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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Gehetzt
Eingestellt am 30. 01. 2013 14:22


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Curd Belesos
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Gehetzt
von der Zeit
im Verkehr der Strassen
stehend
zur Bewegungslosigkeit
verurteilt
im Banne der Sekunden
gefangen

bewegt doch nichts
meine Eile

__________________
Nur wenn du frei bist " IF "...dann bist du ein Mensch

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Bernd
Foren-Redakteur
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Registriert: Aug 2000

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Du stellst einen individuellen Augenblick dar, der durch Vervielfältigung solcher Augenblicke entsteht, das Stecken im Stau.
Es ist ein abstraktes Gefühl, das sich mischt mit dem Unwohlsein, dem Gehetztsein, dem "Sich-selbst-hetzen", dem Verlust an Zeit, die man woanders verbringen möchte.
Es ist eine Falle, die sich selber durch sich selber stellt, die Staufalle.
Weil alle schnell sein wollen, sind sie langsam.

Der letzte Teil "bewegt doch nichts meine Eile" hat mehrfache Bedeutung. Zum einen passt er ins Bild der Bewegungslosigkeit.
Er vervollständigt es: Vollständiger Stillstand.
Zum anderen ist es eine emotionale Situation, die genau entgegengesetzt ist.
"Mich bewegt nichts. Meine Eile bewegt nichts. Es macht mir nichts aus. Lass uns halt im Stau stehen, es ist egal. Die Situation bewegt mich nicht, ich bewahre stoische Ruhe.." Dabei geht es nicht soweit: "Ich genieße die Ruhe im Stillstand, die gewonnene Zeit."


Interessant ist die Schweizer/Liechtensteiner Rechtschreibung des "ß".
Sie gibt einen Hinweis zur Herkunft des "lyrischen Ich", das sonst nur über Reflektionen/Gedanken hervortritt.

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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