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Leselupe.de > Theoretisches
Gedichte schreiben (Allgemeine Frage)
Eingestellt am 24. 12. 2006 13:30


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Patrick
Festzeitungsschreiber
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Hallo,

kann mir jemand diese Frage beantworten:

Warum wird bei Gedichten nach einem Zeilenumbruch das erste Wort groß geschrieben, obwohl kein neuer Satz beginnt bzw. das erste Wort kein Substantiv ist?

Liebe Grüße
& frohe Weihnachten
Patrick

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Duisburger
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Hallo,

die frage ist mir nicht ganz klar.

Wie du nach einem zeilenumbruch in deinen gedichten weiterschreibst (gross oder klein), ist ganz allein dir überlassen. Da gibt es keine festen regeln.

Ich vermute aber, deine frage hat hat etwas mit dem schreiben innerhalb einer textverarbeitung zu tun.
Bsp. Word und open office:
Wenn du einen harten zeilenumbruch machst (also mit Return/Enter), so setzt die textverarbeitung einen neuen satz und fängt folgerichtig mit einem großbuchstaben an.
Bei einem weichem zeilenumbruch (shift/umschalten + rerunt/enter) wird in der nächsten Zeile klein weitergeschrieben.
Die letztere art zu schreiben sollte man gerade bei gedichten nutzen, da man dort i.d.r. nicht bis zum automatischen zeilenumbruch schreibt (seitenbreite).

lg
duisbutger
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Patrick
Festzeitungsschreiber
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Nein, so war das nicht gemeint. Die Funktionsweise von Textverarbeitungsprogrammen ist mir geläufig. Doch wenn man Gedichte in Büchern liest, so wird in der Regel in jeder neuen Zeile mit einem Großbuchstaben begonnen. Und mich interessiert nun, warum das so ist.

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Duisburger
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Welche Bücher?
Ich kenne genug gedichtbände, wo das nicht so ist.
Wie gesagt, alles eine frage des stils des autors.

duisburger
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Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Patrick
Festzeitungsschreiber
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Diese Form wird in sämtlichen Gedichtbänden, die ich hier stehen habe, angewandt. Goethe, Schiller (siehe z. B. "Das Lied von der Glocke") etc. Inzwischen habe ich die Antwort selbst gefunden, in einer Interpretation. Darin steht so ungefär, dass jede Zeile mit einem Großbuchstaben beginnt, da in jeder Zeile, ein anderes Thema behandelt wird, und der Gliedsatz - der an die Hauptsätze angehängt wird - nicht in direktem Zusammenhang mit dem Hauptsatz stehen muss. - Weiß nicht, ob das jetzt der einzige Grund ist, darum wäre es schön, wenn hier jemand mehr dazu sagen könnte.

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Bernd
Foren-Redakteur
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Hallo, Patrick,

die Großschreibung am Zeilenanfang bei Gedichten ist ein Stil, der zeitweilig üblich war. Heute wird es allgemein kaum noch gemacht.

Ich bin nicht ganz sicher, aus welcher Zeit das stammt.

Man findet es aber dann mit hoher Wahrscheinlichkeit durchgehend in den entsprechenden Büchern, außer bei Anthologien.

Man kann es als optisches Stilmittel verwenden, um an die Vergangenheit der Dichtung anzuknüpfen.

Zeitweise wurde übrigens auch von einigen Dichtern alles klein geschrieben. Das findet man auch heute oft.

Viele Grüße von Bernd
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Bernd
Foren-Redakteur
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Ich möchte noch ergänzen, dass die Großschreibung am Zeilenanfang bereits von Martin Opitz im 17. Jahrhundert verwendet wurde und mehrere Jahrhunderte lang üblich war.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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