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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Für den Notfall
Eingestellt am 14. 11. 2015 12:49


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Eleonore F.
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Für den Notfall

Im Garten hat sich Hans 2 Container eingerichtet, für den Notfall. Sie stehen auf fahrbereiten Hängern.
Der Notfall ist Krieg oder der Ausfall von Strom. Im ersten Fall ziehen sie in die Container um, im 2. fahren sie von dannen.
Hans rechnet täglich mit dem Notfall. Und wenn er gerade nicht damit rechnet, dann plant er ihn und füllt die Bestände auf.
Im ersten Container stehen links Regale voller Essensvorräte: Konserven aller Art von süßen Pfirsichen und Ananasscheiben, über Mais, Erbsen, Karotten und Bohnen bis deftigen Dosen mit Fisch oder eingelegten Eiern, genauso Saure Gurken, Knäckebrot, Kaffee und Tee. Das Milchpulver fand Hans nie so schlecht wie sein Ruf, Gewürze beschränkt er auf Salz, Zucker und Pfeffer. Essig und Öl hat er erst gestern wieder nachgefüllt. Im Notfall kommt man mit 5 Ölflaschen nicht weit. Reis und Nudeln plant er als Hauptnahrungsmittel ein. Kartoffeln wird es nur in Form von fertigem Kartoffelbrei geben. Für die Anfangszeit kauft er H-Milch und H-Sahne. Die verbraucht er jetzt, vor dem Notfall, falls dieser doch noch nicht eintritt, und füllt den Bestand dann wieder auf.
Im rechten Regal sind Kosmetikartikel aller Art zu finden: Klohpapier, Shampoo, Duschgel, Tampons für seine Frau und seine Tochter, Zahnbürsten, Zahnpasta und eine große Kiste mit medizinischer Notfallversorgung.
Wasser hat Hans gleich am Anfang seines Projekts in 20 Liter Kanister abgefüllt. Davon hat er wiederum 20 Stück im hintersten Teil des Containers gelagert.
Unter den Regalen für den Betrachter unsichtbar befinden sich große Schubladen, in welche Hans die Luxusartikel gesteckt hat. 20 2-Liter Tetrapacks Rotwein, 50 verschiedene Ritter Sport Schokoladen, 5 kleinen Eimer Honig und 8 Ouzoflaschen.
Das ist Container 1, der Vorratscontainer. Daneben steht Container 2, der Wohncontainer.
Jeden Tag zieht Hans die massiven Stahltüren von Container 1 und 2 auf und begutachtet Vorräte und Wohnstätte. Immer wieder stellt er sich die Frage: Was fehlt?
Täglich kann der Notfall eintreten, und wenn Hans dann nicht gerüstet ist, kann es zu spät sein. Im Idealfall sitzen Hans, Clara und Tochter Luise gemeinsam auf dem Sofa und sehen im Fernseher den einbrechenden Notfall über die Nachrichten ankündigen. Sie müssen dann nur noch ihre Klamotten packen und die wichtigsten persönlichen Dinge, die 2 Container an die 2 vorhandenen Kraftwagen anhängen und losfahren. Wie besprochen nimmt Hans dann den Wohncontainer und seine Frau mit Tochter den Vorratscontainer. Hintereinander werden sie dann in Richtung Alpen fahren, an einen Ort, den sie zwar nur von der Karte her kennen, der ihnen aber fürs Erste sicher erscheint.
3 große Zargesboxen stehen im Hausflur der Familie bereit, um im Notfall mit den Klamotten und persönlichen Gegenständen von Hans, Clara und Luise gefüllt zu werden. Im Wohncontainer ist dann links an der Wand hinter dem Waschbecken Platz gelassen, um diese Alukisten zu verstauen.
Rechts stehen 2 Stockbetten hintereinander, wobei ein Bett von Hans voll gestapelt wurde mit warmen Bundeswehrwolldecken und Wärmflaschen. Im linken hinteren Eck steht ein Schrank voller Töpfe, Geschirr und Besteck. Hier findet die Familie im Notfall Streichhölzer, Kerzen, einen kleinen Gaskocher mit Ersatzzubehör, 3 Taschenlampen und 5 Kanister Wasser. Hier ist ein kleiner Teil des Essensvorrats für einen Notfall der Trennung der Familie innerhalb des Notfall angelegt. Genauso finden sich 3 dicke Wolldecken, 2 Kissen, ein Topf, ein noch kleinerer Gaskocher und ein Messer und ein Schneidebrett in Container 1.
Die Familie ist also bereit. Sie sitzen vor der Kiste und verfolgen die Nachrichten. Da wollen sie auch sitzen bleiben, auf dem weichen Sofa, für den Rest des Lebens.
Doch auf die Container im Garten möchten sie dennoch nicht verzichten. Falls doch mal was passiert.

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Hyazinthe
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Hallo Eleonore!

Deine Geschichte ist durch die penible Aufzählung der gehorteten Gegenstände sehr anstrengend zu lesen, bekommt dadurch aber auch etwas irrational Bedrückendes.
Du lässt offen, welche Art von Notfall hier gemeint ist (eine Naturkatastrophe? die "Islamisierung des Abendlandes"? der Atomkrieg?) und überlässt es dem Leser, die Sinnhaftigkeit einer solchen Notfallvorsorge zu beurteilen. Damit ist man allerdings überfordert, weil der Kontext fehlt. Für mich hat das Verhalten dieser Familie etwas Paranoides, Krankhaftes.

Ich finde, von Erzählstil her ist dein Text eher eine Bestandsaufnahme oder ein Bericht als eine Kurzgeschichte. Das macht es schwer, mitzudenken und mitzufühlen.

Gruß, Hyazinthe
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DocSchneider
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Hallo Eleonore,


ich bin mir sicher, den Text schon zu kennen. Verbessert hat er sich nicht. Zahlen werden ausgeschrieben und die Geschichte fehlt völlig.


LG DS
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Manchmal denke ich, der Himmel besteht aus ununterbrochenem, niemals ermüdendem Lesen. (Virgina Woolf)

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