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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Geht das - Selbsthass?!
Eingestellt am 23. 02. 2007 11:46


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Elyn ver Sartell
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Selbsthass? Sich selbst niederprĂĽgeln? In unserer so unheilen, so unfreundlichen Welt, die doch viel eher Hass hervorrufen sollte? Das geht nicht nur, das gibt's viel zu oft.

Ob von Umwelteinflüssen geprägt oder daraus resultierend, dass man von sich selbst viel mehr erwartet als tatsächlich möglich ist, ist im Grunde nicht entscheidend. Wichtig ist nur, dass, trägt man erstmal einen Funken Wut in sich selbst auf sich selbst, dieser Funke eigentlich sich eigentlich selbst weiternährt, quasi das Streichholz ist, das den Heuhaufen - all die jetzt so niederträchtig scheinenden, dummen Bemerkungen und Verhaltensweisen, die man an sich entdeckt - entzündet.
Fazit: wir sind nicht nur diejenigen, die den Hass empfinden, sondern auch leider auch diejenigen, die ihn ausbauen und ernähren.
In diesem Prozess innezzuhalten, ist beileibe schier unmöglich, da der Träger des Selbsthasses diese Faktoren nicht mehr wahrnimmt oder nicht mehr wahrnehmen will - er legt sich folglich die obligatorischen Scheuklappen an, rennt weiter und stürzt irgendwann ab. Gründe, seine Wut noch zu steigern, wortwörtlich schwarz zu sehen, gibt es genug - manchmal, viel zu oft im Prinzip, sind dies Dinge, die in den Außenseitern ein mildes Lächeln wenn nicht gar keinerlei Reaktionen hervorrufen. Dinge, die wir bei unserer Suche nach dem Ursprungs des Selbsthass der betroffenen Person nie aufgreifen würden...die Art zuzuhören, die Art zu gehen, zu sitzen, zu reden. Achtzig Prozent unserer Verhaltensweisen entsprechen nicht den Idealen und Anforderungen, die wir an uns selbst stellen. Beispielsweise Egoismus, Arroganz oder Neid.
Eigentlich ist das völlig in Ordnung, denn es regt zum Nachdenken an und bewirkt dadurch eine permanente Neukoordination, eine ständige intensive Beobachtung unseres Lebens, die uns zugute kommen soll, es aber in den angesprochenen Fällen des Selbsthasses nicht tut.

Aus dem irrsinnigen Strudel des Selbsthasses hersuzufinden, ist ebenfalls schwer. In vielen Fällen zu schwer, als dass der Betroffene es selbst bewirken könnte. Ansatzweise sein eigenes Problem zu verstehen, kann hierbei bereits viel bedeuten. Was dann immens wichtig ist: sich Zeit zu lassen, nicht von Null auf Hundert hochzuschalten und alles hinter sich werfen zu wollen. Denn das muss einfach scheitern, und möglicherweise beginnt danach der Strudel wieder zu zerren.

Mit einem Therapeuten oder allein schon mit Nahestehenden darĂĽber zu sprechen, ist wahrscheinlich eine wirkungsvolle Vorgehensweise. Manchmal fĂĽhrt Weniges zum Ziel.

C.Z.

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Die Zeit ist wie ein Wirbelsturm -
setzt man sich nicht darin fest,
reiĂźt sie einen unerbittlich mit sich fort.

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jon
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Jain. Im Prinzip stimmt es, im Großen und Ganzen …

Aber (in Sachen Handwerk):

Die Frage in der Überschrift hat nichts mit dem Text zu tun, der analysiert ja nicht, ob es geht, sondern erklärt, wie es geht.

Der Einstieg mit „In unserer so unheilen, so unfreundlichen Welt, die doch viel eher Hass hervorrufen sollte? “ ist – bestenfalls – problematisch, wenn nicht gar kontraproduktiv, denn eben jener „Hass auf die Welt“, dessen Berechtigung oft und gern propagiert wird, ist (Mit-)Ursache {die Hass hervorruft – auch den Selbsthass!} und zugleich (Mit-)Auswirkung. Da du das aber nicht so ausführlich auseinanderklamüserst (was richtig so ist), lass den Satz lieber weg.

Die "Empfehlung" mit dem Schreiben kann (und wird in wirklichen Fällen von Selbsthass) massiv nach hinten losgehen, denn das ist "nur" die Fortführung der inneren Dialoge. Es produziert all die Argumente, warum man so mies ist, schwarz auf weiß, manifestiert es. VORSICHT bei psychologischen Themen (und nicht nur da) mit (Schnell-)Tipps! Die journalistische Verantwortung beinhaltet, zu bedenken, was Texte auslösen können! Man kann nicht alles in Betracht ziehen, dazu müsste man jeden Leser persönlich kennen, aber in diesem Fall kennt man einen Teil der Leser, nämich die, die das Problem haben – und für die ist der beste aller Tipps: Therapeuten suchen!
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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jon
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Selbsthass? Sich selbst niederprügeln? In unserer so unheilen, so unfreundlichen Welt, die doch viel eher Hass hervorrufen sollte? Das geht nicht nur, das gibt's viel zu oft. … und damit wäre die Frage der Überschrift beantwortet. Ende des Textes.

Ob von Umwelteinflüssen geprägt oder daraus resultierend, dass man von sich selbst viel mehr erwartet als tatsächlich möglich ist, ist im Grunde nicht entscheidend. … das ist kein „oder“, jedenfalls meist nicht Wichtig ist nur, dass, trägt man erstmal einen Funken Wut in sich selbst auf sich selbst, dieser Funke eigentlich sich eigentlich selbst weiternährt, quasi das Streichholz ist, das den Heuhaufen - all die jetzt so niederträchtig scheinenden, dummen Bemerkungen und Verhaltensweisen, die man an sich entdeckt - entzündet. Was für ein Satz! Da bleibt einem glatt die Luft weg. Du solltest versuchen, bewusst kürzere, weniger geschachtelte Sätze zu zu bauen.
Fazit: wir sind nicht nur diejenigen, die den Hass empfinden, sondern auch leider auch diejenigen, die ihn ausbauen und ernähren. Das ist kein Fazit, das ist haargenau dasselbe wie eben, nur ohne bildliches Element.
In diesem Prozess innezzuhalten inne zu halten , ist beileibe schier Das sind zwei „Verstärkungsworte“ - das ist zu viel, weil es beides eher unübliche Worte sind, die jedes für sich stark auffallen. Vor allem sagen sie zwei verschiedene Dinge: „Beileibe“ bedeutet so viel wie „wirklich“, „bei Gott!“ oder „ohne Frage“. „Schier“ bedeutet „sichtbar“, „strotzen vor“ aber auch „anscheinend“, was nur einen Katzensprung von „scheinbar“ entfernt ist. unmöglich, da der Träger des Selbsthasses diese Faktoren Moooment! Was für Faktoren? nicht mehr wahrnimmt oder nicht mehr wahrnehmen will - er legt sich folglich Nicht „folglich“ - die Scheuklappen folgen nicht aus „er will nicht sehen“, sie sind nur Bild für „er will nicht sehen“. die obligatorischen Wieso obligatorisch? Obligatorisch wofür? Scheuklappen an, rennt weiter und stürzt irgendwann ab. … heißt? Gründe, seine Wut noch zu steigern, wortwörtlich schwarz zu sehen, gibt es genug - manchmal, viel zu oft im Prinzip Warum „im Prinzip“? Sag doch einfach, „sie sind es.“ , sind dies Dinge, die in den Außenseitern ein mildes Lächeln wenn nicht gar keinerlei Reaktionen hervorrufen. Das sind zwei Gedanken - gib jedem einen Satz: „Gründe gibt es genug.“ + „Manche sind banal.“ Dinge, die wir bei unserer Suche nach dem Ursprungs Ursprung des Selbsthass Selbsthasses der betroffenen Person nie aufgreifen würden...die Art zuzuhören, die Art zu gehen, zu sitzen, zu reden. INHALT: Nichts davon ist Ursprung/Grund, alles nur Anlass oder „Symptom“. Achtzig Prozent Wo hast du diese Zahl her? unserer … eh … sind „wir“ wir alle oder die Betroffenen? Verhaltensweisen entsprechen nicht den Idealen und Anforderungen, die wir an uns selbst stellen. Beispielsweise Egoismus, Arroganz oder Neid. „Wir“ stellen Egoismus, Arroganz und Neid an uns als Anforderungen?
Eigentlich ist das völlig in Ordnung, denn es Was regt an? Egoismus & Co. ? Dass wir unseren Idealen nicht genügen? regt zum Nachdenken an und bewirkt dadurch eine permanente Neukoordination, eine ständige intensive Inhalt: DAS stimmt nicht allgemein - ständiges Nachdenken und Neukoordinieren mag sein, da ist ja weder was über die Themen (könnten ja rein formale Sachen wie Mode sein) oder Intensität gesagt. Aber die wenigsten „beobachten ihr Leben intensiv“ Beobachtung unseres Lebens, die uns zugute kommen soll, es aber in den angesprochenen Fällen des Selbsthasses nicht tut. Warum nicht tut? So, wie es hier steht, behauptest du es nur, es bleibt die Frage, warum es so ist. Und: Es kommt den Betroffenen nicht nur nicht zugute, es schadet sogar.
Aus dem irrsinnigen Meinst du damit „krankhaft“? Dann der inhaltliche Hinweis: Dieses Wort wird nicht mehr benutzt, weil es zu negativ belegt ist. Man (Therapeuten und Co.) sagt aus ähnlichem Grund auch nicht „krankhaft“, am ehesten würde „zwanghaft“ gehen. Oder meinst du „irrsinnig“ als Verstärkung, als Zeichen für die Sogkraft des Strudels? Dann ist mir das zu fett aufgetragen. Ein Strudel ist an sich schon stark, aus einen starken Strudel rauszufinden ist nicht nur schwer, es grenzt an Unmöglichkeit. Strudel des Selbsthasses hersuzufinden heraus zu finden , ist ebenfalls Das andere Schwere war das Innehalten. So wie es hier steht, klingt es, als müsste man entweder innehalten oder raus finden. Dann ist das Rausfinden aber nicht ebenfalls schwer sondern noch schwerer. Der andere Weg wäre, erst innezuhalten - das ist schwer - und dann raus finden - das ist dann noch mal / ebenfalls schwer. schwer. In vielen Fällen zu schwer, als dass der Betroffene es selbst bewirken könnte. INHALT: Ja, wer denn sonst? Der Betroffene MUSS es selbst tun. Er muss es nur nicht unbedingt allein tun. Ansatzweise sein eigenes Problem zu verstehen, kann hierbei bereits viel bedeuten. … muss es aber nicht. Willst du das sagen? Wenn ja: Warum erwähnst du es dann trotzdem? Was dann Wann? immens wichtig ist: sich Zeit zu lassen, nicht von Null auf Hundert hochzuschalten und alles hinter sich werfen zu wollen. Denn das muss einfach scheitern, und möglicherweise Entweder MUSS es scheitern oder der Strudel beginnt dann MÖGLICHERWEISE neu. beginnt danach der Strudel wieder zu zerren. Das mit dem schrittweise stimmt zwar, ist aber so nicht so zwingend logisch, dass es nicht einer Erklärung bedürfen würde.

Eine der wirkungsvollsten Methoden, um dem aus dem Weg zu gehen oder sich davon zu befreien, beinhaltet das Notieren von GefĂĽhlen und Situationen sowie das Niederschreiben der verhassten Eigenschaften. Manchmal fĂĽhrt Weniges zum Ziel. siehe vorherigen Kommentar

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