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Leselupe.de > Ungereimtes
Früh-Stück
Eingestellt am 31. 05. 2009 13:39


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Vera-Lena
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Früh-Stück

Den geträumten
wahrhaftigen Traum,
emporgewachsen
aus dem Kinderschlaf noch,
immer wieder
kann ich ihn betrachten;

unentschlüsselte Bilder,
aus dem Kaffeedunst
scheinen sie
erneut aufzusteigen:

Der weite Weg,
Menschen, die einander stützen,
geschmolzener Asphalt,
Sprache untereinander
ohne Wort und Laut,

mitten aus dieser Düsternis
taucht plötzlich wieder
das honigbestrichene Brötchen auf
wartend, auch dieses.




__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Vera-Lena
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Lieber Mafred,

da bin ich aber anderer Ansicht. Ich gäbe etwas darum, wenn ich wüsste, was mir dieser Traum sagen will. Handelt es sich um ein Erlebnis, das ich schon in einem früheren Leben hatte?
Steht mir so ein Erlebnis noch bevor?
Habe ich einfach nur etwas aufgefangen, was sich irgendwann einmal auf der Erde zugetragen hat?

Ich habe noch ganz andrere Träume, die noch konkretere Bilder haben und ebenfalls absolut rätselhaft sind.

Liebe Grüße
Vera-Lena


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MarenS
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Du hast Recht, Vera-Lena, vor lauter Traumgedanken habe ich dein Gedicht ganz vergessen.

Mir gefiel besonders das Auftauchen des Traumes: ...aus dem Kaffeedunst...
Dann die düstere Szene.
Sie wird abgelöst vom honigbestrichenen Brötchen, süß und klebrig, tröstend.

Liebe Grüße von Maren

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Vera-Lena
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Liebe Maren,

das war meine Absicht bei diesem Text, dass ich den Traum mit dem Frühstück so unaufdringlich wie möglich, aber doch deutlich verbinden wollte.

Wie schön, dass Du das herausgelesen hast.

Danke für Deine nochmalige Antwort!

Liebe Grüße
Vera-Lena


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Franke
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Hallo Vera-Lena!

Ein beeindruckender Text!
Schon der Titel "Früh-Stück" deutet auf etwas unverarbeitetes bzw. unbegreifliches aus früheren Zeiten hin und ist daher hervorragend gewählt.
Und gerade dieses in sich verlieren am Frühstückstisch kennen wir alle und wird von dir sehr treffend beschrieben. Aber der Kaffeeduft und das Honigbrötchen holen uns bei Bedarf dann doch wieder in die Wirklichkeit.
Sehr gerne gelesen!

Liebe Grüße
Manfred

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Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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Heidrun D.
Guest
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Liebe Vera-Lena,

das sind wirklich sehr schöne Traumgedanken ... mich irritieren lediglich die Wörter "wieder - erneut -wieder" und ich frage mich, ob sie zum Verständnis absolut notwendig sind. Eine Idee:

quote:
Früh-Stück

Den geträumten
wahrhaftigen Traum,
emporgewachsen
aus dem Kinderschlaf noch,
immer wieder
kann ich ihn betrachten;

unentschlüsselte Bilder,
aus dem Kaffeedunst
scheinen sie
erneut aufzusteigen:

Der weite Weg,
Menschen, die einander stützen,
geschmolzener Asphalt,
Sprache untereinander
ohne Wort und Laut,

mitten aus dieser Düsternis
taucht plötzlich wieder
das honigbestrichene Brötchen auf
wartend, auch dieses.

Was meinst du?

Liebe Grüße
Heidrun

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Vera-Lena
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Liebe Heidrun,

danke für Deine Vorschläge! Sie würden aber die Aussage verkleinern. Ich brauche das "noch" und das "wieder", damit deutlich wird, wie lange das Lyri schon mit diesem Traum beschäftigt ist und ihn nicht aufdröseln kann.

Das letzte "wieder" brauche ich, damit deutlich wird, dass dieser Traum mitten im Frühstück auftaucht. Also, das Brötchen war da, dann wurde es durch den Traum überblendet und dann war es wieder da, ebenfalls wartend, nämlich darauf, dass das Lyri es verzehrt, so wie es sich auch gerne den Traum aufdröseln würde. Auch der steht ja nun schon so lange auf einer Warteliste.

Dir ganz liebe Grüße
Vera-Lena


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