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Leselupe.de > Ungereimtes
Für Uljana, herzlichst - Hans
Eingestellt am 22. 11. 2005 11:46


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Zarathustra
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Für Uljana*,
herzlichst - Hans


Manche Gedichte sind leck
verlieren an Kraft,
beim Lesen, beim vierten Vers,
das Leben
Sie stürzen,
sie erlahmen im Flug.

Du fragst:
Waren es die Pfade der Wölfinnen -
der grauen Herrscherinnen der Nacht
die zum grinsenden Mond hinaufführten
an deinem schlafenden Fenster vorbei
ohne zu warten auf uns,
oder war es nur ein Traum?

Wennschon -
es war in München,
der Winter brach durch Wolken
ihren nackten Rücken sah ich
als sie sich bückte,
nach 10 Groschen vielleicht
in hautengen Jeans
Da las ich zwischen den Zeilen.

Jetzt wusste ich:
Sie aßen ihre Toten
aßen mit Appetit
ich aber schrieb steife Verse
auf bereits bedrucktes Papier.

Sie essen weiter,
essen mit Genuss.
Sie essen was sie verehren,
sie essen die Toten
während die Liebe um die Wette raucht
Verspeisen die Ahnen ihre Kinder.

In arabischer Sprache aber
entstand eine mögliche Welt
beim Qualm einer Zigarette
beim Hinausgehen,
beim Auf wiedersehen.
Ich denke es waren Gaulouise?

Für Uljana –
Herzlichst – Hans
_________________________________________________________
*Uljana Wolf las am 21.11.2005 Gedichte im Literaturhaus München. Es sind knisternde Momente, wenn sie liest. Sie überschreitet alle Grenzen die ihr gesetzt sind, verletzt aber niemals Vertrauen und Intimität. Das Fremde wirkt plötzlich erotisch. Durch ihre Gedichte werden Begegnungen und Berührungen mit der Vergangenheit ganz neu möglich.


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__________________
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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Sandra
Guest
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Sehr schöne Zeilen, sehr schöne Lyrik und durchaus beneidenswert, wenn es glingt, einen Leser so in seinen Bann zu ziehen.
'Reisende' gefiel mir ausnehmend gut.
Deine Gedanken und Beschreibung zu ihr ebenfalls.
LG
Sandra

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Zarathustra
Routinierter Autor
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Dankeschön Sandra,

das Kompliment aber gilt voll und ganz
Uljana Wolf .. die bezaubernd mit Worten umgehen kann..

l.G. Hans
__________________
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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Sonnenkreis
Festzeitungsschreiber
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Lieber Hans;

seltsam, warum kommt mir Deine Art zu schreiben
nur immer wieder bekannt vor) ?

Zum Inhalt: Die Toten zu verspeisen; im übertragen-
en Sinn bedeutet das: Ihnen eine Ehre zu erweisen,
sie also nicht zu verschmähen.

Mir gefällt das Gedicht sehr gut; ich lese die ge-
übte Feder. So macht es mehrfach Spaß...!

Liebe Grüße
Sonnenkreis

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Zarathustra
Routinierter Autor
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@Sonnenkreis

Hallo Sonnenkreis,

warum dir meine Art zu schreiben bekannt vorkommt, wie könnte ich das wissen?

Jedenfalls: Ich gestehe: Für mich ist Schreiben zur Zeit eine Qual. Die Worte fliehen von mir weg.

Ach ja, und dann mißbrauchte ich diesen Tag, diesen 21.11.2005. Ich mißbrauchte alles was mich in den letzten Tagen beschäftigte, .. erfeute mich an der Lyrik von Uljana Wolf .. und stopfte allen Mist in dieses Gedicht.
Einfach deshalb; - um etwas zu tun.

Ich schreibe, also bin ich ;-)

Liebe Grüsse aus München
Hans
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Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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