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Leselupe.de > Humor und Satire
Gedanken eines Erfolgreichen
Eingestellt am 06. 08. 2002 08:55


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bosbach46
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Gedanken eines Erfolgreichen

Kennen Sie die unvergleichliche Erregung, die bei bestimmten Gedanken, den ganzen K├Ârper durchflutet ?

Eine Anspannung, die im Bauchraum beginnt, die nach und nach bis in die letzte Faser menschlichen Gewebes vordringt. Ich meine ein m├Ąchtiges Gef├╝hl, dass man scheien k├Ânnte, wenn man noch k├Ânnte.
Nun gut, meine Erregung ist begr├╝ndet:

Also, da ist nebul├Âs eine Frau, gr├╝n gekleidet hantiert sie an mir herum. Selbstverst├Ąndlich liege ich im Bett. Die Frau zupft soeben an meinem Glied und ich frage mich: Hat sich das Leben gelohnt?

Die Frage ist bekannt! Sie ereilt gnadenlos Alle, ohne R├╝cksicht auf Geschlecht, Bildung, Nationalit├Ąt, Position. Irgendwann, bohrt sie und dr├Ąngt zur Antwort. Eine Antwort, die der sich Fragende gleichsam selbst beantworten mu├č. Wehe, wenn der Fragende keine Antwort erfindet!

Haben Sie Schmerzen, fragt die gr├╝ngekleidete Frau.

Bl├Âde Frage, denke ich w├╝tend.

Nat├╝rlich schmerzt physisch nichts, ich bin ja schlie├člich vollgepumpt mit Morphium. Gern w├╝rde ich "dumme Kuh" schimpfen, allerdings st├Ârt da der Beamtmungsschlauch. Ich bekomme keinen Ton heraus.
In meiner Lageanalyse erlange ich die Gewissheit: Die n├Ąchste Reanimation wird daneben gehen. Es geht mit mir zu Ende.

Erregend! Nicht wahr?

Und dann taucht meine Frau auf. Dem Himmel sei Dank!
Sie hat den B├Ârsenbericht dabei. Sie liest mir die Kurse vor. Was wird aus BMW? Panik! Und aus der Telekom? Wie wird Hoechst aus der Talsohle heraus finden? Hoffentlich klappt die Entlassung von 2000 Mitarbeitern. Sorge, ├╝berm├Ąchtige Sorge!

Jetzt wird es pl├Âtzlich schlagartig dunkel. Ich bin allein. Ich h├Âre noch, wie etwas Urin aus meinem Katheder in den angeschlossenen Beutel tropft. Jetzt verweilt nur noch die einzige wichtige Frage statisch in meinem Kopf:

Habe ich im Diesseits genug abgesahnt?

Habe ich irgendwann einmal vergessen, am Grundsatz fortw├Ąhrender Wertsch├Âpfung orientiert gewesen zu sein?

Ein letztes Mal rieche ich die gr├╝ne Frau. Ihr liebliches Parf├╝m liebkost meine Nase, als sie mir zwei kalte Tupfer auf die Augen legt.
__________________
J. Bosbach

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