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Leselupe.de > Kurzprosa
Gebraucht werden
Eingestellt am 09. 10. 2007 23:46


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Anysa
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Otto st├╝rmt aus der T├╝r. Aufregung durchstr├Âmt ihn, das sein ganzer K├Ârper kribbelt. V├Âllig au├čer Atem will er den Schl├╝ssel in das Briefkastenschloss stecken. Doch seine zitternden H├Ąnden verfehlen jedes Mal das Schloss. Unz├Ąhlige Kratzspuren zeugen von dem t├Ąglichen Kampf zwischen Schl├╝ssel und Briefkasten.
ÔÇ×Komm schonÔÇť, sagt er zum Schl├╝ssel. Er atmet durch, versucht sich zu beruhigen. Mit der Hand ├Âffnet er den Schlitz und schaut hinein. Ja, da ist etwas. Ist der Brief gro├č oder klein? Er kann es nicht erkennen. Immer dichter geht er mit den Augen heran. Es k├Ânnte ein kleiner Brief sein. Dieser w├╝rde sein jetziges Leben radikal ver├Ąndern und aus ihm wieder einen richtigen Menschen machen. Er h├Ątte wieder eine Aufgabe, w├╝rde gebraucht werden. Was k├Ânnte er sich wieder leisten und aus diesem nervenden Neubaublock wegziehen.
Otto stellt sich wieder gerade hin. Der Schwei├č rinnt ihn in Bahnen ├╝ber das Gesicht. Schnell wischt er ihn weg.
ÔÇ×Nun dannÔÇť, will er sich aufmuntern. Mit beiden H├Ąnden nehmend erreicht endlich der Schl├╝ssel sein Ziel. Langsam dreht Otto ihn um. Seine Nerven sind zum zerreisen gespannt. Ein klicken und der Briefkasten ├Âffnet sich. Mit weit aufgerissenen Augen schaut er wieder hinein. Es ist dunkel dort drin aber es scheint ein kleiner Brief zu sein. Seine Hand greift hinein, tastet nach dem Beginn seines neuen Lebens. Der Brief ist dick, sehr dick.
Seine Hand zieht den Brief heraus. Aber dieser will gar kein Ende nehmen. Nein, diesen will er nicht. Er will keinen gro├čen Brief haben. Denn diese Briefe sind schlecht, sie nehmen ihm die Luft zum atmen und sagen ihm, wie schlecht und unbrauchbar er doch ist. Er ├╝berlegt, den Brief dort drin zu lassen. Wenn er nicht da ist, hat er keine schlechte Antwort erhalten. Doch was bringt im das? Nichts! Also ergibt er sich seinem Schicksal und holt den Brief heraus.
K├Ąlte zieht durch seine Knochen und lassen seine Finger erstarren. Kraftlos ├Âffnet er ihn. Seine Mappe liegt mit bei. Das Anschreiben kennt er bereits auswendig; eine Absage.
Mit schl├╝rfenden Schritten kehrt er in seine Wohnung zur├╝ck. Er schaltet den Fernseher aus und setzt sich in seinen Sessel. Das Gesicht in den H├Ąnden vergraben kommt das Gef├╝hl der Aussichtslosigkeit zur├╝ck und breitet sich wie eine Krankheit in ihm aus.

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Franka
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Hallo Anysa,

leider kann mich dein Text nicht ├╝berzeugen. Er enth├Ąlt u.a. zu viele unn├Âtige, f├╝r die Geschichte nicht wirklich wichtige, Informationen, er ist zu plakativ, zu oberfl├Ąchlich.
Ich empfehle eine radikale K├╝rzung. Mache eine wirkliche Kurzprosa daraus. Obwohl ich zugeben muss, dass du dir ein schwieriges, schon zu oft (auch auf der Lupe)bearbeitetes. Thema ausgesucht hast. Da musst du wirklich was Neues schreiben, den Leser mitrei├čen, ihn "zwingen", sich in die Figur "hineinzulesen".

Lieben Gru├č
Franka

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Anysa
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Hallo Franka,

hier ein Versuch, den Text zu k├╝rzen. Ich mu├č aber sagen, das ich ihn so wesentlich schlechter finde, da er zu wenig aussagt.
Das dieses Thema oft in der Leselupe verwendet wird, wu├čte ich nicht. Aber das sollte kein Kritikpunkt sein.
Der folgende Text besteht leider nicht nur aus 100 W├Ârtern. Das habe ich nun gar nicht hinbekommen.
Trotzdem wollte ich diese Art des Textes ausprobieren.

quote:
Otto st├╝rmt aus der T├╝r. Schnell steckt er den Schl├╝ssel in den Briefkasten und ├Âffnet diesen. Erhofft, einen kleinen Brief darin zu finden. Dieser w├╝rde sein jetziges Leben radikal ver├Ąndern und aus ihm wieder einen richtigen Menschen machen.
Leider liegt ein gro├čer wei├čer Umschlag im Briefkasten. Nein, diesen will er nicht. Denn diese Briefe sind schlecht, sie nehmen ihm die Luft zum atmen und sagen ihm, wie schlecht und unbrauchbar er doch ist. Er schlie├čt die Klappe und zieht den Schl├╝ssel ab. Doch was bringt es ihm, diesen Brief da drin zu lassen? Nichts! Also ergibt er sich seinem Schicksal und holt den Brief heraus.
K├Ąlte zieht durch seine Knochen und lassen seine Finger erstarren. Kraftlos ├Âffnet er den Brief. Seine Mappe liegt mit bei. Das Anschreiben kennt er bereits auswendig; eine Absage.
Langsam kehrt er in seine Wohnung zur├╝ck. Er schaltet den Fernseher aus und setz sich in seinen Sessel. Das Gesicht in den H├Ąnden vergraben kommt das Gef├╝hl der Aussichtslosigkeit zur├╝ck und breitet sich wie eine Krankheit in ihm aus.

Mit immer noch bibbernden H├Ąnden wartend

Liebe Gr├╝├če
Anysa

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Franka
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Liebe Anysa,

das mit den 100 Worten war nur mal als ├ťbung gedacht. Bei diesem Text, gerade, weil es ein g├Ąngiges Thema ist, muss es gelingen, vom ersten Satz an, die Leser zu interessieren.
F├╝r den Leser ist es nicht wichtig, ob Otto gegessen hat, die vielen Treppen geht, er den Fahrstuhl nicht benutzen m├Âchte. Otto ist doch aufgeregt, erwartungsvoll. gleichzeitig voller ├ängste, bringe das zum Ausdruck.
Vielleicht so: Otto nimmt immer zwei Stufen aus einmal. Am Briefkasten w├Ąre er fast gestolpert. Wo war blo├č der Schl├╝ssel? Endlich hatte er ihn im Schloss. Er z├Âgerte kurz...

Lieben Gru├č
Franka

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