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Leselupe.de > Gereimtes
Funken aus der Ewigkeit.
Eingestellt am 31. 05. 2006 10:29


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San Martin
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Funken aus der Ewigkeit

"Selbst das Schönste kann vergehen,
wurzelt es auch noch so tief.
Jeder Wind muss einmal drehen",
sprach ich leise, als ich schlief.

Doch der Nachhall dieser Worte
lebte lÀnger als mein Traum,
und zurĂŒck durch Morpheus' Pforte
schwang das Echo noch im Raum.

Um das Schöne zu bewahren,
leg ich es in ein Gedicht,
so dass auch nach vielen Jahren
dessen Echo zu dir spricht.

Irgendwann muss meine Stimme
splittern unterm Zahn der Zeit,
doch vielleicht schlÀgt meine Minne
Funken aus der Ewigkeit.
__________________
"I still can remember the way that you smiled on the fifth day of May in the drizzling rain."

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Hallo San Martin

Sauberes Handwerk aber verworrene Aussage. ZunÀchst wurdert man sich doch sehr. Du hörst was Du im Schlaf sprichst?
Du weist auf die VergĂ€nglichkeit des Schönen hin und schreibst eben diese Erkenntnis nieder um es zu bewahren? Nein - die Erkenntnis ist das Schöne. Zweimal das selbe Wort und doch meinst Du zwei verschiedene Dinge. In diesem Kontext völlig missglĂŒckt.

Als geradezu grotesk empfinde ich die Minne. Zitat Wikipedia:
...besonders charakteristisch fĂŒr die höfische Kultur wurde die Übertragung und Einengung dieses Konzepts auf den gesellschaftlichen Umgang zwischen MĂ€nnern und Frauen. In diesem Prozess wurde Minne zu einem eigenartigen Ideal platonischer Liebe, das vor allem den unverbrĂŒchlichen ritterlichen Dienst fĂŒr eine Dame, die Unterwerfung unter ihren Willen und die Werbung um ihre Gunst bedeutete (sog. Hohe Minne).

Auch den Hinweis, dass ZĂ€hne eher splittern als Stimmen und somit auch dieses Bild nicht einer gewissen Komik entbehrt, kann ich mir nicht verkneifen.

So schön der Klang des Gedichtes ist, sein Ton ist misslungen.

Gruss

JĂŒrgen


__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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San Martin
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Hallo,

danke fĂŒr deinen Kommentar und die Bemerkungen. In der Tat, die Begriffe sind etwas verworren, aber als misslungen wĂŒrde ich den Ton deswegen noch nicht betrachten. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen...

quote:
Als geradezu grotesk empfinde ich die Minne

"Minnesang" ist hier gemeint. In meinem SprachverstÀndnis ist diese UnschÀrfe i.O.

quote:
Du hörst was Du im Schlaf sprichst?
quote:
Auch den Hinweis, dass ZĂ€hne eher splittern als Stimmen

Du scheinst mir die Worte und Bilder zu wörtlich zu nehmen. Die Stimme, die unter dem Zahn splittert, ist eine Metapher dafĂŒr, dass die Liebe mit der Zeit immer schwĂ€cher wird und schließlich zerbrechen muss. Die Stimme singt das Minnelied, das Minnelied handelt von Liebe, die Stimme ist also Stellvertreter der Liebe, und diese Stimme bricht und splittert, weil sie alt und brĂŒchtig wird.

Das lyrische Ich kann hören, was es im Schlaf gesprochen hat, weil das Echo der Worte noch widerhallt, als es schon erwacht ist. Das Sprechen im Schlaf ist das unterbewusste Wissen um das unvermeidliche Ende der Liebe ("das Schönste"/"das Schöne"), welches die rationale Seite nicht wahr haben wollte, nun aber muss, und deshalb - zur BewĂ€ltigung - legt es seine GefĂŒhle in ein Gedicht & Lied, damit wenigstens ein Teil dieser GefĂŒhle bewahrt wird und "Funken aus der Ewigkeit" schlagen kann. *shrug*
__________________
"I still can remember the way that you smiled on the fifth day of May in the drizzling rain."

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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San Martin

Es ist mir schon fast peinlich, wenn Du Dich fĂŒr einen Verriss bedankst.

Was Du als Deine kĂŒnstlerische Freiheit reklamierst sind fĂŒr mich StilblĂŒten.

Eine Metapher trifft entweder den Nagel auf den Kopf oder sie kommt aus einem völlig anderen Bereich (Minne --> seltsame Mischung aus platonisch-erotischer Leibe / Text jedoch "freundschaftlich" - haarscharf daneben ist am schlimmsten!). Alles andere geht in die Hose.

Verwendet man eine Metapher auf einen Gegenstand und ein zweiter Gegenstand in diesem Satz passt auf die Metapher wie Arsch in Hose --> StilblĂŒte (splitternde Stimme/das Beisswerkzeug).

Daher meine ich, ist mein Kritik fundiert und kein Geschmacksurteil. Letzteres wÀre einfach und kurz: BÀh!

LG

JĂŒrgen
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Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Regenzauber
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@San Martin

Mir gefĂ€llt an deinem Gedicht der Ausgangspunkt, und hier muss ich anderen Kommentaren durchaus widersprechen: es ist ein hĂ€ufiger Trauminhalt, dass man etwas ist oder sagt oder tut, wozu man in Wirklichkeit nicht fĂ€hig ist. Ich spreche nicht nur vom Fliegen und Zaubern, sondern von möglichen Akten, wie ein Instrument spielen, das man nicht kennt, sich in einer KunstausĂŒbung finden, wie es z.B. das Deklamieren eines Textes darstellt, der uns im Traume als höchstvollendet erscheint, und den wir, wenn es uns gelingt, aus dieser Schlafphase auszubrechen und das, woran wir uns noch erinnern, niederzuschreiben, beim spĂ€teren Durchlesen wĂ€hrend des Tages, recht banal oder selbst sinnlos und dumm finden.

Dass dir bzw. dem lyrischen Ich, also so ein Spruch aus dem Traum in den Tag hinein verfolgt, ist nicht erstaunlich. Erstaunlich hingegen wÀre es, wenn dieser Spruch wirklich der Weisheit letzter Schluss wÀre, doch diese Angst hast du uns nicht eingejagt!

Ich habe mich jedenfalls gut amĂŒsiert. Danke!
__________________
Regenzauber

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Micha v.d. Rosenhöhe
Guest
Registriert: Not Yet

Ich denke ein unterhaltsames Werk, nachvollziehbar, aber nicht unbedingt fĂŒr die Geschichte. Was bitte nicht heissen soll dass ich es je besser könnte.

gruß
micha

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