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Leselupe.de > Gereimtes
Gegen die Gleichmacherei
Eingestellt am 18. 01. 2012 19:43


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Vera-Lena
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Gegen die Gleichmacherei

Die Dinge sind nun mal verschieden,
die einen frosten, andre sieden.
Die KĂŒchenlampe spendet Licht,
der Schmortopf macht das aber nicht.
Und auch mein Zeh und auch mein Zahn
sind ungleich. Nur im Schmerzenswahn,
in diesem wirklich ĂŒblen Streich,
da sind sie beide plötzlich gleich.

Drum lass dich jetzt von mir belehren:
Man sollte Unterschiede ehren,
denn Zahn und Zeh sind wirklich nett,
verbindet beide nur das "Z".




__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Label
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Liebe Vera-Lena

das ist ein humoriges Gedicht mit Hintersinn.
Durch den heiteren Ton fÀllt gar nicht auf, dass es sich eigentlich um eine Ermahnung handelt.

Und auch mein Zeh und auch mein Zahn
da du nichts ohne genau abzuwÀgen schreibst, hat diese Wiederholung bestimmt einen besonderen Sinn, den ich aber nicht erfasse.
In meinen Ohren klĂ€nge so etwas flĂŒssiger:

sowohl mein Zeh als auch mein Zahn

auch fĂŒr die letzten beiden Zeilen könnte ich mir eine Änderung wie:
denn Zahn und Zeh sind beide nett
verbunden lediglich durchs "Z"

vorstellen. Das ergÀbe zudem verschiedene Lesemöglichkeiten.
Vielleicht kannst du mit den VorschlÀgen etwas anfangen.

Mit lieben Gruß
Label

__________________
sie lasen soeben die buchstabenfolge, zensiert nur von eigener meinung

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Carina M.
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Liebe Vera-Lena,

das Gedicht gefÀllt mir aber sehr gut. Hat es mich doch gleich ein wenig fröhlicher werden lassen.
Leben und leben lassen, einem anderen nicht die eigene Sichtweise aufzwingen wollen.
Ich nehme jetzt eine große Prise Gelassenheit mit in den Tag.

Liebe GrĂŒĂŸe,
Carina
__________________
Alles was ich schreibe ist haschen nach Wind

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Label,

ĂŒber Deinen Kommentar freue ich mich sehr.

Ich will mal etwas weiter ausholen. StĂŒnde dieser Text in einem TheaterstĂŒck, dann sprĂ€che ihn eine Person, die ĂŒber keienerlei sprachliche Brillianz verfĂŒgt, aber ihre Botschaft unbedingt in die Welt bringen möchte. So habe ich mir das vorgestellt.

"Und auch mein Zeh und auch mein Zahn" birgt noch einen speziellen Witz in sich selbst.

Durch die Wiederholung hat sich da nĂ€mlich schon eine GLEICHMACHEREI eingeschlichen und der Autor ist, da diese Zeile vor dem Schmerzenswahn steht, ganz unwillkĂŒrlich dem Fehler selbst verfallen, den er gerne anprangern möchte, so wie das jedem Menschen öfter mal unterlĂ€uft *lach*

Dein Vorschlag fĂŒr die letzten beiden Zeilen passt nun leider nicht, denn diese Person kommt ĂŒber eine gewisse Schlichtheit nicht hinaus, und ich glaube, das "nur" muss auch unbedingt stehen bleiben, denn die Verbundenheit soll ja so geringfĂŒgig wie möglich sein.

Ich habe versucht, das Ganze so lakonisch wie möglich zu halten und auch eine gewisse sprachliche Unbeholfenheit einzubauen.

Die Zeile: "Drum lass dich jetzt von mir belehren" ist so köstlich aufgeblÀht, aber er meint es gut.

Es handelt sich um einen liebenswerten kleinen Kauz, wie man ihn vielleicht ein/zweimal im Leben antrifft.

Ich hoffe, dass Dir meine ErlÀuterungen, den Text noch ein wenig nÀher bringen, aber "Den Humor mit Hintersinn" hattest Du ja sowieso schon herausgelesen.

Vielleicht gelingt mir, ĂŒber diesen Menschen, der wirklich einen besonderen Zauber hat, noch so einiges, vielleicht auch nicht. DarĂŒber entscheidet wie immer die Muse.

Danke fĂŒrs Lesen und Kommentieren!

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


__________________
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