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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Frühstück
Eingestellt am 07. 11. 2014 12:23


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Bernd
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Registriert: Aug 2000

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Ich holte mein Frühstück heraus,
ich hatte es in Butterbrotpapier gewickelt,
und wickelte es aus.
Eine Doppelschnitte mit Butter und Käse,
dazu einen Apfel,
als ich hineinbiss, färbte er sich rot.
Zahnfleischbluten, ich hätte es wissen müssen.
Skorbut? Ich bin auf der Hut
und beiße ein neues Stück ab vom Apfel,
und dann hinein in meine Bemme.
Duft dringt am Ohr vorbei in die Nase.
Ich schrei laut, niese, und merke,
ich sitze in einer Oase,
inmitten der Wüste, fest.
Man lässt
mich nicht heraus, obwohl ich herauskommen könnte,
und das Wüstenlabyrinth bedarf keiner Mauern,
die Mauern sind Sand.
Und der bringt mich bald noch um meinen Verstand.
Der Verstand läuft langsam über den Wüstenboden,
findet eine Schlange. Ach ja, die gehört ja zum Apfel.
Und ein Baum steht da, gleich neben der Quelle.
Und ich stehe an der nämlichen Stelle
und möchte Weisheit und kann sie nicht haben.

Und habe den letzten Bissen gegessen.
Das Frühstück ist alle.


__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

Version vom 07. 11. 2014 12:23

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