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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Gedankenschnippsel
Eingestellt am 26. 12. 2003 00:36


Autor
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glasperlenspielerin
???
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Gedankenschnippsel

Es geht mir nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht.
Bin nicht ├╝berm├╝det, abgearbeitet, habe keinen stress.
In mir ist keine leere.

Ich bin auch nicht ├╝bers├Ąttigt oder hungrig, auch nicht durstig.
Kein ├╝berschwang der gef├╝hle, kein zittern, kein inneres fieber,
wie z.b. diese qu├Ąlenden fiebertr├Ąume,
die meine lebensfreude so lange tr├╝bten.

Mein zustand ├Ąhnelt dem einer waage, die im gleichgewicht ist.

Ich bin ausgewogen.
Ebenso viele jas wie neins.
Leid und freude: 50:50.

Dieser zustand ist neu f├╝r mich.
Er ├Ąngstigt mich nicht, noch erfreut er mich sonderlich.
Es ist kein angenehmes noch unangenehmes gef├╝hl.

Immer wollte ich dieses ausgeglichensein erreichen.
Ich versprach mir davon eine tiefe gl├╝ckseligkeit.
Doch diese nonchalence,
die mein wesen jetzt durchdringt,
erstaunt mich nur.


All der groll gegen b. hat sich in luft aufgel├Âst.
Wenn ich jetzt an die zeit mit ihm zur├╝ckdenke, sind all die bilder des schreckens verschwunden, aber auch die der ekstase, des ├╝berschw├Ąnglichen gl├╝cks. Sonderbarerweise hat sich die erinnerung an diesen einen wundersamen augenblick, in dem unsere seelen sich so unendlich nah waren und unsere herzen synchron geschlagen haben, in den vordergrund geschoben.
Man verzeihe mir diese doch abgedroschene ausdrucksweise.
Nat├╝rlich k├Ânnte ich jetzt den herausragenden augenblick meiner liebe zu b. akribisch, gespickt mit subtilen metaphern u.├Ą. an den leser herantragen.
Aber wozu?
Vielleicht hat der ein oder andere ├Ąhnliches erlebt?
Nicht vielleicht, sicher sogar!
Denn warum sollte gerade mir, solch wundersames vorbehalten bleiben?
Es wird millionen und millionen von menschen geben mit ├Ąhnlichen erlebnissen!
Den ein oder anderen leser w├╝rde ich vielleicht an solch einen moment in seinem leben erinnern?
All die bedauernstwerten, f├╝r die dies noch terra incognita ist, w├╝rde ich mit meinen worten nicht erreichen. Einige w├╝rden mich auslachen, f├╝r andere w├Ąre es u.u. nichtssagendes gefasel.

Zur├╝ck zu meinem ausgeglichenen gem├╝tszustand.
Dies finde ich erw├Ąhnswerter und u.u. f├╝r den geneigten leser interessanter.
Also wie geht man mit einer derartigen ausgeglichenheit um?
Meinen inneren zustand beobachte ich des ├Âfteren misstrauisch.
Bin ich im begriff zu resignieren?
Werde ich nun alt und bequem?
Immer wenn sich meine gedanken in diesem gef├Ąhrlichen bereich festfahren, erfasst mich eine unruhe, gebe ich zu, allerdings nur f├╝r kurze zeit. Ein blick in den spiegel und der selbstzweifel wird vom mir entgegenlachenden faltenfreien gesicht zerstreut. Meine eitelkeit ist mir also noch erhalten geblieben, dies stelle ich jedesmal mit einer gewissen beruhigung, aber auch heiterkeit fest.
Die zeit, in der mich die extremen hochs und tiefs im leben in atem hielten, nach denen es mich d├╝rstete, ohne die ich meinte nicht wirklich zu leben, ist dieser inneren ruhe, ja - harmonie, gewichen.
Fr├╝her h├Ątte ich - allein bei der vorstellung - mal so zu enden, meinen n├Ąchsten abgrund gesucht, um mich im exstatischen gef├╝hlsrausch hinabzust├╝rzen.
Jetzt aber sitze ich hier und tippe vor mich hin, die obligatorische tasse kaffee neben mir.
Fr├╝her war all mein tun mit einem zweck verbunden. Alles musste ein ziel, einen sinn haben.
Einfach dem gedankenfluss zu folgen, ohne die vorstellung etwas besonders gutes, au├čergew├Âhnliches zu schreiben, w├Ąre f├╝r mich nicht in frage gekommen.
Jetzt ist es so, dass ich mich treiben lasse, ├Ąhnlich dem wind, der heute von nord nach s├╝d, mal schwach - mal st├╝rmisch - weht.
Sonderbar.


(c) g-ps-d 2003

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Betty Blue
Guest
Registriert: Not Yet

Frohes Fest

Guten Morgen Glasperlenspielerin

Ich gesteht, dass ich nicht verstehe.


Dein Text hat mich verwirrt.

Die Basis, die ich f├╝r mich darin finde, ist gut und ich kann nachvollziehen, wie seltsam die Ausgewogenheit der Emotionen ist, wenn man daran gew├Âhnt ist, ansonsten in Extremen zu empfinden.

Leider sprichst du dann pl├Âtzlich von einer vergangen Beziehung, was hier f├╝r mich nicht nachzuvollziehen ist und einfach nicht passt.

Du h├Ąttest einfach bei dir bleiben sollen, denn dieses Thema gibt wirklich eine Menge her.

Zum Schluss kommst du dann wieder auf dich zu sprechen und ab da gef├Ąllt mir dein Text wieder sehr, denn ich kann mir wieder ein Bild davon machen, wie du dich mit dem Thema auseinandersetzt und deine Bilanz ziehst.

Was mich aber ganz besonders beim Lesen st├Ârte, war die fehlende Gro├čschreibung.
Du hast doch auch nach jedem Punkt den Anfangsbuchstaben des neuen Wortes gro├č geschrieben, warum dann nicht auch die Hauptw├Ârter???


Mein Fazit

Ein interessantes Thema, das du vielleicht noch einmal aufgreifen und ├╝berarbeiten solltest.

Einen sch├Ânen 2.Weihnachtstag w├╝nscht

Betty Blue

PS. Ich wei├č, dein Beitrag tr├Ągt den Titel "Gedankenschnippsel", aber daf├╝r scheint er mir doch viel zu zusammenh├Ąngend.


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glasperlenspielerin
???
Registriert: Jun 2003

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Re: Frohes Fest

quote:
Urspr├╝nglich ver├Âffentlicht von Betty Blue
Ich gesteht, dass ich nicht verstehe.
Dein Text hat mich verwirrt.
Leider sprichst du dann pl├Âtzlich von einer vergangen Beziehung, was hier f├╝r mich nicht nachzuvollziehen ist und einfach nicht passt.


liebe bettyblue,

thanx f├╝r deine anmerkungen.
diese passage ├╝ber die verabeitung der beziehung mit b. birgt den schl├╝ssel f├╝r meine ausgeglichenheit.
der aufbau diese "geschnippselten" ist vielleicht nicht sehr gl├╝cklich.
zur orthographie: naja es war mir so danach. aber du hast wohl recht, so wirkt es u.u. st├Ârend beim lesen.

so long
w├╝nsche dir noch einen harmonischen 2. weihnachtsfeiertag

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Enza ost
Guest
Registriert: Not Yet

Ich verstehe und mir gef├Ąllt der Text. Aber eigentlich tut mir so eine Ausgeglichenheit leid, weil sie nicht wirklich eine ist. Den Zustand, den Du beschrieben hast, w├╝rde ich als Leere deuten, denn ein Gleichgewicht erfreut doch mehr. Wo keine Ziele sind, ist keine Zufriedenheit, aber das mag jeder anders beurteilen...
Auf jeden Fall ist es Dir gelungen, ein Bild zu zeichnen, das nachvollziehbar und gut zu lesen ist...Kompliment!

Gru├č von Enza ost

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glasperlenspielerin
???
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quote:
Urspr├╝nglich ver├Âffentlicht von Enza ost
Den Zustand, den Du beschrieben hast, w├╝rde ich als Leere deuten, denn ein Gleichgewicht erfreut doch mehr. Wo keine Ziele sind, ist keine Zufriedenheit, aber das mag jeder anders beurteilen...


hi Enza ost,

der zustand der zufriedenheit hat nicht unbedingt etwas mit "ziele haben" zu tun, meine ich mal -
mit "zielen vor augen" wird man zu einem getriebenen menschen, der nur zufrieden sein kann, wenn er das angestrebte ziel erreicht hat

der "weg" kann - meiner meinung nach - nur das ziel sein - daher w├╝rde ich den in meinem artikel beschriebenen zustand nicht als den einer "inneren leere" bezeichnen, sondern eher, dass einem bisher ziel-, leistungsorientierten menschen so einiges klar geworden ist

thanx
__________________
alles ist relativ

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Enza ost
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo nochmal,

Du hast recht: Der Weg ist das Ziel, aber um so zu denken, mu├č man sich doch auf einem Weg befinden, der irgendwo hinf├╝hrt! Nur so dahintreiben, ist kein Weg, weil es keine Richtung gibt! Verstehst Du? Ein Mensch, der seine Ziele verfolgt, ist nicht unbedingt getrieben, es sei denn, er hat es eilig, anzukommen!
Gl├╝ck ist, auf dem Weg zu sein, voller Vorfreude, aber auch Gelassenheit mit Blick auf das Ziel, aber ohne Verkrampfung...
Das ist Philisophie und dar├╝ber k├Ânnten wir uns noch Jahre den Kopf hei├č machen, deshalb hast Du wieder recht: Alles ist relativ!!!

In diesem Sinne, viel Spa├č auf Deinem Weg des Dahintreibens und ein neues Jahr voller Gl├╝ck und Vergessen w├╝nscht
Enza ost

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