Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92253
Momentan online:
255 Gäste und 9 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Ganz Einfach
Eingestellt am 01. 08. 2002 00:06


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Concorde
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 6
Kommentare: 13
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Concorde eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

GANZ EINFACH

Bevor sie die Wohnung verlie├č, stellte sie die Heizung ein wenig h├Âher. An der Stra├čenbahnhaltestelle richtete sie sich auf Warten ein. Leichtes Kribbeln in der Magengegend verriet ihre Aufregung. Was hatte in der Anzeige gestanden? "180/78/38 J., gesch., dunkelh., Architekt .... " Seine Stimme hatte am Telefon einen angenehmen Klang, sie waren sogar ein bi├čchen ins Plaudern gekommen.
Hoffentlich sa├č keine von ihren Freundinnen in dem Caf├ę. Auf ihrem letzten "Weibertreff", der von den Ehem├Ąnnern entweder ausdr├╝cklich erlaubt oder geduldet wurde, hatte sie etwas versch├Ąmt von ihren neuen Pl├Ąnen erz├Ąhlt. Sie ├Ąrgerte sich noch immer etwas, wenn sie an das ├╝berlegen-befriedigte L├Ącheln auf ihren Gesichtern dachte. Das w├╝rde ja nun auch Zeit, hatte sie kommentiert, nachdem sie letzten Samstag sogar mit Stefan, diesem Chauvi, in eindeutiger Weise getanzt und dieses offensichtlich auch noch genossen habe.
Ja, sie hatte versucht, die k├Ârperliche N├Ąhe des Tanzens zu genie├čen, sie hatte versucht, sich ganz einfach wohlzuf├╝hlen, vielleicht w├Ąre es auch gelungen, wenn dieser Trottel nicht soviel Unsinn geredet h├Ątte.
Beim Betreten des Caf├ęs zitterten ihre Knie, und der Mann mit dem grauen Blazer , der mit der Zeitung in der Hand, mu├čte erst auf sich aufmerksam machen.
Seine blauen Augen gefielen ihr, auch wie er seine H├Ąnde bewegte, die Stimme war immer noch angenehm.
Sie zwang sich, Fragen an ihn zu richten, w├Ąhrend sie mit dem L├Âffel in der Kakaotasse r├╝hrte.
Ja, seine Frau habe ihn verlassen, weil sie sich selbstverwirklichen wollte, dabei habe er es gar nicht ungern gesehen, da├č sie sich einmal in der Woche mit ihren Freundinnen getroffen habe. Eigentlich habe sie gar keinen Grund gehabt, unzufrieden zu sein.
Sie stellte die Tasse mit dem viel zu s├╝├čen Kakao sorgf├Ąltig auf die Untertasse zur├╝ck, griff in die Jackentasche und legte den F├╝nfeuroschein auf den Tisch.
Gerade als sie herauskam, n├Ąherte sich die Stra├čenbahn.

__________________
Der Weg ist das Ziel....

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um flammarion eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
nu,

bei einer so sauber hingelegten geschichte kann ick nur noch den hut ziehen. 10 punkte. und schreib weiter so gute sachen! ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

Bearbeiten/Löschen    


GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 1
Kommentare: 1405
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um GabiSils eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Ich schlie├če mich an. Kein Wort zuviel, alles gesagt und nichts zerredet. Klasse!

Gru├č, Gabi

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!