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Leselupe.de > Ungereimtes
Für Schakim
Eingestellt am 27. 07. 2004 18:55


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Vera-Lena
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Registriert: Oct 2002

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Bleibe Du Selbst

Steige in den Sonnenwagen,
lass dich durch die Lüfte tragen,
aus der Lichtwelt bunten Tiegeln,
deinen Lichtleib neu versiegeln,
aus der Gottesmutter Quellen
deine Siegel neu erhellen,

deine Kräfte machtvoll spreiten,
um im Taumel der Gezeiten,
aus der Wirrnis bunter Maschen,
deinen Faden zu erhaschen,
der auf einen Zug ganz zart
deine Muster offenbart,

das, was einmal nur gegeben
aus des Gottes Gottesleben
unverwechselbar und ewig,
allen Gleichseins völlig ledig.

Damit schaffe und gestalte,
Teil in Ganzheit, wirke, walte.
Was dem Kinde unbewusst,
sei dir neu erkannte Lust.




__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Silberstreif
???
Registriert: Jun 2001

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hallo Vera-Lena

was heißt "spreiten"? Das Wort ist mir nicht bekannt. Meinst du streiten?

ewig/ledig ist der einzige Reimpatzer, den ich entdecken kann. Stört etwas.

Grüße

Silberstreif
__________________
will man, was man muss?

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Silberstreif,

"spreiten" ist laut Duden die veraltete Form für "ausbreiten". Ich habe es schon oft in Romanen des 18. Jahrhunderts gelesen.

Im Schauspielunterricht lernt man in der Sprache, die auf der Bühne gesprochen wird, dass alle "ig" am Ende eines Wortes wie "ich" gesprochen werden, damit der Schauspieler im Publikum gut verständlich ist, also zB Könich anstelle von König. Das hat sich bei mir natürlich eingefleischt und deshalb reimt sich für meine Ohren ewig auf ledig ganz rein.
Ja, was will man da machen?
Also mir wäre das aus besagtem Grund nicht aufgefallen, dass das ein unreiner Reim sein könnte, und wenn ich mir vorstelle, dass zB der verstorbene Will Quadflieg diesen Text spricht, dann müsste er auch "ledich" sprechen.
Ja, wenn Du es einmal so liest, dann muss es sogar völlich ledich heißen, und dann klingt es wie Musik. Probier es mal, es ist sicher ungewohnt für Dich, aber probier es einfach, wenn Du Lust dazu haben solltest.
Ich danke Dir herzlich für Deine Beschäftigung mit dem Text, Deine Anfrage und Deinen Hinweis.
Mit lieben Grüßen Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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inken
Guest
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Liebe Vera-Lena

...das liest sich für mich wie der Spruch einer alten Zauberin - magisch,mystisch und dennoch auf eine vertraute Weise wahr, die man nicht benennen kann...
liebe Grüsse aus Zürich - Inken

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Liebe inken,

ja, wenn ich zaubern könnte...
Es freut mich sehr, dass der Text solche Assoziationen auslösen kann. Das sind so die Dinge auf die man natürlich selbst nie kommen würde.... Darum vielen Dank für Deine Antwort.

Besuche unbedingt das Fraumünster (falls Du nicht schon hast). Dort schweben die Engel auf und nieder (jedenfalls konnte ich das wahr nehmen) und die Fenster von Marc Chagall sind sehenswert.

Ganz liebe Grüße von Vera-Lena
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Klopfstock
Guest
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Liebe Vera-Lena,
ich wußte gar nicht, daß Du auch hier schreibst -
bin heute zu ersten Mal in diesem Forum.
Bei Tagebuch dachte ich immer, die Leute schreiben
sich tagebuchmäßig ihre Erlebnisse von der Seele.
Und nun ein Gedicht von Dir
Und dann noch solch ein tolles.
Ich mußte beim Lesen auch an eine Zauberin denken,
die etwas heraufbeschwört.
Jetzt weiß ich was "spreiten" bedeutet

Ich wollte, dieses Gedicht könnte Schakim
wieder hierher zaubern

Liebe Grüße
Irene

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