astwerk.

Im eleganten Bogen
zieht ein gutes Dutzend
in Holunderstrauchs Spitzen.

Aufgeplustert und still
Hocken sie beisammen
Fröstelnd in eisiger Kälte.

Bis der erste Sonnenstrahl
Ihr jetzt verhaltenes Gezwitscher
In ein Crescendo verwandelt.

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Rokwe
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2006

Werke: 1
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Mich stört bei der Vorstellung eines frostigen Morgens (und ich stelle mir da einen Morgen bei -15 Grad vor) das Vogelgezwitscher, denn es erinnert zu sehr an Frühling und Wärme.
Wenn man es akzeptiert, ist die letzte Strophe allerdings sehr schön.

Gruß,
Rokwe
__________________
Und er schwieg.

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mirelle
Autorenanwärter
Registriert: Feb 2006

Werke: 4
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Trotz der Gänsehaut beim Lesen finde ich die Bilder die entstehen sehr gelungen. Das Vogelgezwitscher passt gut, wenn mit den Sonnenstrahlen der Frühling zurückkehrt.
__________________
"Heute lebe, fühle, denke und schreibe ich!" anonym
M.M.s

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Juergen Kuehn
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2005

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Hallo Rokwe und mirelle, danke für euren Kommentar.
...
Rokwe, ein frostiger Morgen mit -15° ist eher selten in unseren Breiten, oder?
Zunächst findet das Zwitschern im Schutz des buschigen Lorbeers statt, dann wird es verhalten und mit Unterstützung der Sonne zum lauten Gezwitscher - so waren meine Beobachtungen an dem Morgen (es muss so um -5 gewesen sein)
Gruß Juergen

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Marcus Richter
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 73
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Hallo Jürgen,
der Stil gefällt mir und es gibt ein paar gute Strophen, vor allem vier und fünf sind stark, aber irgendwie scheint mir diese knappe und darum intensive Erzählweise das ganze Poem zu ersticken. Ich weiß, daß die strenge Form sicher gerechtfertigt werden kann, aber du solltest sie am Ende aufbrechen, um "dem Sonnenaufgang" und dem "anschwellenden Vogelgezwitscher" mehr Raum zu verleihen. Ich weiß nicht, ob du das kannst, aber ich hoffe, du verstehst, was ich meine - diese Enge und Kälte im Hollunderstrauch wird ganz gut durch die strenge Form widergegeben, aber das Gezwitscher und der Sonnenaufgang haben nicht genug Platz darin.
Ich hoffe, du findest noch oft solcher schönen Momente, sollten viel öfter festgehalten werden,

Gruss, Marcus
__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Grünbein

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Juergen Kuehn
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2005

Werke: 7
Kommentare: 6
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Danke Marcus,
so hab ich das noch nicht gesehen - die strenge Form
hat sich sicher bei mir durch meine ZEN/Haiku Verbundheit
entwickelt.
Er gibt meinem Begehren "Reduziere zum Maximum" Ausdruck.
Ich will durch äußerst knappe Wortwahl verdichtet das
Wesentliche einer momentanen Situation beschreiben.
Ich will damit den Leser ermuntern zu eigenen Reflexionen.
Gruß
Juergen

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