Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92269
Momentan online:
503 Gäste und 15 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Fussballtrauma
Eingestellt am 25. 06. 2004 17:30


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Michael Pliet
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jan 2004

Werke: 11
Kommentare: 1
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Michael Pliet eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Wie ein Donnerschlag, h├Ąmmerte sich der Pfiff des Schiedsrichters in die K├Âpfe der Spieler. Aus. Es war alles aus. Das gute Spiel gegen Holland lie├č alle noch hoffen, aber schon gegen Lettland musste man feststellen, dass man nicht mehr zu den Gro├čen geh├Ârte. Da half es auch nichts, dass der Kahn, seine Mannschaft immer und immer wieder antrieb, was ihnen fehlte war einfach ein guter St├╝rmer.

Wie in Trance begab sich die Mannschaft mit ihrem Teamchef Rudi V├Âller noch in den Fanblock, um sich bei den Fans zu verabschieden. Viele buhten sie aus, ein gro├čer Teil der Zuschauer applaudierte auch. Die Spieler wussten, dass es eigentlich nicht ihnen galt, sondern ihrem Teamchef. Vier Jahre hatte er alles daf├╝r getan, damit man nichts so kl├Ąglich scheiterte wie bei der EM 2000, genutzt hatte es nichts. Das Gl├╝ck war nicht auf der Seite der Deutschen. W├Ąre der Ball von Ballack rein gegangen, oder wenigstens der Nachschuss von Schneider, dann h├Ątte das Spiel ganz anders ausgehen k├Ânnen. H├Ątte. W├Ąre. Wenn. Jetzt war es zu sp├Ąt sich dar├╝ber den Kopf zu zerbrechen, man war drau├čen und schon f├╝r den n├Ąchsten Tag stand die Abreise fest. Koffer packen und fliehen aus dem Land der Schmach.

Jetzt begann es wieder. Das Einpr├╝geln der Medien auf die Nationalmannschaft, kein gutes Haar w├╝rde man an ihnen lassen. DEUTSCHLAND VERLIERT GEGEN B-MANNSCHAFT DER TSCHECHEN. Die Bildzeitung w├╝rde besonders in die Wunde schlagen, dass konnten die Schreiberlinge dieses Schundblattes ja sehr gut.

Mit h├Ąngenden K├Âpfen betraten die Spieler ihre Kabine. Ein letztes Mal umziehen, dann an die Hotelbar, den Frust runter saufen und vergessen. Oliver Kahl lie├č sich besonders h├Ąngen. Er gab sich die Schuld, den Freistoss nicht gehalten zu haben und am Ausscheiden der Mannschaft Schuld zu sein. Die gute Vorarbeit von Ballack war umsonst gewesen. Was war das doch f├╝r ein herrliches 1:0 gewesen, als er den Ball in die Ecke des Tschechischen Tors geh├Ąmmert hatte? Einen kurzen Moment war die Hoffnung, dass alles gut werden w├╝rde? Die Realit├Ąt machte allerdings alles kaputt, da half auch der Einsatz der jungen Spieler nichts mehr. Was h├Ątte man f├╝r einen deutschen Wayne Rooney alles gegeben, doch so einen richtigen Knipser gab es in der gesamten Bundesliga nicht. Jetzt hie├č es ackern, damit die WM 2006 nicht in einem Desaster endete. Im Ausland zu verlieren war eine Sache, jedoch sich im eigenen Land zu blamieren, konnte der Mannschaft auch noch den letzten Respekt nehmen. Auf V├Âller konnte nicht mehr gesetzt werden, denn schon am n├Ąchsten Tag w├╝rde er sein Amt niederlegen, dass war er dem deutschen Volk einfach schuldig, so sahen es jedenfalls die Oberen des DFB. Grade Mayer-Vorfelder zeigte in solchen Dingen keine Skrupel, hatte er doch schon einen Nachfolger im Sinn. Ottmar Hitzfeld war im Gespr├Ąch, aber auch die alte Koksnase Daum. Wer w├╝rde es werden? Lassen wir uns ├╝berraschen.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zur├╝ck zu:  Kurzprosa Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!