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Leselupe.de > Gereimtes
Gegen morgen
Eingestellt am 09. 12. 2004 18:27


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Vera-Lena
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Gegen Morgen

Die HaarstrÀhne nahmst du aus
meinem Gesicht.
Sie soll mir nichts wegnehmen,
sagtest du.

Herzpochende Lust
stieg in deine Fingerspitzen
und ich kĂŒsste die Wimpern dir
und suchte, dir Mond zu sein
und schmiegsames GewÀsser
und spĂŒrte deine Kraft
und löste mich auf,
glitt ĂŒber verschlungene Baumwipfel
in immer höhere Irgendwo,

wurde eine Öffnung
und fĂŒhlte dich
durch meine BrĂŒste
hindurchwehen,
dass Anteil nÀhme
der stille Morgenstern,
GefÀhrte sei
dieser VerzĂŒckung,
als ich mich einwohnte
in Dich.




__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Vera-Lena,

ich mag die Sprache,
ich mag die Romantik,
ich mag die behutsamen Beschreibungen,
die dein Gedicht ausmachen.

Es mag sein, dass dem ein oder anderen diese Zeilen zu verklĂ€rt sind, ich finde sie jedoch einfach wundervoll. Und ich lese diese Art romantische Liebebeschreibung sehr, sehr gerne. Es ist auch nicht leicht, in der Grammatik und in diesem Stil zu schreiben (zumindest nicht fĂŒr mich )
In dem fĂŒnfachen "und" erlese ich das MĂŒhen und ewige Bestreben dem anderen alles und noch mehr zu sein. Ebenfalls das Empfinden, welches dieses Streben und sich Hingeben auslöst.

P.S. Wird Morgen als der frĂŒhe Tag nicht groß geschrieben?

LG
Sandra

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Liebe Sandra,

danke fĂŒr Deine BeschĂ€ftigung mit dem Text!

Der Duden hat mir nicht eindeutig verraten können, ob gegen morgen, vielleicht doch groß geschrieben wird. Am besten erkundige ich mich bei Zeder, sie ist die GrĂ¶ĂŸe in puncto Garmmatik in der LL. Das heißt, eigentlich bedeutet es ja "gegen den Morgen hin" und mĂŒsste deswegen doch groß geschrieben werden.

Mit den "und" wollte ich zeigen, wie sich zunĂ€chst etwas zusammenaddiert, dass sich dann als Summe aber jeglicher Addition entzieht, weil es in etwas viel GrĂ¶ĂŸeres hinĂŒbergeglitten ist.

Ich denke auch, dass man in der Verschmelzung zunÀchst noch Einzelnes wahrnimmt,aber dann in eine derartige Rauschhaftigkeit gelangt, dass alles ineinanderströmt.

So wie Du das "und" deutest, das gefÀllt mir aber auch, es war mir aber wÀhrend des Schreibens in dieser Weise nicht gegenwÀrtig.

Eine VerklĂ€rung sehe ich eigentlich nicht in dem Text, sondern ich bin fest davon ĂŒberzeugt, dass die Verschmelzung zweier Wesen ja bestĂ€ndig im Universum stattfindet, und dass alle sich Verschmelzenden dadurch in diesen universellen Akt mit eingebunden sind.

Das ist fĂŒr mich eher eine nĂŒchterne Tatsache.

Wie schön, dass Dich dieser Text erfreuen konnte!
Dir noch einen schönen Abend.
Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena



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IKT
Guest
Registriert: Not Yet

Weichheit und sinnliches Erleben, natĂŒrlich teilweise ein wenig "verklĂ€rt"! Genauso empfinde ich es, und es paßt. Manchmal muß es eben kuschlig, zĂ€rtlich, verklĂ€rt sein...
Zum "Morgen" - ja, groß schreiben.
Ansonsten gibts nicht zu meckern!
LG IKT

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Montgelas
???
Registriert: May 2004

Werke: 1
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liebe vera-lena,

wenn ansonsten ordnung im haushalt
der gefĂŒhle herrscht,
da darf auch ein wenig verklÀrung sein ;)

meint

montgelas

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Liebe Iris,

Danke!

Ja, wenn Du meinst, dass alles zueinander passt, dann bin ich froh.

Das "Morgen" werde ich jetzt Àndern.

Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena
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