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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Früher war besser
Eingestellt am 09. 07. 2012 21:53


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mavys
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2010

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Früher war das besser. Ich meine so als ich noch in die Schule gegangen bin. Heute bin ich arbeitslos und alles was mir einfällt, ist am Computer zu spielen und zu schlafen. Ich bin desillusioniert. Ich habe Maschinenbauer gelernt und lange gut verdient. Ich hatte Freunde und sogar eine Frau die ich heiraten wollte. Ich weiß nicht mehr genau, was sie an mir gestört hat, aber nach 3 Jahren hat sie mich wieder verlassen wegen irgend so einem Typen vom Finanzamt. Meine 2-Zimmer-Wohnung geht mir auf den Wecker. Die Decke fällt mir auf den Kopf. Aber ich bin so motivationslos, daß ich nicht raus komme. Freundschaften muß man pflegen aber dazu habe ich keine Lust. Ich schäme mich vor jedem Menschen, weil ich zu nichts Nutze bin. Ich bin tatsächlich einsam. Zu einsam um mir Kontakt zu besorgen. Im Internet chatte ich ab und zu und rede so daher, was für ein toller Typ ich bin. Ich fühle mich dann aber immer schlechter als vorher und denke ich bin jetzt auch noch ein Lügner. Wenn ich in den Spiegel schaue, dann hasse ich mich. Wenn ich schlafe, träume ich manchmal ganz lustig und losgelöst. Deshalb schlafe ich soviel, weil ich noch nie Albträume hatte. Im Moment ist mein Leben ein Albtraum. Ich habe vor Jahren mal ein Buch über thibetischen Buddhismus geschenkt bekommen. Darin blättere ich ab und zu und es verschafft mir ein wenig Linderung. Alles ist von einander abhängig. Nichts ist nur aus sich selbst heraus existierend. Das heißt, so weit ich das verstanden habe, daß alles ein großes Ding darstellt, das mit einander verbunden ist. Dadurch ist es im Endeffekt egal was wir denken, wer wir sind, weil wir doch nur immer alles sind und nicht davon getrennt existieren. Ich habe das so ganz auch noch nicht begriffen, sonst würde ich wohlmöglich mich nicht immer so nutzlos fühlen. Ich muß, glaube ich erstmal wieder lernen zu kämpfen. Außerdem ist einer der ersten Schritte im Buddhismus, daran zu glauben, daß eine Erlösung vom Leid tatsächlich existiert. Ich mag im Moment nichts, aber ich will das so nicht stehen lassen, ich will und ich will nicht......

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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halo mavys,
hm, liest sich wie ein schnellschuss. wir kennen alle solche typen, aber dieser typ ist eben kein mensch - in meinen augen-
denn dann könnte ich mitfühlen.

der text ist seltsam "leer" für mich.

ich bin mir nicht sicher, ob du mit dieser art inszenierung
den leser erreichst.

"Wenn ich schlafe, träume ich manchmal ganz lustig und losgelöst. Deshalb schlafe ich soviel, weil ich noch nie Albträume hatte."
"Im Moment ist mein Leben ein Albtraum."

das gefällt mir: ein widerspruch, der mich umtreibt.
davon gerne mehr.

ralf

p.s.
die lakonische redeweise als stilmittel ist durchaus gelungen
__________________
RL

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mavys
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2010

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Liebe eisblume. Lieber Ralf.
Ich versuche Menschen zu spiegeln. Ist schön, wie ihr diesen Spiegel reflektiert. Beruflich komme ich sehr viel vor allem mit kranken Menschen in Kontakt. Da ich authistisch-emphatisch veranlagt bin, brauche ich ein Ventil. Schreiben heilt.
Was den Schnellschuss angeht lieber Ralf, gebe ich Recht.
Ich schreibe beim spiegeln nie anders.
Oft schreibe ich sowieso nur schnell was auf.
Ist so.

Ach ja, liebe Eisblume. Dein Gefühl zu der Person im Text deckt sich mit meinem Gefühl zur realen Person. Freut.

Alles liebe mavys

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