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Leselupe.de > Kurzprosa
Gaudi-Bremde (gereimt)
Eingestellt am 21. 12. 2001 12:31


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Haget
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Die Gaudi-Bremse

Die Gaudi-Bremse
Wahre Begebenheit - Haget 12/97 Nr.357

Wie immer wir hoch im Norden uns heißen,
für die Leute aus Bayern sind wir halt - die Preußen;
dafür ist uns selbst meistens unbekannt:
Der Norden von Bayern - ist’s Frankenland!
Dorthin lasst uns in Gedanken gehn,
bei Oberfrankens Kulmbach ist alles geschehn!

Von eiliger Tour schon fast zu Haus,
sah Gerd von weitem schon weiße Mützen;
sie winkten ihn auf den Parkplatz heraus
- sein Wagen verschmutzt von vielen Pfützen,
doch sonst am Auto alles bestens in Schuss,
die Bremsen, Blinker, das Licht - wie es muss!

Die Papiere sind auch in Ordnung gewesen,
Gerd wollte grad startend am Schlüssel drehn,
da störte den Schupo beim Nummernschild-Lesen,
dass die Zahlen durch Schmutz nur matt noch zu sehn,
und froh, dass nun noch Erfolg die Kontrolle,
der Befehl, dass vorm Start er erst putzen solle.

Gerd sah dieses - in Eile! - nicht ein,
weil er weder Wasser noch Schwamm bei sich trage;
Minuten nur, um ganz zu Hause zu sein,
dort fahr’ er sofort durch die Waschanlage.
Weil jede Partei auf dem Standpunkt blieb,
stritt man sich lange - zuletzt aus Prinzip!

Gerd sehr erregt, hochrot im Gesicht,
welch’ Gefahr ist die Staubschicht so nahe am Ziel?
Die Weißbemützten überzeugte er nicht,
vor der Obrigkeit zählt ein Privatmann nicht viel.
Wird‘s Schild nicht geputzt, bleibt’s Auto stehn
- sei Gerd in Eile, könn‘ zu Fuß er ja gehn.

Als Gerd nun derart angepfiffen,
war’s Maß wohl voll - zu stark sein Zorn,
Schupos weiße Mütze ergriffen,
ans Nummernschild ran, hinten und vorn,
genussvoll mit dem Weiß poliert! -
Die Polizisten erstarrt, glaubten nicht, was passiert’!
* * *

Wie’s weiterging, kann ich nicht sagen;
zufrieden wohl fuhr Gerd nach Haus. - -
Erhielt Einladung aber nach vielen Tagen
- aufs Gericht! Oh Mann, bös’ geht’s jetzt aus!
Doch Gerd war mutvoll und fühlte sich gut,
dass sogar Presse zur Verhandlung er lud!

Vorm Richter wurd’s von allen Seiten vorgebracht,
geschildert, welche Schmach der Obrigkeit geschehn,
alles würdevoll und ernst - ob einer heimlich gelacht? -

Die Strafe: 100 Mark! - Für Gerd ein letztes Wort im Stehn:
„Das zahle ich mit links - die Gaudi war’s mir wert!“
Da wurd’ verdoppelt seine Straf’:
Dies war die Gaudi-Bremse für den Gerd.

__________________

Haget wünscht Dir Gutes!
Selbst dümmste Sprüche machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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