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Leselupe.de > Science Fiction
Gefahr auf der New Dawn
Eingestellt am 30. 03. 2005 21:42


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nemo
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Paul lag auf dem Bett und döste vor sich hin. Er lauschte dem monotonen Rauschen des Hyperantriebs und kĂ€mpfte mit dem Verlangen sich erleichtern zu mĂŒssen. Mit der Geschmeidigkeit eines sich sonnenden Panthers drehte er sich auf die andere Seite, in der Hoffnung, dass der Druck auf seiner Blase nachlassen wĂŒrde; doch die Bewegung brachte die FlĂŒssigkeit in Wallung und es wurde nur noch schlimmer. Ganz gemĂ€chlich streckte er seinen Hintern in die Höhe, bis er ein leisees Knacken in seiner WirbelsĂ€ule vernahm, und gĂ€hnte. Er stieg vom Bett und torkelte schlaftrunken zu seiner Toilette.
Als er sich gerade entleerte, hörte er wie die TĂŒr der Kabine geöffnet wurde, dann ein Schrittmuster, dass er nur zu gut kannte: es war Sarah, sein Mensch.
Mit den Hinterpfoten verdeckte Paul sein GeschÀft und tigerte vom Bad, in den Wohnbereich der Raumschiffskabine. Dort stand Sarah, vor ihrem Schreibtisch aus Polyplast, und starrte regungslos in die Tiefen des Weltraums.
Paul nÀherte sich ihr, schlich sich zwischen ihren Beinen und rieb sich schnurrend an ihr.
Keine Reaktion. Wie seltsam, dachte sich der Kater und schnurrte ein wenig krÀftiger.
Immer noch nichts. Keine Bewegung. Kein Blick. Nichts.
Das war Ă€ußerst ungewöhnlich, denn eigentlich war das erste was Sarah tat, wenn sie vom Unterricht zurĂŒckkam, sich mit ihm zu beschĂ€ftigen, ihn zu streicheln und erzĂ€hlen was in der Schule des Kolonieschiffes New Dawn alles passiert war.
Paul fuhr die Krallen aus, holte aus und verpasste Sarah einen leichten Pfotenschlag in die Wade. Immer noch keine Reaktion. Sie stand nur bewegungslos da, mit dem Blick auf etwas gerichtet, dass scheinbar nur sie sehen konnte. Erneut versuchte Paul es mit einem gezielten Schlag auf eine freiliegende Stelle an Sarahs Bein, diesmal sogar so feste, dass sich feine rote Krallenspuren auf der Haut abzeichneten. Doch Sarah blieb ohne Regung.
Paul wurde es zu blöd und er schlenderte beleidigt durch den Raum.
Als sein Blick zur Eingang der Kabine wanderte, bemerkte er, dass Sarah die TĂŒr hatte offen stehen lassen. Seltsam, dachte der Kater sich, und wechselte die Richtung, um die NachlĂ€ssigkeit seines Menschen auszunutzen. Als er den langen Flur des Raumschiffes betrat, war Paul ĂŒberrascht wie leise es dort war. Er war schon das eine oder andere mal ausgebĂŒchst, um das Schiff zu erkunden, und daher wusste er, dass normalerweise in den Wohnkorridoren immer viel Verkehr herrschte, der mit unabdingbar LĂ€rm verbunden war. Auch diesmal waren wieder einige Menschen unterwegs, aber weder sprach jemand, noch spielten irgendwelche Kinder in dem breiten Gang. Alle schritten sie im gemĂ€ĂŸigten Tempo voran, den Blick hölzern nach vorne gerichtet, und das alles in einer geisterhaften Stille. Irgendetwas stimmt hier nicht, ging es Paul durch den Kopf. Er spitze die Ohren, trat in den Korridor und blieb stehen. Die Menschen gingen an ihm vorbei, ohne ihn eines Blickes zu wĂŒrdigen. Keiner blieb stehen, um ihn zu streicheln, keiner der ihn ĂŒberhaupt zu bemerken schien; es war beinahe so, als ob sie ihn gar nicht wahrnehmen wĂŒrden.
Er ging bis zur Aussichtsplattform, einer riesigen bepflanzten FlĂ€che, die von einer durchsichtigen Glaskuppel ĂŒberdacht war, und auch hier bot sich dem Kater das gleiche beunruhigende Bild; einige der Menschen saßen kerzengrade auf BĂ€nke und starrten leblos Löcher in die Luft, wĂ€hrend andere wiederum, scheinbar ziellos durch die kĂŒnstliche Parkanlage schlurften. Langsam wurde es dem Kater zu bunt. Er setzte sich auf eine der altertĂŒmlich wirkenden BĂ€nke und begann sich zu putzen.
Paul wusste zwar das Menschen sich gelegentlich seltsam verhielten, aber diese gespenstische Stille, die sich ĂŒber das Schiff gelegt hatte, irritierten ihn. Sein ganzes Leben hatte er hier verbracht und noch nie war es so ruhig gewesen.
Langsam machte er sich Sorgen. Ich sollte nach Sarah schauen, dachte er und beendete sein Putzprogramm. Er sprang von der Bank und lief zurĂŒck zu seiner Kabine.

Dort hatte sich Sarah mittlerweile auf das Bett gesetzt.
Oh, da hat sich was getan, dachte Paul und nĂ€herte sich ihr zielstrebig. Doch schon als er sich in sprungweite befand, bemerkte er, dass sich Sarah immer noch in dem gleichen Zustand befand wie zuvor. Paul sprang auf ihren Schoß und schnĂŒffelte an ihr.
Doch an ihrem Geruch war nichts außergewöhnlich. Der Kater hĂŒpfte auf das Bett und ging um Sarah herum. Plötzlich bemerkte er etwas, das ihm vorhin nicht aufgefallen war:
an Sarahs Nacken war etwas. Unter dem Sturzbach ihrer blonden Haare, lugte etwas dunkles hervor. Paul stĂŒtzte sich mit den Vorderpfoten auf Sarahs RĂŒcken ab, streckte sich und schnupperte daran. Ein sĂŒĂŸlicher Geruch, der ihn an vermodertes Fleisch erinnerte, biss sich in seine empfindliche Nase. Vorsichtig schob er mit seiner Schnauze einige Haare zur Seite und legte etwas frei, dass er noch nie zuvor gesehen hatte. Dort hing ein menschenfaustgroßes, sternförmiges Ding, das mit einer lederartigen brĂ€unlich-grĂŒnen Haut ĂŒberzogen war. Inmitten dieses eigenartigen Sterngebildes entdeckte Paul ein leichtes Pulsieren; eine Wölbung in der Haut, die sich in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden hob und sank. Das Ding schien tatsĂ€chlich zu leben. Er hob er die Pfote und stupste das Wesen an.
Es war warm und weich und reagierte nicht auf Pauls BerĂŒhrung. Vielleicht hatte dieses Geschöpf etwas mit Sarahs seltsamen Verhalten zu tun? Paul holte aus und schlug seine Krallen tief in das Wesen hinein. Das Ding fiepte in einem Frequenzbereich, den Paul als sehr unangenehm empfand. Aus den Rillen, die sein Tatzenschlag hinterlassen hatte, floss eine rotbraune, zĂ€he FlĂŒssigkeit. Paul schlug noch mal zu, diesmal ein wenig krĂ€ftiger, und das Wesen löste sich, fiel auf das Bett und krabbelte davon. Sofort war Pauls Jagdinstinkt erwacht und er stĂŒrzte sich mit ausgestreckten Pfoten auf das flĂŒchtende Sternending.
Hinter sich hörte er, wie Sarah ein Stöhnen von sich gab. Er drehte sich um und sah, dass sie mit perplexer Miene auf der Bettkante saß und sich umsah, als wĂŒrde sie das Zimmer zu ersten mal sehen. WĂ€hrend Paul abgelenkt war, versuchte das bizarre Wesen sich aus seinem Griff zu befreien. Um das zu vermeiden fuhr Paul seine Krallen aus, die sich in die Haut der Kreatur bohrten und jeden weiteren Fluchtversuch unterbanden.
Paul beobachtete wie Sarah aufstand und etwas unsicher auf den Beinen durch den Raum schritt. „Was ist passiert?“, fragte sie, „Eben war ich noch im Unterricht und jetzt bin hier?“
Sie fasste sich an den Kopf und verzog das Gesicht. „Ich fĂŒhl mich, als hĂ€tte mir jemand mit einem Hammer auf den SchĂ€del geschlagen“ sagte sie. Ihr Blick fiel auf Paul, der zwischenzeitlich damit beschĂ€ftigt war mit dem Ding zu spielen, wĂ€hrend er es mit einer Tatze festhielt. „Was hast du denn da Paul?“ fragte Sarah und nĂ€herte sich. Eigentlich hĂ€tte Paul gerne noch ein wenig gespielt, aber Sarahs Interesse an dem Ding, veranlasste ihn es loszulassen. Das Wesen nutze seine Chance und flitzte durch die offene TĂŒr in den Flur. Sarah schrie auf und Paul lief dem Ding hinterher.

Als Sarah in den Flur trat, war dieser völlig leer und still. Sie rief ihren Kater, doch ihre Stimme hallte ungehört in dem Gang. Das Brummen in ihrem SchĂ€del hatte glĂŒcklicherweise nachgelassen, was blieb war ein seltsam wattiges GefĂŒhl; als ob ihr Geist einige Millimeter neben ihrem Körper stehen wĂŒrde. Sarah schaute auf ihre Uhr und fragte sich, wo all die Menschen waren, die normalerweise die GĂ€nge der New Dawn bevölkerten.
Sie schloss die Augen und ihre Stirn krÀuselte sich, als sie angestrengt nachdachte.
Das letzte woran sich Sarah erinnern konnte, war der Besuch der zoologischen Station mit ihrer Schulklasse aber dann wurde es dunkel. Falls irgendetwas schlimmes passiert war, wĂŒrde sie sicherlich in der Schiffskantine jemanden finden, den sie fragen konnte. Sarah ging durch den Gang bis sie zu einem Aufzug kam, der sich sofort öffnete, als sie auf den Rufknopf drĂŒckte. Sie stieg ein und fuhr bis auf die zweite Ebene hinunter, wo sie zĂŒgigen Schrittes in die Richtung der Kantine eilte. Auch hier waren die GĂ€nge völlig verlassen und die ungewohnte Stille, die nur vom leisen Rauschen der Klimaanlage gestört wurde, beunruhigten Sarah zutiefst. Sie ging an einer Kreuzung vorbei und erblickte den RĂŒcken eines Mannes, der sich von ihr entfernte. Sie blieb stehen und rief dem Mann hinterher: „Hallo!...Hallo, sie da!“
Der Mann zeigte keine Reaktion. Sie lief ihm hinterher. Als sie beinahe in Griffweite war, sah sie, dass am Nacken des Mannes etwas hing; es war das selbe Wesen mit dem ihr Kater vorhin gespielt hatte. Der Mann schlurfte gemÀchlich den Gang entlang. Sein Haar trug er kurz geschoren und so konnte Sarah das Wesen in seiner vollen Pracht begutachten.
Langsam dÀmmerte ihr, das hier etwas nicht stimmte.
Sie musste zur BrĂŒcke einen Notruf senden und hoffen, dass die anderen Schiffe der Flotte nicht von diesen Dingern befallen waren.

Obwohl Paul sich Ă€rgerte, dass er das komische Ding hatte entfliehen lassen, so freute er sich trotzdem ĂŒber die Zuwendung, die ihm plötzlich zuteil wurde. Er hatte Sarah im Andockbereich wiedergefunden, wo sie gerade einige Leute in Empfang nahm, die scheinbar von außerhalb kamen, denn Paul kannte sie nicht. Diese Menschen hatten ihn dann mit seinem Frauchen in eine kleine Kabine eines RaumhĂŒpfers gebracht, wo sie die nĂ€chsten Stunden verbracht hatten. Als sie dann wieder die New Dawn betraten, wurden sie freudig empfangen, Paul immer wieder gestreichelt und mit Leckerlis beschenkt, wĂ€hrend Sarah ĂŒber das ganze Gesicht strahlte.
Wenig spĂ€ter lag Paul glĂŒcklich und mit vollem Magen auf dem Bett seiner Kabine und ließ sich von Sarah den Nacken kraulen. Langsam schlummerte er ein und begann zu trĂ€umen.
Wieder war er auf der Jagd nach dem seltsamen Ding. Diesmal allerdings, sollte er es fangen.

__________________
:nemo

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"bis er einen leise Knacken" AUA! ...ein leises Knacken...

"etwas, dass ihm" das mit einem s

"Mann schlĂŒrfte gemĂ€chlich den Gang entlang" schlurfte
Die idee, aus der Perspektive des katers zu erzĂ€hlen ist gut, auch die DurchfĂŒhrung gefĂ€llt mir. Noch die Fehler raus, und die "8" ist verdient.

__________________
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nemo
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Hallo und Danke fĂŒr die Kritik.

Freut mich, dass dir die Gechichte gefallen hat.
Die Fehler habe ich mal ausgemerzt.

gruss / nemo
__________________
:nemo

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jon
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Paul lag auf dem Bett und döste vor sich hin. Er lauschte dem monotonen Rauschen des Hyperantriebs und kĂ€mpfte mit dem Verlangen sich erleichtern zu mĂŒssen. Mit der Geschmeidigkeit eines sich sonnenden Panthers drehte er sich auf die andere Seite, in der Hoffnung, dass der Druck auf seiner seineBlase nachlassen wĂŒrde; doch die Bewegung brachte die FlĂŒssigkeit in Wallung und es wurde nur noch schlimmer. Ganz gemĂ€chlich streckte er seinen Hintern in die Höhe, bis er ein leisees Knacken in seiner WirbelsĂ€ule vernahm, und gĂ€hnte. Er stieg vom Bett und torkelte schlaftrunken zu seiner Toilette.
Als er sich gerade entleerte, hörte er wie die TĂŒr der Kabine geöffnet wurde, dann ein Schrittmuster, dass daser nur zu gut “zu gut kennen“ sagt man, wenn man es lieber garnicht kennen wĂŒrde – zum Beispiel, weil es einem Feind gehört. kannte: es Eswar Sarah, sein Mensch.
Mit den Hinterpfoten verdeckte Paul sein GeschÀft und tigerte vom Bad,ohne Komma in den Wohnbereich der Raumschiffskabine. Dort stand Sarah, vor ihrem Schreibtisch aus Polyplast, und starrte regungslos in die Tiefen des Weltraums.
Paul nĂ€herte sich ihr, schlich sich zwischen ihren Beinen „schlich sich zwischen ihre Beine“ oder „schlich zwischen ihren Beinen umher“ am besten aber „schlich ihr um die Beine“ und rieb sich schnurrend an ihr.
Keine Reaktion. Wie seltsam, dachte sich der Kater und schnurrte ein wenig krÀftiger.
Immer noch nichts. Keine Bewegung. Kein Blick. Nichts.
Das war Ă€ußerst ungewöhnlich, denn eigentlich war das erste was das Erste, wasSarah tat, wenn sie vom Unterricht zurĂŒckkam, sich mit ihm zu beschĂ€ftigen, ihn zu streicheln und zu erzĂ€hlenKomma was in der Schule des Kolonieschiffes New Dawn alles passiert war.
Paul fuhr die Krallen aus, holte aus und verpasste Sarah einen leichten Pfotenschlag in die Wade. Immer noch keine Reaktion. Sie stand nur bewegungslos da, mit dem Blick auf etwas gerichtet, dass “mit dem Blick auf etwas, das“ oder „den Blick auf etwas gerichtet, das“scheinbar nur unschöne Dopplung von „nur“ – Vorschlag, das „nur“ nach „stand“ weglassen.sie sehen konnte. Erneut versuchte Paul es mit einem gezielten Schlag auf eine freiliegende Stelle an Sarahs Bein, diesmal sogar so festefest, (besser: ?) krĂ€ftig, dass sich feine rote Krallenspuren auf der Haut abzeichneten. Doch Sarah blieb ohne Regung.
Paul wurde es zu blöd und er schlenderte beleidigt durch den Raum.
Als sein Blick zur Eingang der Kabine wanderte, bemerkte er, dass Sarah die TĂŒr hatte offen stehen lassen. Seltsam, dachte der Kater sich, und wechselte die Richtung, um die NachlĂ€ssigkeit seines Menschen auszunutzen. Empfehlung: AbsatzAls er den langen Flur des Raumschiffes betrat, war Paul ĂŒberraschtKomma wie leise es dort war. Er war schon das eine oder andere mal ausgebĂŒchst, um das Schiff zu erkunden, und daher wusste er, dass normalerweise in den Wohnkorridoren immer viel Verkehr herrschte, der mit unabdingbar unabdingbar mit LĂ€rm verbunden war. Auch diesmal waren wieder einige Menschen unterwegs, aber weder sprach jemand, noch spielten irgendwelche Kinder in dem breiten Gang. Alle schritten sie im gemĂ€ĂŸigten Tempo voran, den Blick hölzern nach vorne vorgerichtet, und das alles in einer geisterhaften Stille. Irgendetwas stimmt hier nicht, ging es Paul durch den Kopf. Er spitze die Ohren, trat in den Korridor eh
 ist er nicht eben schon mal auf den Korridor getreten? und blieb stehen. Die Menschen gingen an ihm vorbei, ohne ihn eines Blickes zu wĂŒrdigen. Keiner blieb stehen, um ihn zu streicheln, keiner der ihn ĂŒberhaupt zu bemerken schien; es war beinahe so, als ob sie ihn gar nicht wahrnehmen wĂŒrden.
Er ging bis zur Aussichtsplattform, einer riesigen bepflanzten FlĂ€che, die von einer durchsichtigen Glaskuppel ĂŒberdacht war, und auch hier bot sich dem Kater das gleiche beunruhigende Bild; einige Empfehlung: „Bild: Einige“ der Menschen saßen kerzengrade auf BĂ€nke und starrten leblos Löcher in die Luft, wĂ€hrend andere wiederum,kein Komma scheinbar ziellos durch die kĂŒnstliche Parkanlage schlurften. Langsam wurde es dem Kater zu bunt. Er setzte sich auf eine der altertĂŒmlich wirkenden BĂ€nke Sicht des Katers: Ich glaube kaum, das Katzen irgendwas altertĂŒmlich finden können, da geht die Vermenschlichung doch einen Schritt zu weit.und begann sich zu putzen.
Paul wusste zwar das zwar, dassMenschen sich gelegentlich seltsam verhielten, aber diese gespenstische Stille, die sich ĂŒber das Schiff gelegt hatte, irritierten ihn. Sein ganzes Leben hatte er hier verbracht und noch nie war es so ruhig gewesen.
Langsam machte er sich Sorgen. Ich sollte nach Sarah schauen, dachte er und beendete sein Putzprogramm. Er sprang von der Bank und lief zurĂŒck zu seiner Kabine.
Dort hatte sich Sarah mittlerweile auf das Bett gesetzt.
Oh, da hat sich was getan, dachte Paul und nĂ€herte sich ihr zielstrebig. Doch schon als er sich in sprungweite befand, bemerkte er, dass sich Sarah immer noch in dem gleichen Zustand befand wie zuvor. Paul sprang auf ihren Schoß und schnĂŒffelte Hunde schnĂŒffeln, bei einer Katze finde ich es unglĂŒcklich formuliert. an ihr.
Doch an ihrem Geruch war nichts außergewöhnlich. Der Kater hĂŒpfte auf das Bett und ging um Sarah herum. Plötzlich bemerkte er etwas, das ihm vorhin nicht aufgefallen war:
an Kein Absatz. Und: „war: An“Sarahs Nacken war etwas. Unter dem Sturzbach ihrer blonden Haare,kein Komma lugte etwas dunkles Dunkleshervor. Paul stĂŒtzte sich mit den Vorderpfoten auf Sarahs RĂŒcken ab, streckte sich und schnupperte daran. Ein sĂŒĂŸlicher Geruch, der ihn an vermodertes Fleisch erinnerte, biss sichohne „sich“ (denn der Geruch hat keine ZĂ€hne, mit denen er sich irgendwo verbeißen könnte) in seine empfindliche Nase. Vorsichtig schob er mit seiner Schnauze einige Haare zur Seite und legte etwas frei, dass das (besser: was)er noch nie zuvor gesehen hatte. Dort hing ein menschenfaustgroßes, sternförmiges Ding, das mit einer lederartigen Kann man „lederartig“ sehen oder doch nur fĂŒhlen/ertasten? brĂ€unlich-grĂŒnen Haut ĂŒberzogen war. Inmitten dieses eigenartigen Sterngebildes entdeckte Paul ein leichtes Pulsieren; eine Wölbung in der Haut, die sich in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden hob und sanksenkte (ich senkte meine Hand – ich sank in die Tiefe). Das Ding schien tatsĂ€chlich zu leben. Er hob er“er“ streichen die Pfote und stupste das Wesen an.
Es war warm und weich und reagierte nicht auf Pauls BerĂŒhrung. Vielleicht hatte dieses Geschöpf etwas mit Sarahs seltsamen Verhalten zu tun? Paul holte aus und schlug seine Krallen tief in das Wesen hinein. Das Ding fiepte in einem Frequenzbereich, den Paul als sehr unangenehm empfand. Aus den Rillen, die sein Tatzenschlag hinterlassen hatte, floss eine rotbraune, zĂ€he FlĂŒssigkeit. Paul schlug noch mal zu, diesmal ein wenig krĂ€ftiger, und das Wesen löste sich, fiel auf das Bett und krabbelte davon. Sofort war Pauls Jagdinstinkt erwacht und er stĂŒrzte sich mit ausgestreckten Pfoten auf das flĂŒchtende Sternending.
Hinter sich hörte er, wie Sarah ein Stöhnen von sich gab. Er drehte sich um und sah, dass sie mit perplexer Miene auf der Bettkante saß und sich umsah, als wĂŒrde sie das Zimmer zu ersten mal sehen. WĂ€hrend Paul abgelenkt war, versuchte das bizarre Wesen sich aus seinem Griff zu befreien. Um das zu vermeiden fuhr Paul seine Krallen aus, die sich in die Haut der Kreatur bohrten und jeden weiteren Fluchtversuch unterbanden.
Paul beobachteteKomma wie Sarah aufstand und etwas unsicher auf den Beinen durch den Raum schritt. „Was ist passiert?“, fragte sie, „Eben war ich noch im Unterricht und jetzt bin hier?“
Sie fasste sich an den Kopf und verzog das Gesicht. „Ich fĂŒhl mich, als hĂ€tte mir jemand mit einem Hammer auf den SchĂ€del geschlagen“Komma sagte sie. Ihr Blick fiel auf Paul, der zwischenzeitlich damit beschĂ€ftigt war mit dem Ding zu spielen, wĂ€hrend er es mit einer Tatze festhielt. „Was hast du denn daKomma Paul?“Komma fragte Sarah und nĂ€herte sich. Eigentlich hĂ€tte Paul gerne noch ein wenig gespielt, aber Sarahs Interesse an dem Ding,kein Komma veranlasste ihn es loszulassen. Das Wesen nutze seine Chance und flitzte durch die offene TĂŒr in den Flur. Sarah schrie auf und Paul lief dem Ding hinterher.
Den ganzen Sarah-Absatz wĂŒrde ich wenigstens eindampfen – er wechselt fĂŒr zu lange Zeit die Perspektive und erzĂ€hlt nichts Neues. Eventuell kann man die Info mit dem Zoo vorn mit reinpacken (als Sarah ihre Gedanken sotiert) und die Info, dass sie Hilfe holt, durch den Kater erzĂ€hlen (ihn nicht gleich davonflitzen lassen, sondern: Er bleibt bei Sarah und geht mit ihr zur Zentrale, sieht dann das Sternding wieder und flitzt erst jetzt davon.
Als Sarah in den Flur trat, 
Dingern befallen waren.
Obwohl Paul sich Ă€rgerte, dass er das komische Ding hatte entfliehen lassen, so freute er sich trotzdem ĂŒber die Zuwendung, die ihm plötzlich zuteil wurde. Er hatte Sarah im Andockbereich wiedergefunden, wo sie gerade einige Leute in Empfang nahm, die scheinbar von außerhalb kamen, denn Paul kannte sie nicht. Diese Menschen hatten ihn dann mit seinem Frauchen in eine kleine Kabine eines RaumhĂŒpfers gebracht, wo sie die nĂ€chsten Stunden verbracht hatten. Als sie dann unschöne Dopplung von „dann“ wieder die New Dawn betraten, wurden sie freudig empfangen, Paul immer wieder gestreichelt und mit Leckerlis beschenkt, wĂ€hrend Sarah ĂŒber das ganze Gesicht strahlte.
Wenig spĂ€ter lag Paul glĂŒcklich und mit vollem Magen auf dem Bett seiner Kabine und ließ sich von Sarah den Nacken kraulen. Langsam schlummerte er ein und begann zu trĂ€umen.
Wieder war er auf der Jagd nach dem seltsamen Ding. Diesmal allerdings,kein Komma sollte besser: wĂŒrde (?) er es fangen.

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@jon

Vielen Dank fĂŒr die MĂŒhe.

Gruss / nemo
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