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Leselupe.de > Gereimtes
Geister !
Eingestellt am 31. 10. 2006 19:49


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Doska
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2005

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Das Haus war still, war fremd, war kalt,
und dicht dahinter lag der Wald.
Der rauschte wild, lag halb im Dunkeln.
Fred sah den Mond dar├╝ber funkeln,
als er den Gartenweg verlie├č
und sich das Knie am Grabstein stie├č.

Das tat zwar weh, doch war das nichtig.
Nur diese Villa schien jetzt wichtig,
die Fred f├╝r wenig Geld erhalten,
d`rum gut auch konnte umgestalten.

Nun freudig holte er hervor
den Schl├╝ssel f├╝r das Eingangstor.
Doch es sprang auf, es lud ihn ein,
Fred war ganz arglos, schritt hinein.

Drinnen schienen Spinnenweben
an den Fenstern festzukleben.
Staub und Schmutz auf Schrank und Tischen.
Nichts war da, ums wegzuwischen.

Und die Treppe knarrte munter.
Gott sei dank fiel er nicht runter.
Oben sah`s nicht anders aus,
schnell lief er durch`s ganze Haus.

Scheiben klirrten, T├╝ren bebten,
wenn nun Geister hier drin lebten?
Ach, er hatte trotzdem Mut,
doch auf ein mal sah er ... BLUT!

Es gl├Ąnzte feucht die rote Pampe
im grellen Schein der Taschenlampe,
f├╝hrte grausig durch den Flur
als dunkle, nasse Tropfen-Spur.

Ging einst Leben hier zu Ende?
Fred bekam ganz kalte H├Ąnde.
Es wankte arg der Lampenschein,
denn er fiel hin - ins Bett hinein.

Sicher ist es Tierblut nur,
dachte er jetzt einfach stur.
Ratten haben sich gebissen,
auch diese Kordel abgerissen,
welche h├Ąngt vom Baldachin.
Schau ich einfach nicht mehr hin.

Weil es schwierig war mit Schlafen,
verbracht ` er Zeit im Geist mit Schafen.
Doch endlich klappt` es, wohl nicht lange,
denn es schlug zw├Âlf, ihm wurd` recht bange.

Es knarrten Dielen - war`n da Schritte?
Fred schob den Tisch bis in die Mitte
und dann noch weiter bis zur T├╝r.
Der Schl├╝ssel passte nicht daf├╝r.

Jetzt schwang er sich, so schnell wie nie,
noch auf den Tisch mit einem Knie.
Das and┬┤re n├Ąmlich war noch blutig,
Fred lachte heiser, pl├Âtzlich mutig,
denn ihm fiel ein des Grabes Stein,
an dem er stie├č sich schlimm sein Bein.

Da lachte er sich selber aus.
Die rote Spur in diesem Haus
kam nicht von wilden Geisterwesen.
So blutig war nur er gewesen.

Fazit:
Oft macht der Mensch sich selbst verr├╝ckt,
dann ist er zaghaft und bedr├╝ckt,
statt erst zu schauen, bitte sehr,
von wo das ├ťbel kommet her.



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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

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hm,

lebensweisheit mit humorigem l├Âffel verabreicht. hat was von w. busch, wie ich finde.
die zweite zeile w├╝rde ich ├Ąndern in "und dicht dahinter liegt der Wald".
lg
__________________
Old Icke

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Doska
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2005

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Jep!
Habe deinen Vorschlag in die Tat umgesetzt,liebe Flammarion. Ein Dankesch├Ân auch an all diejenigen, die mich bewertet haben.
l.g.

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