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Leselupe.de > Ungereimtes
Gaya
Eingestellt am 13. 08. 2006 17:23


Autor
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Höldereden
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2006

Werke: 18
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Gaya

Aus Fl√ľssen gl√§nzt das Haar, welches ihr Wunderlachen s√§umt,
wenn ihr Atem als Sommerwind vor√ľber streift,
und Wolken von den Sternen nimmt,
die in ihrer Augentiefe klar ergl√ľhen.

Starr bin ich vor Staunen und kindlicher Bewunderung,
während sie mit mir durch Blumenwiesen tanzt.
Seh¬ī ich stille Anmut in der Nacht und wilde Sch√∂nheit am Tag,
vereint in ihrer grenzenlosen Seele, die bezaubernd mich ber√ľhrt,
w√§rmt und k√ľssend neu gebiert
mit ihrem morgenroten Mund.

Sonnenwarme Hände blättern auf mich nieder,
decken meinen Schlaf aus Gl√ľck,
darin Liebe mich zu neuem Tanze eint...

__________________
Stille Erkenntnis und lauter Humor - Die W√ľrze des Lebens

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Sandra
Guest
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Hallo

Eine blumige Liebeserklärung. Sie trägt zarte und gelungene Formulierungen, die mich ansprechen. Wie Folgende:
Sonnenwarme Hände blättern auf mich nieder.

Ansonsten w√ľrden ein paar Adjektive weniger dem Text eine nachhaltigere Wirkung geben.

Was mir auffiel:

Starr bin ich vor Staunen und kindlicher Bewunderung, während sie mit mir durch Blumenwiesen tanzt.

Niemand ist starr wenn er tanzt. Diese Zeile und auch den Zeilenumbruch, der mir zu willk√ľrlich scheint, w√ľrde ich √ľberdenken.


LG
Sandra

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Höldereden
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2006

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Hallo Sandra,

danke f√ľr deine lieben anregungen. Solche tipps w√ľnschte ich mir immer. Hab auch gleich mal versucht einiges davon umzusetzen.
Das "starr" sein w√§hrend des tanzes ist f√ľr mich nicht unbedingt ein widerspruch, da sich die starre ja nicht zwangsl√§ufig auf den gesamten k√∂rper beziehen muss, hier ist mehr eine benommenheit gemeint.

lg
höldereden
__________________
Stille Erkenntnis und lauter Humor - Die W√ľrze des Lebens

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casy01
Guest
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ich las es und bekam eine leichte Gänsehaut......

ich habe es also unkritisch einfach nur so gelesen

und dann dabei das gef√ľhlt...

es scheint mir also gelungen

ein Wiederspruch empfand ich nicht

da ich deine starre als innerliche Empfindung wahrgenomen habe
also nicht als körperliche Starre

ob man es besser formulieren kann .. ?? dazu m√ľsste ich es nun sezieren und das finde ich zu schade

in anbetracht meiner Gänsehaut... die ich zu selten bekomme

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dockanay
Guest
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lieber alexander,

als h√∂lderlin-kenner wei√üt du nat√ľrlich was dieser gro√üartige dichter in seinem hyperion, wie einen magischen kristall, verlautbart: "Wir sind nichts, was wir suchen, ist alles."
deshalb: die imagin√§ren r√§ume stehen nicht offen, offen stehen die allerweltserfahrungen: sonnenuntergang √ľber dem leeren tempelhofer feld, w√§hrend zwei winzige flugzeuge dort den abend erwarten. (waren flugzeuge fr√ľher nicht gr√∂√üer? oder war ich kleiner, beeindruckbarer?) die leeren hallen, das gebrauchte, das abgenutzte, das zuende gebrachte, die realit√§tenkabinette, nun f√§llt es schon schwer, in den u-bahnhof einzuschl√ľpfen und an der n√§chsten station wieder die bahn zu wechseln, wie ich es fr√ľher, als jugendlicher st√§ndig tat.
die imagin√§ren r√§ume schweigen, sie sind nicht digitalisiert, apokryph, sie m√ľssen erdacht, erschrieben werden ‚Äď h√§ufig im gro√üen abstand zu den realen r√§umen.
dieses suchen und ertasten lässt sich wunderbar aus deinem sprachlich makellosen werk herauslesen, die attribute, die adjektive, die bilder und tropen sind zu echter poesie verdichtet. das einzige, was schwer erfahrbar bleibt, ist rhythmus und melodie. sie sind da, das steht außer frage, aber du lässt sie durch deine gedrängte verseinteilung ermatten, sie stolpern gegen ende. deshalb erlaube mir einen vorschlag zu unterbreiten ( es soll keine änderung sein, kein hineingreifen in deine poetischen erwartungen oder deine sichtweise), nur eine möglichkeit, von vielen, um den rhythmus und die melodie nicht zu ersticken:


gaya

das haar, es gl√§nzt, fl√ľssen gleich, s√§umend ihr wunderlachen
wenn ihr atem vor√ľberstreift, als sommerlachen und wolken

nimmt von den sternen, die ergl√ľhen, klar in ihrer augentiefe
benommen, im staunen und kindlicher bewunderung, während

sie mit mir durch die blumenwiesen tanzt, seh’ ich eine stille
anmut in der nacht, wilde schönheit am tag, vereint dann in

ihrer grenzenlosen seele, die mich ber√ľhrt, bezaubernd
w√§rmt und k√ľssend neu gebiert mit ihrem morgenroten

mund, sonnenhände, die blättern auf mich nieder, decken
darin meinen schlaf, der schlaflos ist, aus gl√ľck, darin

mich die liebe zu neuem tanze eint...


insgesamt sehe ich eine wunderbare entwicklung in deiner sprache...

lg dockanay


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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber dockanay,

grundsätzlich meine ich, sollte jeder seinen Kommentar zum Ausdruck bringen, wie er es denn möchte. Auch wenn er nicht selten, wie hier, als eine dichterisch anmutende Lobeshymne erklingt, die dem Autor durch seinen Wohlklang sicherlich ein behagliches Lager bereitet, ihn jedoch ebenfalls dazu bringen kann sich alsbald mit einem wohligen Seufzen darauf niederzulassen. Das wäre in diesem Fall nicht nur schade, sondern fatal.
Wir verf√ľgen in der Leselupe √ľber keinen H√∂lderlin, keinen Brecht, keinen Celan. Ganz sicher las ich mindestens von einem dieser Poeten einst ein 'sprachlich makelloses Werk'. In all den Jahren jedoch ist mir kein einziger dieser 'Poeten' in der LL begegnet. Das mag daran liegen, dass hier Menschen ver√∂ffentlichen, die das Handwerk Schreiben noch erlernen wollen. Und das mag sicherlich auch daran liegen, dass hier auf einem anderen Niveau geschrieben und gelesen wird. All dies ist gut und richtig. Es ist gut, zu wissen, wo die eigenen Grenzen liegen, denn nur dann k√∂nnen sie geweitet werden. Ein kritisches Auseinandersetzen mit einem Text ist ebenso wichtig, wie eine Ermunterung und ein Lob. Wir sollten als Leser und auch als Autor auf dem Boden der Tatsachen bleiben, schon alleine damit Letzterem irgendwann gelingt, diesen Boden beim Schreiben seiner Gedichte zu verlassen. Solche Formulierungen wie Folgende geben mir immer wieder sehr zu denken:

quote:
deshalb erlaube mir einen vorschlag zu unterbreiten ( es soll keine änderung sein, kein hineingreifen in deine poetischen erwartungen oder deine sichtweise), nur eine möglichkeit, von vielen, um den rhythmus und die melodie nicht zu ersticken:



Warum bitte erlauben?
Hier steht ein Gedicht (kein sprachlich makelloses Werk [denn hier widersprichst du dir mit deinem Vorschlag selbst]) in einem Literaturforum, das kommentiert werden will. Hier schreibt ein Autor, der Anregungen, Lesegedanken und vielf√§ltige Meinungen braucht, um sich weiter zu entwickeln. Und dieser Autor ist wohl anzunehmen ein erwachsener Mensch. Er wird deine √Ąnderung, dein Hineingreifen und deine Sichtweise zu sch√§tzen u. zu bewerten wissen. Also warum dieses vorsichtige Herantasten? Wenn du ihm nicht deine ureigene Meinung mitteilen m√∂chtest, welche denn dann?
Und sicherlich sollte man nochmals √ľberdenken, ob man einen Text allzu schnell in den Himmel lobt, denn dort ist er f√ľr jeden, der sich damit auseinandersetzen will, sei es Autor, Leser und Kommentierender, unerreichbar.

Sandra




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