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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Futur I, Futur II ... ... Futur 1000
Eingestellt am 06. 06. 2001 22:37


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cre_ator
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Futur I, Futur II ... ... Futur 1000

Ein in mein Hirn eindringendes immer lauter werdendes qu├Ąlendes piepsen schreckt mich hoch. Ich ziehe mein HSfL (Hochsensibles Schlafger├Ąt f├╝r Langschl├Ąfer) ab, und entsteige meinem Schlafcyber-anzug. Ich habe genau 25 Minuten geschlafen, das entnehme ich der Digitalanzeige des HSfL, ich f├╝hle mich jedoch, als h├Ątte ich 10 Stunden geschlafen. Dank sei der modernen Technik, ganz beson-ders dem HSfL!

Ich begebe mich zu meinem HSEA (Highspeed Espresso-Automaten) und dr├╝cke auf den Startknopf. Anschliessend programmiere ich den HSWF (Highspeed Warenfax) auf die Nummer der Warenfax-B├Ąckerei und gebe meine Bestellung durch. Im nu steht ein ganz ansehliches Morgenessen vor mir. Ich f├╝lle das Zeugs in den FFMI (Fastfood-Mix-Infusionator), und innert einer Minute habe ich das ganze Morgenessen per Infusion intus.
Langsam n├Ąhere ich mich zu meinen VHPC (Virtuell Home Personal Computer) mit jenstem Schnickschnack wie IE+C Komponenten (Internet + Communication). Ich streife meine IE+C-Brille, den Virtuallreallity-Anzug samt den megasensiblen Handschuhe ├╝ber. Ich schalte den VHPC ein, und logge mich ├╝ber meine Homestation in das virtuelle B├╝ro ein. Als erstes ein kleiner Schwatz mit mei-ner virtuellen Sekret├Ąrin, die verdammt gut aussieht, ich jedoch keine Ahnung habe wer am anderen Ende sitzt. Ich nehme mal an das sie oder er den virtuellen K├Ârper auf einer Internetauktion gegen teures Geld, wenn man unsere Kreditkartenchips die uns unter die Haut implantiert wurden noch Geld nennen kann, gekauft hat wie die meisten anderen. Ich habe meinen Virtuallbody selbst programmiert, so kann ich ihn jederzeit ├Ąndern, da ich den Quellcode kenne und verstehe. Wie etwa letzthin, als ich mein kleines anprogammiertes Bierb├Ąuchlein in einen Waschbrettbauch ge├Ąndert habe. So bleiben mir die l├Ąstigen besuche im Virtuellen-Fitnessstudio erspart, und ich kann l├Ąnger im Virtual-Pub rumh├Ąn-gen und IErdinger5 trinken. Und da ja alles Virtuell ist muss mich auch niemand Nachhause tragen wenn ich besoffen bin. Der Wirt dr├╝ckt nur auf einen Knopf hinter der Theke und schon bin ich ausge-loggt.
Ab und zu treffe ich mich mit einer Frau im Virtuall-Kino und wir schauen uns einen Film an, doch wer sich hinter dieser Frau versteckt, weiss ich nicht. In der Virtuellen-Schule lernte ich das un-ser Cyberleben mit dem Chatten vor tausend Jahren zu vergleichen sei. Wir wissen nicht wer sich in der Wirklichkeit hinter der Person verbirgt mit der wir es tagt├Ąglich zu tun haben. Die sexy Sekret├Ąrin k├Ânnte ein Mann wie ich sein, der in seinem Bunkerraum von 25 Quadratmeter in einer unterirdischen Bunkerstadt, die es noch vereinzelt auf unserer Erde gibt, rumtreibt.
Die Erde die es vor tausend Jahren gab existiert nur noch auf den Harddisks der Bunkerstadtzentral-rechnern. Dort k├Ânnen wir uns ├╝bers Netz Ferienprogramme downloaden, die wir ├╝ber unsere Chip-implantate bezahlen.
In unseren Bunkerr├Ąumen steht ├╝berall die gleich Ausr├╝stung, eine kleine K├╝che mit einem HSEA, einem FFMI und einem HSWF. Daneben steht der HSfL oder ein HSfN (Hochsensibles Schlafger├Ąt f├╝r Normalschl├Ąfer). Und zu guter letzt noch der 5x2x3 Meter grosse VHPC.
Durch all diese Ger├Ąte haben wir in einem Jahr etwa f├╝nfzig mal mehr Zeit, als die Menschheit vor tausend Jahren noch hatte. Ob man die Menschheit von heute noch Menschheit nennen kann, oder ob wir sie einfach lieber ÔÇ×Zuweitentwickelte Technik mit minimem MenschenverstandÔÇť nennen wollen bleibt dahin gestellt.
Doch durch all diese Elektronischen Ger├Ąte verursachten Magnetfelder und Elektrosmogs, plus die schlechte Athmosph├Ąre in den Bunkern verk├╝rzt die Lebenserwartung der heutigen Menschheit mas-siv. Das Durchschnittsalter liegt gerade mal bei 25 Jahren.

Ob das Leben heute noch so lebenswert ist wie vor tausend Jahren? Ich weiss wie eine Katze aussieht, wie sie sich anf├╝hlt, doch das Virtuelle-Ding hat mir noch nie in mein Zimmer geschissen!! Zugerne w├╝rde ich mal aus diesem d├╝steren Bunker raus, draussen w├╝rde ich jedoch innert k├╝rzester Zeit draufgehen!! Ich m├Âchte alles r├╝ckg├Ąngig machen!! Zur├╝ck zu den Wurzeln, ja gut vielleicht auch nur so etwa tausend Jahre Zur├╝ck.

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cre_ator
M├Âchtegern-Schreiber
Registriert: Jun 2001

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Hallo

Hallo zusammen

Ich bin neu hier und hab keine Ahnung wie meine Lekt├╝ren ankommen, darum bitte ich euch um positive und negative Kritik.

mfg cre_ator

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smilla
Hobbydichter
Registriert: May 2001

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Deinen Text verstehe ich als eine Art Statment an die Zukunft die nicht mehr gelebt wird, sondern nur noch virtuell existiert.
Zumindest sind es origenelle Gedanken aus denen eine Geschichte werden kann.
Interessant - klicke ich zumindestens nicht gelangweilt weg.

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

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einfach

k├Âstlich. von mir aus k├Ânnten noch mehr worte aus der zukunft drin sein. "minimem" ist umwerfend, aber "innert" h├Ątte ich innerb genannt, du meinst doch "innerhalb", oder? ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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cre_ator
M├Âchtegern-Schreiber
Registriert: Jun 2001

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tja, der dialekt ;-)

hy flammarion
Du hast nat├╝rlich recht, leider macht mir manchmal der schweizerdeutsche Dialekt einen Strich durch die Rechnung ;-) ich geb mir m├╝he.
__________________
brauche dringend kritik!!!

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

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re

ja, mein lieber, wenn du kritik w├╝nschst, dann mu├čt du wohl noch etwas schreiben. zu obigem habe ich nichts zu meckern. aber ich bin ja nicht alle, deshalb zieh ich dein werk hier nochmal hoch. ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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