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Leselupe.de > Gereimtes
Geh nicht gänzlich fort, bitte
Eingestellt am 26. 03. 2006 14:09


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Vera-Lena
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Geh nicht gänzlich fort, bitte

Die Schatten hast du um dich ausgelöscht,
im Lichtfeld bist du zu Hause nun;
und ich stoße mich an der grellen Schranke.

Als rotes Licht
könnte ich zu dir kommen
um der Liebe willen,
als blaues Leuchten
um der Friedfertigkeit willen,
als grünes Funkeln
um der Hoffnung willen.

Aber du bedarfst meiner nicht.
Das strahlende Weiß umgibt dich.

Als Weizenkorn lass mich fallen
in deine Herzmitte,
hilf mir keimen,
dass ich dir Brot sein kann,
fernzu.






__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Prosaiker
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hallo Vera-Lena, ich würde in der überschrift und der ersten strophe folgende änderungen vornehmen, hauptsächlich des klangs, der rhytmik wegen. das "gänzlich" war mir zu süßlich und es erschien mir irgendwie nicht so stimmig wie das "ganz".

quote:
Geh nicht ganz fort, bitte

Die Schatten um dich hast du ausgelöscht,
im Lichtfeld bist du nun zu Hause;
und ich stoße mich an der grellen Schranke.

vielleicht kannst du damit was anfangen.
ansonsten halte ich die 2te strophe für schwach, besonders wenn ich die letzten zwei dagegen halte. das "fernzu" rettet die letzte strophe hinüber ins schöne.
viele grüße,
Prosa.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Lieber Prosaiker,

ich verstehe Deine Verbesserungsvorschläge sehr gut.

Sie machen mir aber deutlich, dass Du und ich ein unterschiedliches Empfinden für Wörter und Satzmelodien haben.

Das "gänzlich" hat für mich eine andere Bedeutung als das "ganz".

Das "gänzlich" macht deutlich, dass da einmal mehr Nähe war, dass das Lyri Entfernung durchaus akzeptiert hat, dass das, was sich aber jetzt ereignet im Lyri schon fast Verzweiflung auslöst. Das "gänzlich" ist also ein Hinweis auf eine Vorgeschichte, die sich aber nur allmählich Schritt um Schritt vollzogen hat. So empfinde ich das.

"Die Schatten um dich hast Du ausgelöscht,
im Lichtfeld bist du nun zu Hause."

Das klingt für mich sehr hart, sehr aktiv. Rein inhaltlich meine ich das auch nicht so, wie es in Deiner Version klingt.

Ich meine es folgendermaßen:

Das "DU" ist einfach einen Weg gegangen , der es dann mit sich brachte, dass er die Schatten um sich ausgelöscht hat, ohne dass er das vorweg ins Auge gefasst hätte. Deswegen auch muss das "nun" am Ende der letzten Zeile stehen, als ein eher überraschendes Ergebnis, dass das "DU" durch das Voranschreiten auf seinem Wege herbeigeführt hat.

Zudem schwingt in der Melodik meiner Zeilen viel mehr Ruhe mit, in der das "Du" sich befindet.

Die zweite Strophe behandelt die verzweifelten Überlegungen, die das Lyri sich macht, um doch noch erneut einen Weg zum "Du" zu finden. Deswegen habe ich hier die Form der Aufzählung gewählt, denn das Lyri überlegt ja hin und her, und wie man sieht, ohne Ergebnis.

Erst in der letzten Strophe, scheint es den rettenden Gedanken gefunden zu haben.

Ich danke Dir sehr, für Deine Überlegungen zu diesem Text und dass Du mir Deine Gedanken mitgeteilt hast.

Dir einen schönen Sonntag!
Liebe Grüße von Vera-Lena
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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

in ordnung, Vera-Lena, ich verstehe dein gedicht nun besser.
wir haben tatsächlich ein anderes verständnis von der wortsetzung - aber das ist ja was gutes:
umso mehr unterscheiden sich auch unsere gedichte, umso mehr auswahl hat der geneigte ll-leser
vg,
Prosa.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Lieber Prosaiker,

da stimme ich Dir von ganzem Herzen zu.
Liebe Grüße von Vera-Lena
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Sonnenkreis
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2005

Werke: 6
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Liebe Vera-Lena,

dieses Gedicht hier habe ich neben -Deinen-
Paradiesvogel gelegt. Über den ich immer noch
viel nachdenke.

Somit hat er hoffentlich immer etwas zu futtern
und fliegt somit nie gänzlich weg).

Dir von Herzen ganz viele

Liebe Grüße)
Sonnenkreis

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