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Leselupe.de > Gereimtes
Geben und Nehmen
Eingestellt am 18. 09. 2008 10:48


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gareth
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So mancher Wunsch bleibt unerw├Ąhnt,
aus Angst, er werde abgelehnt.

Zwar w├╝nscht sich immer wer im Stillen,
grad einen solchen zu erf├╝llen,
wagt aber selber nichts zu sagen
und hofft, man werde ihn schon fragen.

Das aber tun die Leute selten.
Und deshalb muss als Regel gelten:

Es hilft uns sehr, wenn wir uns wagen,
den andern was von uns zu sagen,
besonders wenn wir haben wollen,
dass sie uns W├╝nsche stillen sollen.

Hat man's getan, dann ist man froh.
Und ├╝berhaupt: es geht nur so.
__________________
Wie h├Ąsslich ist ein schr├Ąges Treiben,
da lob ich mir mein tr├Ąges Schreiben.

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Vera-Lena
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wagt aber selber nichts zu fragen
und hofft, man werde etwas sagen


Ja, Hieronymus und Leise Wege,

das sehe ich auch so, dass sich der Textinhalt, so formuliert, leichter erschlie├čt.

Mir geht dann aber etwas verloren, etwas, das hier in der LL f├╝r mich nur bei gareth's Texten zu finden ist. Er versteht es immer die Dinge nicht so ganz offensichtlich hin zu stellen. Man muss manchmal genauer hinsehen. Dadurch wirken sie aber f├╝r mich nicht verdreht, sondern erhalten mehr Tiefe.

Nun bin ich gespannt, was er selbst dazu sagen wird. Vielleicht ├╝bernimmt er ja Euren Vorschlag.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena




__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

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Liebe Leise Wege, Hieronymus und Vera-Lena,

ich dachte schon, dass es vielleicht gar niemand liest, weil es ja wieder auch so ein bisschen altmodisch ist :o)

Umso mehr freu ich mich nat├╝rlich, dass ihr es inhaltlich diskutiert habt.

Ich seh es so:

Wie Hieronymus sagt, wird erst einmal festgestellt, dass es Leute gibt, die sich etwas w├╝nschen, es aber nicht wagen, diesen Wunsch zu ├Ąu├čern.

Dann wird behauptet, dass es gleichzeitig immer auch Leute gibt, die genau diese Art Wunsch gerne erf├╝llen w├╝rden, sich ihrerseits aber nicht trauen das (n├Ąmlich die Tatsache, dass sie gerne derartige W├╝nsche erf├╝llen w├╝rden) zu sagen und deshalb hoffen m├╝ssen, dass einer der W├╝nscher sich ├╝berwindet und sie eben doch wg der Erf├╝llung ihres Wunsches fragt.

In diesem Sinn m├╝sste aus meiner Sicht die Reihenfolge sagen - fragen so bleiben.

Zum Schluss wird dann aus einer ├╝bergeordneten Position heraus die Folgerung gezogen und gesagt, was richtig ist, also genau das getan, was wir alle so m├Âgen :o)

Aber so hab ich es halt geschrieben und vielleicht habe ich jetzt zur Kl├Ąrung der Fragen ja etwas beitragen k├Ânnen.

Liebe Gr├╝├če
gareth



p.s. vielleicht w├Ąre es klarer, wenn die 5. Zeile hei├čen w├╝rde:

wagt aber dieses nicht zu sagen

???

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Lieber gareth,

lass bitte die Zeile so, wie sie ist.

Bei Deinem ├änderungsvorschlag : wagt aber dieses nicht zu sagen f├Ąllt das nichts weg.

Mir gef├Ąllt so gut: Der W├╝nschende sagt nichts (unerw├Ąhnt) und derjenige, der gerne W├╝nsche erf├╝llt sagt auch nichts.

Diese Entsprechung finde ich wichtig, und so verklausuliert, dass man den Text nicht verstehen k├Ânnte, ist das Gedicht ja nicht.

Ich finde es auch nicht altodisch. Es ist eine immerw├Ąhrende Lebensregel. Ich finde, Du hast das gut formuliert und die Strophenaufteilung gef├Ąllt mir auch. Ich nehme mal an, dass Du l├Ąnger schon daran gefeilt hast.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena


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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Hallo gareth

Ja, es ist altmodisch, altklug, banal und man sieht vor dem geistigen Auge einen erhobenen Zeigefinger. Gegen letzteren h├Ątte ich ja grunds├Ątzlich nichts einzuwenden, w├Ąre die Aussage nicht (s.o.) BANAL.

Handwerklich finde ich hier die von Dir gewohnte Pr├Ązision vor, der Esprit aber, die Essenz, die ein handwerklich perfektes Gedicht ├╝berhaupt erst lesenwert macht, der fehlt hier v├Âllig.

Im Nachhinein betrachtet finde ich einen Grossteil meiner eigenen Gedichte ├╝brigens auch vollkommen ├╝berfl├╝ssig..

LG

J├╝rgen
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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JoteS,

wenn Du erst einmal erwachsene Kinder hast, wirst Du verstehen, was f├╝r ein grunds├Ątzliches Problem hier angesprochen ist.

Der erhobene Zeigefinger ist v├Âllig abwesend, weil n├Ąmlich jemand hier von sich selbst spricht. Hier steht das "wir" im Vordergrund.

Sind die Kinder erwachsen, sind sie nat├╝rlich stolz, dass sie ihre Probleme alleine l├Âsen k├Ânnen und dass sie von den Eltern unabh├Ąngig sind. Sp├╝rt man dann als Elternteil, dass ihnen irgendetwas fehlt, m├Âchte man sie nicht darauf ansprechen, weil man ihren Stolz nicht verletzen m├Âchte. Aber helfen will man auch. Und so steckt man in einem Dilemma.

Wenn ich in einem Dilemma stecke, habe ich keineswegs das Gef├╝hl, dass es sich hier um etas Banales handelt, daf├╝r bewegt es mich ja viel zu sehr.

Gareth hat beiseite gelassen, worum es gehen k├Ânnte und hat die Sache allgemeing├╝ltig behandelt. Da muss man als Leser mal seine Phantasie zu Hilfe nehmen, um mal zu schauen, was da eigentlich steht.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
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