Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5551
Themen:   95257
Momentan online:
414 Gäste und 13 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Garstig
Eingestellt am 10. 08. 2014 12:11


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
AceCross
Hobbydichter
Registriert: Jan 2014

Werke: 1
Kommentare: 1
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um AceCross eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Ein sonniger Tag, ein paar Wolken am Himmel, nichts Außergewöhnliches. Langsam stieg er in sein Auto. Er wusste nicht was ihn erwartete, er wusste nur eins: Manche Menschen wĂŒrden sein Vorhaben wohl als „moralisch fragwĂŒrdig“ abstempeln, wĂŒrden ihn in eine Schublade stecken, ihm nachwerfen er hĂ€tte nicht alle Tassen im Schrank. Ihm jedoch war das egal, es war ihm schon immer egal was andere Menschen von ihm dachten. Schlussendlich wĂŒrde er nicht glĂŒcklich werden, wenn er immer nur das tat was andere fĂŒr richtig empfanden.
Schnell das Smartphone gezĂŒckt, tippte er die Adresse ein, zu der er wollte. Sein Orientierungssinn war schon immer ein wenig schwach, so kam ihm das Zeitalter der Technik nur entgegen. „45 Minuten...“ raunte er leise. Das war die Sache wert. Er musste in das anliegende Bundesland fahren, allerdings wohnte er direkt an der Grenze.
Voller Gedanken die seinen Kopf umkreisten fuhr er los, auf halbem Weg machte er stopp bei einer Tankstelle, tankte fĂŒr ein paar Euro und kaufte sich eine Packung Zigaretten. Er wusste nicht so recht wieso er dies tat, eigentlich rauchte er nicht, eigentlich hatte er aufgehört. Die erste Zigarette zĂŒndete er sich noch wĂ€hrend der Fahrt an, obwohl sein Auto eigentlich ein Nichtraucherauto war. Einatmen... Ausatmen... Der kratzige Rauch der Zigarette beruhigte ihn ein wenig.
Die Dörfer seiner Gegend durchfuhr er in gemĂ€chlichem Tempo, einen Strafzettel wĂŒrde er sich nicht schon wieder leisten wollen. Auf die Autobahn, ĂŒber die RheinbrĂŒcke, immer mit dem Gedanken „kannst du das wirklich mit dir selbst verantworten?“ oder „Ist das ĂŒberhaupt normal?“. Nicht das erste mal in dieser Woche kamen ihm solche Gedanken hoch, jedoch unterdrĂŒckte er sie immer wieder. Schließlich war er selbst immer der, der solch ein Verhalten kritisierte.
Doch dieses eine Mal war alles anders als sonst. Nicht irgendwer steckte in der PrĂ€misse, sondern er selbst. Mit einem mal wusste er, wie sich wohl all die anderen Menschen fĂŒhlten, die das selbe fĂŒhlten wie er. Doch machte es das besser? Die Frage wĂŒrde sich ihm schon bald beantworten.

Endlich, nach einer halben Ewigkeit voller verwirrender Gedanken und einer Strecke die ihm schier endlos erschien war er dort, am Treffpunkt. Er zog das Smartphone aus der Jeans und sah das Aufblinken des Displays, welche den Empfang einer SMS ankĂŒndigte. „Kannst du spontan an die Festhalle kommen? Beim Park? :*“. Verdammt. Schnell wurde ihm klar, dass er ohne eine genaue Straßenangabe verloren schien in diesem fremden Dorf. Jedoch hatte er eine 
 Art Park direkt am Dorfeingang ausgemacht, also willigte er ein und fuhr zurĂŒck. Als er auf dem Parkplatz stand, gab es die nĂ€chsten MissverstĂ€ndnisse. Er war wohl am falschen Park. Leicht fluchend machte er sich wieder auf, zumindest wusste er zufĂ€llig wo es zu der anderen Festhalle ging. Sightseeing wie es ihm gefiel, mittlerweile hatte er wohl das ganze Dorf abgefahren. Der nĂ€chste Parkplatz, der nĂ€chste Versuch, ein erneutes vibrieren seines Handys. „Hab dich gesehen 
 bzw. dein Auto“. Er schmunzelte etwas. Erst gestern hatte er erzĂ€hlt, dass er eine, im Volksmund bekannt unter dem Namen „Frauenkutsche“ fuhr, eine alte Mercedes A-Klasse. Jedoch tat das jetzt nur wenig zur Sache. So angespannt war er seit langem nicht, was er auch nicht verstand. Er war eigentlich der abgeklĂ€rte, ruhige Typ, der auch in stressigen Lagen stets nicht aus der Ruhe zu bringen war. Langsam stieg er aus dem Auto und sah sich um. Er zĂŒndete sich erneut eine Zigarette an, obwohl er angemerkt hatte, dass er nicht rauchen wĂŒrde. Da erblickte er sie, die Frau die er erst vor wenigen Tagen im Internet kennen gelernt hatte. Beinahe verschlug es ihm die Sprache. „FĂŒr einen Mann wie dich, strahle ich förmlich!“ schrieb sie ihm vor einen Tagen. Sie hatte nicht gelogen.

Diese Ausstrahlung die von ihr ausging war schon beinahe einschĂŒchternd, aber dennoch faszinierend, anziehend jedoch vor allem inspirierend. Als Autor hatte er schon lange nichts mehr geschrieben, oft hatte er die Vorstellung, dass ihm möglicherweise die Inspiration fehlte. Hier stand sie jedoch leibhaftig vor ihm, eine Muse wie sie im Buche stand, das wusste er sofort.
Ihr Äußeres machte den Anschein, als wĂ€re sie aus dem vorherigen Jahrhundert. Nicht schlecht, im Gegenteil einfach außergewöhnlich, das gefiel ihm bei Frauen am meisten. Ein kurzes Hi, eine kurze Umarmung, der Duft den er einsog erinnerte ihn an Rosen. SpĂ€ter erzĂ€hlte sie ihm, dass sie ihr ParfĂŒm selber machte. „Du rauchst also nur wenn du getrunken hast?“ bemerkte sie neckisch und deutete auf seine Zigarette.
Plötzlich ergab sich ihm die Richtigkeit seines Hierseins. Er verstand, dass es moralisch keineswegs verwerflich war, wenn er sie traf. Er wĂŒrde im kommenden Monat dreiundzwanzig werden, sie war acht Jahre jĂŒnger. Viele wĂŒrden ihn verurteilen, wenn sie wĂŒssten, was er tat. Schließlich war er schon erwachsen, sie gerade erst dabei die Freuden der Jugend zu entdecken. Doch nun, in genau diesem Moment, wo er sie sah, wie er hörte wie sie redete, wie er ihre Ausstrahlung empfing, wie ihr schönes LĂ€cheln ĂŒber ihre Lippen huschte, wie sie trotz ihrer erst fĂŒnfzehn Jahre weder naiv, noch jung erschien... In diesem Moment waren seine konservativen Ansichten zu Beziehungen und Freundschaften wie weggewischt.
Der Abschied war abrupt, schon auf dem Heimweg keimte in ihm die Angst auf, er wĂŒrde sie nicht wieder sehen. Noch Nachts schrieb er ihr eine SMS, er wĂŒrde sie wieder sehen wollen, nein sogar mĂŒssen. Nicht aus Liebe, nein. Es war ihm eigentlich egal, wie sie sich treffen wĂŒrden, jedoch brauchte er ihre inspirative Ausstrahlung. Etwas verschreckte sie wohl, oder sie hatte ihn verpackt und ans hintere Ende einer Schublade geschoben, wo er vielleicht die nĂ€chsten Wochen ein paar mal gesehen wird, aber dennoch nie wieder den Weg nach draußen schafft. Er hatte seine Muse gefunden, er wusste, dass er sie brauchte, jedoch brauchte sie ihn nicht.
Noch am nĂ€chsten Morgen stand er auf und tat etwas, an das er schon seit ĂŒber einem halben Jahr nicht mehr dachte, seit seine KreativitĂ€t versiegte: Er setzte sich an die Schreibmaschine und schrieb, voll mit den Gedanken die sich nur um sie drehten, seiner Quelle der Inspiration, seiner Muse, die er wohl nie wieder sehen wĂŒrde.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Wipfel
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Feb 2008

Werke: 58
Kommentare: 728
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Wipfel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hi AceCross,

ist das dein erster Text, den du geschrieben hast (mal abgesehen von den SchulaufsĂ€tzen frĂŒher)?

Da muss Handwerk rein. ZunĂ€chst nichts weiter als Handwerk. Was willst du erzĂ€hlen? Wie sollen die Personen wirken? Welche ErzĂ€hltechnik willst du benutzen. Und nach dem Schreiben - sacken lassen. Leg den Text fĂŒr eine Woche weg. Lies ihn dir dann laut vor und hol Doppelungen, StilblĂŒten usw raus. Und dann stell ihn hier rein.

quote:
Langsam stieg er in sein Auto. Er wusste nicht was ihn erwartete, er wusste nur eins: Manche Menschen wĂŒrden sein Vorhaben wohl als „moralisch fragwĂŒrdig“ abstempeln
Warum wußte er nicht, als er ins Auto stieg, was ihn da erwartete? War es nicht sein eigenes? Wenn du ausdrĂŒcken wolltest, dass der Protagonist sich auf den Weg macht um eine 15jĂ€hrige zu vögeln, dann ist moralisch fragwĂŒrdig
meh als angebracht. Die EinschrĂ€nkung, dass das nur manche Menschen so empfinden ist allerdings falsch. Nicht umsonst sperrt man solche Jungs dafĂŒr ein.

quote:
wĂŒrden ihn in eine Schublade stecken, ihm nachwerfen er hĂ€tte nicht alle Tassen im Schrank. Ihm jedoch war das egal, es war ihm schon immer egal was andere Menschen von ihm dachten.


Nö, der Text ĂŒberzeugt mich nicht, rein sprachlich schon gar nicht. Da mußt du nochmal ran.

Bearbeiten/Löschen    


AceCross
Hobbydichter
Registriert: Jan 2014

Werke: 1
Kommentare: 1
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um AceCross eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Danke Wipfel fĂŒr deine Antwort.
Nein, das ist nicht mein erster Text. Ich hatte eine sehr, sehr lange Schreibblockade. Ich hab NICHTS zu stande gebracht. Ich bin gerade ganz froh, dass ich zumindest diesen Haufen Mist zusammen geschrieben bekommen hab. Mehrere aneinander gereite SÀtze waren schon lange nicht mehr meine StÀrke.
Deine Kritik nehme ich mir zu Herzen, vielleicht geht es wieder bergauf. Vielleicht liest du das nÀchste mal etwas besseres.

Bearbeiten/Löschen    


James Blond
???
Registriert: Aug 2014

Werke: 452
Kommentare: 1605
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um James Blond eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hmm - Schreibblockade?

Ist das jetzt auch schon ein AnfÀngerproblem?

Darin stimme ich mit meinem Vorkommentator Wipfel ĂŒberein: Deine Schreibkunst muss sich erst noch entwickeln.

Eine gute Übung wĂ€re hier das Entmisten.
Lösche zunÀchst alle Kommentare, ErklÀrungen, Gedanken, NebensÀchlichkeiten.

Danach mache Dir klar, worum es im Kern gehen soll: Der aufregende Kontakt zu einer MinderjĂ€hrigen - oder die Selbstfindung eines Schriftstellers. Versuche anschließend, den Kerngedanken nachvollziehbar zu beschreiben, verdeutliche die VerĂ€nderungen, vermeide Wiederholungen.

Ich bin gespannt auf die nÀchste Version.

LG JB

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Werbung