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Leselupe.de > Gereimtes
Frühling ist dem Winter nah
Eingestellt am 04. 03. 2005 19:01


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Ikarus
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Registriert: Mar 2002

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Frühling ist dem Winter nah

Die Sonne steigt aurorafarben
Am dämmergrauen Ost empor.
Im Kleide feinster Wolkenseide
Durchschreitet sie das Himmelstor.

Erstrahlend in der blauen Sphäre,
Ihr Morgengold auf Felder streut,
Auf zugefrorne Seen, Teiche
Und Wiesen, die noch leicht verschneit.

Allüberall, als lädt zum Feste
Sie nun den Mensch, das Tierreich ein,
Erschallt es fröhlich, gibt sie Wärme
Und Licht in jedes Herz hinein.

Lässt Finken, Sperling, Meisen singen,
Den Kleiber dort vom hohen Ast.
Und Zeisig-, Drosselschwärme rauschen,
Rotkehlchen hör’n – man wünscht sich fast

Die kleinen, weißen Anemonen,
Den ersten Lattich aufzuspür’n,
Wenn stolz sie wieder Grund und Boden
Und ganze Wegesränder zier’n.

Ach, wenn die letzten Eise schmelzen,
Boreas Winde fliehen, ja
Dann sind der Boten Zauberblüten
Und Frühling selbst dem Winter nah.

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Nieselregen
???
Registriert: Jan 2005

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Oh ja,

wie schön!
Bisher habe ich noch nichts davon gespührt, aber nach deinem Gedicht keimt selbst in mir die Hoffnung, dass es vieleicht doch bald Frühling wird.
Von Zeile zu Zeile entwickelt sich die Hoffnung aus eiskalter Erstarrung bis hin zur warmen Erwartung. Danke dafür.

Liebe Grüße
Nieselregen


__________________
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.

Marie von Ebner-Eschenbach

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Ikarus
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danke...

...dir Nieselregen (der hoffentlich bald den Schnee vertreibt)
für deinen Kommentar, und mir gehts wie dir. Ich habe den
Winter satt, drum ließ ich in der vorletzten Strophe meine
Lieblinge "die Anemonen" zu Wort kommen.

Viele Grüße
ikarus

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San Martin
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Im Kleide feinster Wolkenseide
Durchschreitet sie das Himmelstor


Heh, das ist gut. :)

Einige kleine Vorschläge:

Allüberall, als lädt zum Feste
Sie nun den Mensch, das Tierreich ein,

Sie beide - Mensch und Tierreich - ein

"Erklingt" statt "Erschallt"?

"gibt sie Wärme
Und Licht in jedes Herz hinein."


"Hineingeben" ist ein seltsames Verb dafür. Wie wäre es mit gießen, füllen, legen?

Und Zeisig-, Drosselschwärme rauschen
"Lässt" statt "Und" als Anapher in der gleichen Strophe.

"Boreas Winde fliehen, ja" mutet sonderbar an und lässt mich die Stirn runzeln. Dadurch wirkt der Reim sehr gezwungen.
__________________
"I still can remember the way that you smiled on the fifth day of May in the drizzling rain."

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Ikarus
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Hallo San Martin,

schade :-( nur 6 Punkte :-)

trotzdem sind einige deiner Verbesserungsvorschläge sehr gut.
Werde über den Rest sicherlich nachdenken...

vorab:

Und Zeisig-, Drosselschwärme rauschen
"Lässt" statt "Und" als Anapher in der gleichen Strophe.


Die Idee mit dem Anapher ist genial!

"Boreas Winde fliehen, ja" mutet sonderbar an und lässt mich die Stirn runzeln. Dadurch wirkt der Reim sehr gezwungen.

Ja, ich weiß. Dies ist die einzigste Zeile, bei der ich mich
zwingen musste, damit es sich reimt.

Bis dann und danke
Ikarus

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San Martin
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Tut mir leid wegen der Bewertung, aber die angesprochenen technischen Mängel... und überhaupt... (Rechtfertigungszwang)! Mir fällt grad auf: Leider kann ich die Bewertung nicht verbessern, wenn du das Gedicht nochmal editierst. :S
__________________
"I still can remember the way that you smiled on the fifth day of May in the drizzling rain."

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