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Leselupe.de > Anonymus
Gedichte als Belege
Eingestellt am 02. 11. 2010 14:17


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Gedichte als Belege

Ich bin nicht sehr belichtet,
Mein Denken: zÀh wie Schleim.
Also hab ich gedichtet
So manchen dummen Reim.

Auf meinem langen Wege
Schmierte und schiss ich hin
Gedichte als Belege
FĂŒr das, was ich nicht bin.

Geht nicht vorsicht’gen Fußes!
Latscht schön in meiner Spur!
Tief tretet in Abstruses!
Versinkt im Schleime nur!

Doch wenn ihr sinkt und schreiet:
„Der Rotz stinkt wie die Pest!“
So hĂŒstle ich: „Verzeihet.
Nicht riechen sollt ihr. Fresst!“

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Walther
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Ich bin nicht sehr belichtet,
Mein Denken zÀh wie Schleim.
Darum hab ich gedichtet
So manchen dummen Reim:

Auf meinem langen Weg -
Ich schmierte, schiss sie hin -
Gedichte als Beleg
FĂŒr das, was ich nicht bin.

Geht nicht vorsicht’gen Fußes,
Latscht schön in meiner Spur,
Tief tretet in Abstruses,
Versinkt im Schleimseim nur!

Doch wenn ihr sinkt und schreit:
„Der Rotz stinkt wie die Pest!“
So hĂŒstel ich: „Verzeiht:
Nicht riechen sollt's ihr. Fresst's!“

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Liebe Heidrun,

wem antwortest Du hier? Wer bloß ist "D."? Bist Du sicher, den richtigen Text + Autor zu meinen? Und wieso gereicht Dir "genaues Hinschauen" bei mir "zum Nachteil"?

Es ist auch nicht richtig, dass ich hier gar nichts mehr poste. Ich poste regelmĂ€ĂŸig, wohl wissend, dass nicht alles auf helle Begeisterung stĂ¶ĂŸt. (Das Anonymen-Forum scheint mir fĂŒr meine Versuche optimal geeignet, da ich mich von Eitelkeiten, Lob, Verriss und vor allem: von BezĂŒgen auf andere Texte, fern halten möchte.)

Noch ein Wort zum Text selber: er ist sicher nicht das perfekte StĂŒck an sich; ich halte ihn sogar fĂŒr schlecht, weil er zu allgemein ausgefĂŒhrt ist, trotz der "saftigen Sprache".
Andererseits formuliert er einen ganz wesentlichen Gedanken bzw. versucht, diesem Ausdruck zu geben: Literatur in allen Formen - und vermutlich die ganze Kunst - hat oft mit uns selbst nicht viel zu tun. Insofern ist sie ein zweifelhaftes, mitunter unehrliches Produkt, verfertigt zu Zwecken, die leider nicht die "hehrsten" sein mĂŒssen. Mit solcherlei Überlegungen gewinne ich natĂŒrlich keine Sympathien bei den Kunstbeflissenen.




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Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Anonymus,
eine schöne und deftige Satire ist das.
Von allen Verschlimmbesserungen bin icht nicht ĂŒberzeugt,
doch einige sind schon nicht falsch. So zum Beispiel
wĂŒrde ich das "darum" in der ersten Strophe durchaus nehmen.
Es liest sich flĂŒssiger. In der zweiten Strophe finde ich
dies: "Ich schmierte, schiss sie hin" auch gut, weil es den Fluss verbessert. Was mir gar nicht gefÀllt ist, dass
aus "Wege" Weg, aus "Belege" Beleg gemacht wurde. Gerade dieses altmodische "Wege,Belege" passt doch zur Reimerei
und einer Kritik an dieser. Ist solches in der Reimerei, besonders in Sonetten, nicht sehr oft vertreten? Ja.
Ich finde, es sollte bleiben. Was mir gar nicht gefĂ€llt ist dieses Austauschen von Schleim in "Schleimsein", das ist zu bemĂŒht, Du solltest es ruhig im "Schleime" versinken lassen
das passt schon. Dein "Verzeihet" gefÀllt mir auch besser.
Es karrikiert intensiver...
Alles in allem, Dein Text gefÀllt mir. Du tÀtest dem Text dennoch einen Gefallen, wenn Du die sich positiv auswirkenden
Verschlimmbesserungen nehmen wĂŒrdest. Es sind ja nicht so viele

LG Pelikan

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