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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Ganz wenig
Eingestellt am 12. 12. 2013 17:11


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DocSchneider
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wenige worte reichen
um zu lieben

um zu sterben

dazwischen
die gro├če sprachlosigkeit

die wir leben
nennen
__________________
Manchmal denke ich, der Himmel besteht aus ununterbrochenem, niemals erm├╝dendem Lesen. (Virgina Woolf)

Version vom 12. 12. 2013 17:11

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orlando
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Doc,
ich pers├Ânlich w├╝rde dein Gedicht nicht als Aphorismus einsch├Ątzen, eher als ein Gedicht, das sich anders (besser?) umbrechen lie├če.
Wie du dir sicherlich denken kannst, teile ich dir das nicht aus H├Ąme mit, sondern, weil ich Lyrik liebe und aufrichtig bem├╝ht bin, den von mir vermuteten Kern zum Leuchten zu bringen.
Mein Vorschlag lautet:

quote:
wenige worte reichen
um zu lieben

um zu sterben

dazwischen
die gro├če sprachlosigkeit
die wir leben
nennen
Sicherlich wird es gegenteilige Meinungen geben; aber vielleicht m├Âchtest du meine ├ťberlegungen dennoch in Erw├Ągung ziehen?
Es geht ja um die Botschaft zwischen den Zeilen (Hilde Domin), das verborgene Wort (Ulla Hahn), um etwas, was jenseits des Offensichtlichen liegt und erkundet werden muss.
Die gro├če Sprachlosigkeit l├Ąsst sich gut durch Leerzeilen darstellen, das hast du ganz richtig erkannt ...
aber vielleicht ist hier weniger mehr?
Konsequente Kleinschreibung k├Ânnte das Gedicht offener gestalten; die leichte Straffung sorgte f├╝r Verdichtung.
Dir einen lieben Gru├č
orlando

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orlando
Guest
Registriert: Not Yet

Aphorismus

quote:
Definition

Der Aphorismus ist die k├╝rzeste Literaturform. Aphorismen sind Gedankensplitter, geistreiche Sinnspr├╝che zu einem bestimmten Thema, die f├╝r sich allein stehen und oft eine Lebensweisheit vermitteln.

Ihre Formulierung ist rethorisch so geschickt und in der Aussage so treffend, dass der Leser zumindest zun├Ąchst geneigt ist, sie als unumst├Â├čliche Wahrheit zu betrachten.

Diesen Effekt erreicht der Aphorismus auch ├╝ber Stilmittel wie lakonischen Ausdruck, apodiktische Behauptung, Ironie, Verbl├╝ffung oder elliptische Satzform. Witz oder Satire verwendet der Aphoristiker ebenfalls h├Ąufig, genauso originelle Bilder oder Wortspiele. Nicht selten benutzt der Aphoristiker Paradoxien oder Vergleiche.

Aphorismen dr├╝cken in der Regel in einem Satz den Gedanken des Verfassers aus. Ein Aphorismus kann aber auch aus mehreren S├Ątzen bestehen; die ├ťberg├Ąnge zum Essay sind flie├čend.

Aphorismen sind bereits vor langer, langer Zeit definiert worden. Hier: eine gute Definition (online-definition), jenseits von Wikipedia.
Nun bleibt zu ├╝berlegen, ob es sich beim obigen Text, nicht vielleicht doch um Lyrik handeln k├Ânnte ...

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DocSchneider
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Ich freue mich ├╝ber diese Dikussion hier, mit der ich gar nicht gerechnet habe. Vorab: Ich war sehr im Zweifel, wo der Text genau unterzubringen sei. Ich tendierte eher zu Kurzprosa - aber durch die ├Ąu├čere Form erinnerte er mich ja eher an ein Gedicht - also doch bei experimenteller Lyrik eingestellt.
Lyrik ist nun gar nicht mein Ding und deshalb bin ich dankbar f├╝r Orlandos Vorschlag, den ich umsetzen werde. So gef├Ąllt mir mein eigener Text besser. ;-)

Und wo ist bittesch├Ân H├Ąme?! Ich bin hier sowieso nur in friedlicher Mission unterwegs und wie gesagt - die Resonanz freut mich sehr. Und dass es NDK so gut gef├Ąllt (danke f├╝r die Wertung!), noch mehr.
Die genannte Definition von Aphorismus hatte ich auch schon nachgesehen und bin jetzt wieder verunsichert, ob es nicht doch eher unter Prosa geh├Ârt....seufz.

Ich lass die ver├Ąnderte Version so stehen und warte mal ab, ob der Forenredakteur eine Meinung hat.

Hauptsache aber ist, jeder hat den Sinn verstanden - das hat NDK mit seinem Hebammenspruch schon gut ausgedr├╝ckt.

LG an alle, Doc
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