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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Gedanken
Eingestellt am 27. 02. 2015 20:32


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Sonntagsschreiber
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Interessenlose Beflissenheit, das Kreischen der H├Âllen und das himmelhohe Gejauchze der G├Âtter. Das alles macht mich zu dem was ich bin.

Der Raum, den ich seit Wochen bewohne, schluchzt. Er f├╝hlt sich einsam. Menschen die keine Seelen besitzen, erf├╝llen keinen Raum. Sie verkleinern ihn optisch und klauen ihm die Eindr├╝cke. Ich selbst konnte ihm nie Eindr├╝cke schenken. Die W├Ąnde dieses Raumes sind wei├č. In regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden findet man Schriftzeichen. Schriftzeichen, die ich eingeritzt habe - ohne die Bedeutung zu kennen.
Ich denke kaum noch an das, was passiert ist. Ich verdr├Ąnge es. Diese Zeit ist vorbei. Meine Zeit soll ich in Zukunft hier verbringen. Ohne eine andere Person. Allein.
Ich h├Âre Stimmen. Stimmen die keine Sprache und keinen Laut haben. Sie reden nicht - sie fl├╝stern, kreischen, warnen mich. Doch wovor? Wovor sollen mich Stimmen retten k├Ânnen, ohne mich tiefer in den Abgrund zu rei├čen? Ich h├Ątte keine Angst vor diesem Abgrund, nur vor dem, was da unten lauert. Sind es die H├Âllen des Teufels? Oder ist es das Grab eines Gottes, bewacht von seinen Dienern?
Manchmal w├╝nsche ich mir, dass irgendjemand kommt und mich aus diesem Loch rausholt. Aus dem Loch, dass in meinem Kopf ist. Erinnerungen und Gef├╝hle fehlen, die Sprache auch.
Wann habe ich das letzte Mal eine andere Haut als meine ber├╝hrt? Wann hatte ich das letzte Mal einen Kuss auf meinen Lippen gesp├╝rt? Nie. Ich f├╝hlte nie. Ich wollte nicht f├╝hlen. Ich durfte nicht f├╝hlen. Doch jetzt, wo ich alles aufgegeben habe, wer ist f├╝r mich da? Die G├Âtter, die ich anbete erh├Âren mich nicht. Dem Teufel, den ich aus lauter Verzweiflung rufe, bin ich zu leise. Feste Gestalten der Natur sind zu oberfl├Ąchlich. Die eigenen Gedanken k├Ânnen da schnell zum besten und einzigen Freund werden. Was w├Ąre passiert, h├Ątte ich den ehrlichen Weg gew├Ąhlt? Ich h├Ątte mich dennoch verachtet und w├Ąre den Abgrund herunter gesprungen - in die Arme des Teufels, dem ich zu leise war.

Pl├Âtzlich fallen meine Gedanken. Ich versuche sie aufzuhalten, doch es ist zu sp├Ąt. Meine Gedanken kreischen, weinen, flehen. Sie fallen und als sie landen, zerspringen sie auf dem Boden der Tatsachen.

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rothsten
???
Registriert: Jan 2015

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Hallo Sonntagsschreiber,

ich glaube, der Text geh├Ârte eher in die Kurzprosa. Aber das nur am Rande, da eh latte. Es geht ja um den Text, nicht um den Ort.

quote:
Interessenlose Beflissenheit, das Kreischen der H├Âllen und das himmelhohe Gejauchze der G├Âtter. Das alles macht mich zu dem (Komma) was ich bin.

Der Raum, den ich seit Wochen bewohne, schluchzt. Er f├╝hlt sich einsam. Menschen (Komma) die keine Seelen besitzen, erf├╝llen keinen Raum. Sie verkleinern ihn optisch und klauen ihm die Eindr├╝cke. Ich selbst konnte ihm nie Eindr├╝cke schenken. Die W├Ąnde dieses Raumes sind wei├č. In regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden findet man Schriftzeichen. Schriftzeichen, die ich eingeritzt habe - ohne die Bedeutung zu kennen.
Ich denke kaum noch an das, was passiert ist. Ich verdr├Ąnge es. Diese Zeit ist vorbei. Meine Zeit soll ich in Zukunft hier verbringen. Ohne eine andere Person. Allein.
Ich h├Âre Stimmen. Stimmen (Komma) die keine Sprache und keinen Laut haben. Sie reden nicht - sie fl├╝stern, kreischen, warnen mich. Doch wovor? Wovor sollen mich Stimmen retten k├Ânnen, ohne mich tiefer in den Abgrund zu rei├čen? Ich h├Ątte keine Angst vor diesem Abgrund, nur vor dem, was da unten lauert. Sind es die H├Âllen des Teufels? Oder ist es das Grab eines Gottes, bewacht von seinen Dienern?
Manchmal w├╝nsche ich mir, dass irgendjemand kommt und mich aus diesem Loch rausholt. Aus dem Loch, dass in meinem Kopf ist. Erinnerungen und Gef├╝hle fehlen, die Sprache auch.
Wann habe ich das letzte Mal eine andere Haut als meine ber├╝hrt? Wann hatte ich das letzte Mal einen Kuss auf meinen Lippen gesp├╝rt? Nie. Ich f├╝hlte nie. Ich wollte nicht f├╝hlen. Ich durfte nicht f├╝hlen. Doch jetzt, wo ich alles aufgegeben habe, wer ist f├╝r mich da? Die G├Âtter, die ich anbete (Komma) erh├Âren mich nicht. Dem Teufel, den ich aus lauter Verzweiflung rufe, bin ich zu leise. Feste Gestalten der Natur sind zu oberfl├Ąchlich. Die eigenen Gedanken k├Ânnen da schnell zum besten und einzigen Freund werden. Was w├Ąre passiert, h├Ątte ich den ehrlichen Weg gew├Ąhlt? Ich h├Ątte mich dennoch verachtet und w├Ąre den Abgrund herunter gesprungen - in die Arme des Teufels, dem ich zu leise war.

Pl├Âtzlich fallen meine Gedanken. Ich versuche (Komma) sie aufzuhalten, doch es ist zu sp├Ąt. Meine Gedanken kreischen, weinen, flehen. Sie fallen und als sie landeten, zerspringen sie auf dem Boden der Tatsachen.

Deine Sprache hat eine Farbe, die mich mitnimmt. Du zeichnest Bilder, die nur Du kennen kannst. Auch hier sind wieder ganz starke S├Ątze dabei. S├Ątze, die ich nie zuvor gelesen habe. Du sagtest, Du seiest noch sehr jung. Ich bef├╝rchte, aus Dir wird mal was. :-)

Manche mag es st├Âren, dass Du hier quasi eine Endlos-Definition aufstellst, denn der vorherige Satz (Obersatz) wird mit dem neuen (Folgesatz) stets verkn├╝pft. Ich hingegen mag es, denn es zieht mich geradzu in den Text und f├╝hrt mich weiter.

Die"Beflissenheit" Deines Prots erkenne ich nirgends. Und wie man ohne Interesse beflissen (eifrig) sein kann, ist mir auch nicht ganz klar. Das klingt mir zu gewollt kryptisch.

Der Absatz mit den Stimmen gef├Ąllt mir auch nicht ganz so gut. Stimmen h├Âren - in den Abgrund fallen - H├Âlle und Teufel. Das habe ich bereits woanders gelesen. Wirkt etwas fremd in Deinem Text.

lg

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Sonntagsschreiber
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Hallo @rothsten!
Danke f├╝r deinen Kommentar!
Zu den Komata; jeder hat so seine Probleme. Ich mit der Kommasetzung.

quote:
Du sagtest, Du seiest noch sehr jung. Ich bef├╝rchte, aus Dir wird mal was. :-)


Was meinst du damit? Die Frage klingt vielleicht dumm, aber WAS kann aus mir werden? Was ist deine Vorstellung? Mit WAS kannst du alles meinen.

quote:
Die "Beflissenheit" Deines Prots erkenne ich nirgends.

Ich hatte auch nicht vor, die "Beflissenheit" erkennen zu lassen. Es liegt f├╝r den Prots in der Vergangenheit etwas vor, was sich damit beschreiben l├Ąsst.

quote:
Und wie man ohne Interesse beflissen (eifrig) sein kann, ist mir auch nicht ganz klar. Das klingt mir zu gewollt kryptisch.

In diesem Text habe ich (vielleicht etwas zu viel) mit den sprachlichen Mitteln (Lautmalerei, Personifikation,...) gespielt. Durch das Oxymoron ("Interessenlose Beflissenheit") - Widerspruch, soll der Leser stutzig werden.

quote:
Das habe ich bereits woanders gelesen. Wirkt etwas fremd in Deinem Text.

Gut, dass du mich darauf aufmerksam machst! Ich h├Ątte diese Befremdlichkeit gut gebrauchen k├Ânnen, aber in einer anderen Form. Im Nachhinein passt es nicht zum Text. Da h├Ątte ich etwas anderes schreiben sollen.

Eine allgemeine Frage:
Ist es in diesem Forum angebracht, sich gegenseitig zu siezen? Es kam mir zwischendurch etwas unangenehm vor eine mir unbekannte Person zu duzen, vor allem da ich jünger bin als die Meisten in diesem Forum. 




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