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Leselupe.de > Ungereimtes
Gefährten
Eingestellt am 22. 03. 2006 19:54


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WVGI
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2006

Werke: 8
Kommentare: 10
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Gefährten


Wie musisch Instrumente,
man kann sie zupfen,
man kann sie streichen,
kann kunstvolle Sphären erreichen,

nur ihr äuß’res Gewand,
von Lippen in das Sein gebannt,
die Noten, Töne, Melodien,
erst gefügt durch Verstand,
Gedanken formen ganze Symphonien,

frei spontan, schwungvolle Töne,
es gibt harte, weiche, lange, kurze, schöne,
sie alle, Eltern, Kinder, Söhne,
einzeln doch zugleich gemeinsam.
Nie alleine, niemals einsam,
stets gesellen sich an’dre flott hinzu,

sie leben, atmen, weinen,
die Großen wie die Kleinen,
alle die sie vernehmen,
sie sprechen, schreiben, lesen,
können ihre Schönheit nicht fassen,
sie sind nicht zu werten,
einzuteilen in dämlich rationale Klassen,

haben ihre eig’ne Seele,
ob ausgesprochen oder nur vernommen,
geflüstert oder aus voller Kehle,
auch das Leiseste füllt ganze Säle;

Ihren Glanz im Wahren zu erkennen,
einem jeden strikt versagt,
da Sprache und Wort kaum zu trennen,
sagt der Dichter, und verzagt,

so dann lasst sie atmen, feiern,
schenkt aus den Wein,
lasst Verstand doch Verstand nun sein,
ohne ihn wird Bedeutung klein,
sie war von jeher nur Schein,

Worte, für sich strahlend weiß,
wie unbeschrieb’nes Blatt Papier,
kennen nicht Neid, nicht Gier,
haben keinen Preis,
auch mit Gold nicht zu wiegen,
über Misstöne, und Lärm sie siegen,

nur vor Stille sie sich verneigen,
lassen sich verführen,
lassen sich leiten,
von harmonisch, warmen, süßen Reigen,

erheben Mensch über Natur und Tier,
sind der Gedanken Schmuck, der Ideen Zier,
stets im Fluss, kein verweilen,
es gibt solche die der Zeit enteilen,
sind des Menschen Hymne,
wie jene der Natur, ist Vogelsang im Wind,
der Zauber ihrer Melodien macht selbst Dichter blind,

doch oft verspielt gar unbekümmert,
sind sie auch die schärfste aller Klingen,
können in harten, schnellen Zügen,
Leid dem Menschen bringen,

Wunden die die Zeit nicht vermag zu heilen,
unsichtbar, oft and’ren nicht zu zeigen,
Narben die für’s Leben bleiben,
doch wer mag sie schon beneiden,
jene die verschont,
die Feigen,

mit Worten lässt’s sich fühlen,
an ihnen man kann sich wärmen,
doch unversehens auch verkühlen,
selbst blind von ihrer Schönheit schwärmen,

mit ihnen man besser sieht denn mit den Augen,
man muss es nur erlauben,
sie ehren, an sie glauben,
dann werden sie dem Menschen selbst in größter Not die Ängste rauben!








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